Kirmes in NRW: Nach Explosion in Geisterbahnen – Mann aus Köln (41) angeklagt

Im Sommer kam es auf der Düsseldorfer und Dürener Kirmes zu einer mysteriösen Explosion in der Geisterbahn. Der Fall scheint sich nun zu klären. Ein Mann aus Köln stellt sich der Polizei.
Foto: galaxy67/Shutterstock.com
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Der Sommer der NRW-Kirmes hat einen mysteriösen Fall mit sich gebracht: ein bislang Unbekannter veranstaltete jeweils auf der Düsseldorfer und Dürener Kirmes eine Flaschenexplosion in der Geisterbahn. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Mann (41) aus Köln erhoben. Das bestätigte das Amtsgericht Düren auf Anfrage.

>> Düren: Nach Flaschenexplosion auf Annakirmes stellte sich Tatverdächtiger <<

Explosion in Geisterbahn: Kölner stellt sich der Polizei

Der Kölner wird auch verdächtigt, eine Explosion in einer Geisterbahn auf der Düsseldorfer Kirmes ausgelöst zu haben. In diesem Fall – der etwa zwei Wochen vor der Annakirmes passierte – laufen die Ermittlungen laut Staatsanwaltschaft Düsseldorf aber noch.

Auf der Annakirmes ließ der Kölner nach früheren Angaben der Ermittler am Nachmittag des 2. August eine Plastikflasche explodieren. Nach dpa-Informationen hatte er handelsübliche Zutaten vermischt, die ein Gas bildeten – der Druck ließ die Flasche zerbersten.

Explosion in Geisterbahn: „Aktenzeichen XY… ungelöst“ zeigte Foto des Verdächtigen

Die Polizei zeigte ein Foto des Verdächtigen in einer Gondel der Geisterbahn bei „Aktenzeichen XY… ungelöst“ (ZDF). Wenig später stellte der Kölner sich und kam vorübergehend in Untersuchungshaft. Aufgrund der identischen Spuren war für die Ermittler schnell klar, dass der Mann auch in Düsseldorf zugeschlagen hatte. In beiden Fällen war niemand verletzt worden.

Angeklagt wurde der 41-Jährige im Fall der Annakirmes von der Staatsanwaltschaft Aachen wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Laut Amtsgericht muss die Anklage nun noch zugelassen werden, ein Prozesstermin stehe daher noch nicht fest. Laut Strafgesetzbuch drohen dem Mann in dem einen Fall bis zu fünf Jahre Haft.

dpa