Düren: Telefondrohung an Berufskolleg löst Großeinsatz aus – Was ist passiert?

Schrecksekunden am Nelly-Pütz-Berufskolleg am Montagnachmittag (5. Dezember) in Düren. Eine Telefondrohung sorgte für einen Großeinsatz der Polizei.
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Düren: Ein Polizeiauto und zwei Polizisten stehen vor einer Berufsschule in Düren. An der Schule hatte es laut Polizei Hinweise auf eine "Gefahrenlage" gegeben. Foto: Vincent Kempf/dpa
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Düren: Ein Polizeiauto und zwei Polizisten stehen vor einer Berufsschule in Düren. An der Schule hatte es laut Polizei Hinweise auf eine "Gefahrenlage" gegeben. Foto: Vincent Kempf/dpa

Unheimliche Bilder an einem Berufskolleg in Düren: Nach einer Drohung gegenüber einer Mitarbeiterin des Sekretariats kam es zu einem Großeinsatz der Polizei.

Drohung an Berufskolleg Düren: Was ist passiert?

Drohungen gegen ein Berufskolleg in Düren haben einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Spezialeinheiten durchsuchten am Montagnachmittag drei Gebäude auf dem Gelände des Nelly-Pütz-Berufskollegs in der Zülpicher Straße. Polizisten sperrten das Gelände weiträumig ab.

Nach den ersten Ermittlungen hatte ein Unbekannter gegen 12.15 Uhr in einem Telefongespräch mit einer Mitarbeiterin des Sekretariats die Drohungen ausgesprochen. Die Schülerinnen und Schüler zweier Berufskollegs hätten sich zunächst planmäßig in ihren Klassenräumen eingeschlossen, hieß es. Die Polizei richtete eine Betreuungsstelle für Angehörige und Schüler in unmittelbarer Nähe ein.

Düren: Polizei gibt Entwarnung – Ermittlungen gegen Unbekannt dauern an

Am Montagabend konnte die Polizei jedoch Entwarnung geben. Der Verdacht einer Gefährdung für die Menschen in den Schulen habe sich nicht bestätigt. Die Durchsuchungen der Gebäude waren gegen 17.45 Uhr abgeschlossen. Eine Gefährdung für die Menschen in den Schulen habe es nicht gegeben, berichtete die Polizei. Die Ermittlungen gegen Unbekannt dauerten an.

Drohungen in NRW: Vorfälle mehren sich

Der Vorfall erinnert an die Medienberichte der letzten Tage. Zuletzt mussten am Montag, 5. Dezember, die Weihnachtsmärkte in der Düsseldorfer Innenstadt wegen einer „abstrakten Bedrohungslage“ geräumt werden. Am Abend wurden die Blockierungen wieder gelöst, die Weihnachtsmärkte blieben dennoch geschlossen.

Auch an den Unis in Duisburg und Bochum gab es in den vergangenen beiden Wochen eine angebliche Amokdrohung. Die Polizei vermutete dahinter jedoch einen schlechten Scherz, nahm die Lage trotzdem ernst und zeigte verstärkte Präsenz an den Uni-Standorten.

Weitere Infos zu den vermehrten Amokdrohungen in NRW gibt’s hier.

dpa