A1 bei Köln gesperrt: Lastwagen verliert giftige Salzsäure

Am Montagmorgen verliert ein LKW an einer Autobahnraststätte an der A1 bei Köln-Hürth gefährliche Salzsäure. Die Polizei sperrt die A1 vermutlich bis in den Abend.
Lkw verliert Salzsaeure auf Autobahn 1
Einsatzkräfte der Feuerwehr müssen auf der Autobahn-Raststätte Ville Ost an der A1 durch eine Schleuse gehen, um sich zu reinigen. Foto: -/Feuerwehr Hürth/dpa
Lkw verliert Salzsaeure auf Autobahn 1
Einsatzkräfte der Feuerwehr müssen auf der Autobahn-Raststätte Ville Ost an der A1 durch eine Schleuse gehen, um sich zu reinigen. Foto: -/Feuerwehr Hürth/dpa

Nachdem ein LKW am Montagmorgen giftige Salzsäure an einer Autobahn-Raststätte an der A1 bei Köln-Hürth verloren hatte, musste die Feuerwehr mit einem Großaufgebot ausrücken. Etwa 182 Kräfte waren im Einsatz. Die Polizei sperrte die A1 in beide Richtungen weiträumig – zum Nachmittag soll der Verkehr wieder rollen.

+++ 15.10 Uhr: Verkehr auf A1 soll zum Nachmittag wieder rollen +++

Die Gefahrenlage wegen des Austritts von Salzsäure aus einem Tanklastzug auf einer Autobahn-Raststätte in Hürth bei Köln ist vorbei. Das Gefahrengut ist umgepumpt, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Hürth. Die Maßnahmen der Feuerwehr stünden vor dem Abschluss. Die A1 in Richtung Koblenz solle rasch wieder freigegeben werden, in Richtung Köln solle die Fahrbahn im Laufe des späten Nachmittags wieder frei sein.

Menschen kamen nicht zu Schaden. Schadstoffe seien außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs nicht gemessen worden, erklärte die Feuerwehr.

Die Feuerwehrleute direkt an der Einsatzstelle seien unter Atemschutz im Einsatz. Das ganze ist eine gefährliche Angelegenheit, denn laut Feuerwehr gebe es durch das Verdampfen eine erhebliche Geruchsbelästigung. Das ist deshalb riskant, weil Salzsäure beim Verdampfen die Geruchsnerven angreift und zerstören kann.

Zuvor war ein kleines Gehöft in Weiler Brüggen westlich der betroffenen Autobahn-Raststätte Ville Ost vorsichtshalber geräumt worden. Etwas 20 Menschen seien davon betroffen, so der Feuerwehrsprecher.

Gefährliche Salzsäure: Menschen im Umkreis sollen Türen und Fenster geschlossen halten

Auch die Warn-App NINA sollte ausgelöst werden, um die Bevölkerung zu warnen. Die Menschen in der Umgebung sollten Türen und Fenster geschlossen halten und Klima-Anlagen ausschalten. Ein Spezialfahrzeug sei angefordert worden, um durch ein Fachunternehmen die auslaufende und gefährliche Chemikalie aus dem Laster abzupumpen. Die unmittelbar am Gefahrenort tätigen Feuerwehrleute trugen einen säurebeständigen Schutzanzug und Atemschutzgeräte. Das Leck sei relativ überschaubar gewesen. Das Aufnehmen der Salzsäure werde mindestens bis zum Nachmittag dauern.

Erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen

Es gibt erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Polizei habe umfangreiche Sperrmaßnahmen eingeleitet und zwischen Autobahndreieck Erftstadt im Süden und Autobahnkreuz Köln West im Norden die A1 in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt, teilte die Autobahn GmbH mit. Auch alle Anschlussstellen in diesem Bereich waren nicht zu befahren. Der Verkehr werde ab dem Autobahndreieck Erfttal über die eigentlich gesperrte A61 zum Autobahnkreuz Kerpen umgeleitet. Ab der Anschlussstelle Türnich stehe nur ein eingeengter Fahrstreifen zur Verfügung. Die Öffnung der A61 erfolgt nur über die Dauer der Vollsperrung der A1, hieß es. Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet möglichst weiträumig zu umfahren.

Vollsperrung A1 bei Köln: Umleitung

Die Kölner Polizei erklärte, die Sperrung im Westen von Köln könne über die A4 und die A61 umfahren werden. Es gebe zwar eine Verkehrsstörung, aber keinen schwerwiegenden Stau, sagte ein Sprecher am Mittag und verwies darauf, dass der Montag ein Brückentag vor dem Feiertag Allerheiligen sei. Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren.

dpa