Flughafen Düsseldorf: vier Festnahmen nach Haftbefehlen

Am Düsseldorfer Flughafen kam es am dritten Oktoberwochenende zu gleich vier Festnahmen. Die Bundespolizei fahndete bundesweit. Die Hintergründe zu den Haftbefehlen.
Flughafen Düsseldorf Herbstferien Start 2022
Foto: Tonight.de / Julia Former
Flughafen Düsseldorf Herbstferien Start 2022
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Am dritten Oktoberwochenende kam es am Düsseldorfer Flughafen zu gleich vier Festnahmen. Nach allen vier Personen wurden bundesweit gefahndet – gegen jeden von ihnen lag ein Haftbefehl vor. Das sind die Hintergründe.

Haftbefehl wegen Herbeiführen von Sprengstoff: Die Hintergründe zur Fahndung

Am Freitagabend (14. Oktober) nahm die Bundespolizei im Rahmen einer Einreisekontrolle einen bulgarischen Staatsangehörigen fest. Der 50-jährige wird seit Juli dieses Jahres von der Staatsanwaltschaft Essen wegen Betruges per Haftbefehl gesucht. Seine Reise konnte er jedoch nach der Festnahme fortführen, da er die Geldstrafe von 1630 Euro vor Ort begleichen und sich so der Ersatzfreiheitsstrafe von knapp zwei Monaten entziehen konnte, so die Bundespolizei.

Am Samstagmorgen, 15. Oktober, wurde ein 27-jähriger deutscher Staatsangehöriger während der Ausreisekontrolle festgenommen. Seit September liegt der Staatsanwaltschaft Bochum ein Haftbefehl wegen vorsätzlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion vor. Er hat sich im März März 2022 zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten erlassen, ist diese jedoch nicht angetreten. Seither wurde er zur Fahndung ausgeschrieben. Nach erfolgreicher Festnahme durch die Bundespolizei wurde er an die zuständigen Justizbehörden übergeben.

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Im Zuge laufender Einreisekontrollen wurde am Samstagnachmittag ein 26-jähriger syrischer Staatsangehöriger kontrolliert. Bei diesem stellten die Bundespolizeibeamten fest, dass die Staatsanwaltschaft Mannheim nur wenige Tage zuvor einen Haftbefehl wegen Betruges gegen den im Oktober 2021 Verurteilten erlassen hatte. Die Geldstrafe in Höhe von 220 Euro konnte der Mann noch vor Ort bei der Bundespolizei begleichen. Die Ersatzfreiheitsstrafe von 9 Tagen ist somit ausgeschlossen. Danach setzte der junge Mann seine Reise fort.

Ukrainerin (33) wegen Diebstahls mit Waffen verurteilt

Am Sonntagnachmittag kontrollierte die Bundespolizei eine ukrainische Staatsangehörige. Die 33-jährige wurde per Haftbefehl von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gesucht. Noch im September wurde gegen diese ein Haftbefehl wegen Diebstahls mit Waffen erlassen. Nach einer vor Ort beglichenen Geldstrafe von 1350 Euro konnte die Frau die Ersatzfreiheitsstrafe von drei Monaten umgehen. Auch sie konnte ihre Reise fortführen.