Hunderte Straftaten in Schwimmhallen und Freibädern in NRW

Im ersten Halbjahr kam es in Schwimm- und Freibädern in NRW bereits zu etlichen Straftaten. Die wenigsten davon waren allerdings gewaltsam.
Polizei Blaulicht symbol platzhalter
Foto: dpa
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Immer wieder kommt es in Freibädern zu Straftaten. Für NRW gibt es nun für das erste Halbjahr 2022 genaue Zahlen. Demnach ist es in nordrhein-westfälischen Schwimmhallen und Freibädern im ersten Halbjahr 2022 nach Angaben des Innenministeriums zu 365 Straftaten gekommen. Die Zahlen sind laut Ministerium noch vorläufig. Sie stammen aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.

Demnach kam es bis Ende Juni zu 258 Straftaten in Hallenbädern und zu 107 Delikten in Freibädern – die allerdings auch meistens erst im Mai öffneten. In den wenigsten Fällen ging es um Gewaltkriminalität: Es gab demnach eine Vergewaltigung, drei gefährliche Körperverletzungen und zwei Raubstraftaten. 25 Mal gab es einfache Körperverletzungen, die übrigen – harmloseren – Delikte wurden nicht aufgeschlüsselt. Zwei Drittel der 170 identifizierten Täter haben die deutsche Staatsbürgerschaft.

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Die AfD fragte die Regierung auch nach Zahlen aus 2019. Im Vor-Corona-Jahr hatte Gewalt in nordrhein-westfälischen Freibädern für Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem war das Düsseldorfer Rheinbad mehrmals geräumt worden. Mit 2022 sind die Zahlen nur schwer zu vergleichen, da die Statistik von damals zwölf statt aktuell sechs Monate erfasst. Tatsächlich war die Gesamtzahl der Delikte Ende 2019 wesentlich höher: 2325 Straftaten, davon 963 in Freibädern, 1256 Hallenbädern und 106 an Badestränden. Letztere liegen in der aktuellen Statistik als Tatort bei Null.

dpa