Junger Mann an Kiosk in Dormagen erschossen: Polizei entdeckt zweites Schussopfer

An einem Kiosk in Dormagen wurde ein junger Mann auf offener Straße erschossen – der Verdächtige konnte fliehen. Bei der Suche nach dem Täter kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Jetzt wurde der Verdächtige gefunden – schwer verletzt!
Waffe Pistole Schuss
Foto: Shutterstock/zef art
Waffe Pistole Schuss
Foto: Shutterstock/zef art

Aufregung in Dormagen: Ein 36 Jahre alter Mann wurde am Freitag an einem Kiosk in der nordrhein-westfälischen Stadt erschossen. Der Verdächtige konnte fliehen, wurde dann aber rund einen Kilometer vom Tatort entfernt gefunden. Scheinbar hatte er versucht sich das Leben zu nehmen.

Ein 36 Jahre alter Mann ist am Freitag im nordrhein-westfälischen Dormagen erschossen worden. Das teilte die Polizei in Düsseldorf mit. Als Verdächtiger werde ein 55-jähriger polizeibekannter Mann gesucht, sagte eine Polizeisprecherin. Das hatte die „Bild“-Zeitung zuvor berichtet.

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Am Nachmittag wurde etwa einen Kilometer vom Tatort entfernt an einer Straße ein zweiter Mann mit Schussverletzung entdeckt. Dabei könne es sich um den Gesuchten handeln, die Identität sei aber noch nicht abschließend geklärt, sagte ein Polizeisprecher auf dpa-Anfrage. Die Umstände deuteten auf einen Suizidversuch hin. Der Mann werde in einem Krankenhaus reanimiert.

Die erste Tat habe sich in einem Kiosk ereignet. Der Bereich um den Kiosk wurde abgesperrt. Im Kiosk sicherten Kriminaltechniker Spuren. Später untersuchten sie auch einen Mietwagen, der davor geparkt war.

Die Polizei fahndete mit Dutzenden Beamten nach dem Schützen. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Die Hintergründe der Tat seien noch offen, hieß es. Zur Nationalität von Opfer und Verdächtigem verwies die Polizei auf die Staatsanwaltschaft, die zunächst nicht zu erreichen war.

dpa