Parookaville: Von Sandsturm bis Stromausfall-Session – die spektakulärsten Momente des Festivals

In fünf Ausgaben Parookaville hat es schon viele spektakuläre Momente gegeben. Wir erinnern uns mit euch zurück!
Parookaville 2019
Die Mainstage bei Parookaville 2019. Foto: Marius Becker/dpa
Parookaville 2019
Die Mainstage bei Parookaville 2019. Foto: Marius Becker/dpa

Parookaville ist das größte EDM-Festival in Deutschland. Umso verwunderlicher ist das, wenn man bedenkt, dass es bisher gerade einmal fünf Ausgaben des Events in Weeze gab – alle ausverkauft, alle auf ihre Art besonders.

Was Parookaville ausmacht: Es ist kein gewöhnliches Festival. Gäste werden für einen oder mehrere Tage zum „Citizen“, also Einwohner, der mit viel Liebe zum Detail erbauten Stadt Parookaville, die liebevoll auch „City of Dreams“ genannt wird. Da liegt es auf der Hand, dass es im Laufe der Jahre zu vielen spektakulären und prägenden Momenten gekommen ist. Wir erinnern uns mit euch zurück!

Gelungene Parookaville-Premiere (2015)

Dass das Parookaville-Festival einmal so erfolgreich sein würde, hätten sich die Veranstalter um Bernd Dicks, Norbert Bergers und Georg van Wickeren bei der ersten Ausgabe im Jahr 2015 wohl nicht im Entferntesten träumen lassen. Trotzdem war die Premiere eine gelungene: Stars wie Steve Aoki, Armin van Buuren, Oliver Heldens sowie Dimitri Vegas & Like Mike legten auf der Mainstage vor einer großen goldenen Uhr auf. Ein Line-up, das ein finanziell nicht zu verachtendes Risiko barg – das sich aber auszahlen sollte.

>> Alles oder nichts: Wie Parookaville einst kurz vor dem Aus stand <<

Parookaville-Hochzeiten

Nachdem bei der Parookaville-Erstausgabe insgesamt 40.000 Menschen vor Ort gewesen waren, verdoppelten die Organisatoren die Kapazität im Folgejahr. Und für zwei der 80.000 Besucher war das Festival-Erlebnis noch außergewöhnlicher als ohnehin schon: Maike und Chris aus Hattingen gaben 2016 sich in der „Parooka Church“ offiziell das Ja-Wort. Neben zahlreichen Spaß-Hochzeiten – auch das ist auf dem Parookaville möglich, Urkunde inklusive – folgten vier weitere offizielle Hochzeiten, 2019 die erste gleichgeschlechtliche.

>> Parookaville: Auch 2022 wird geheiratet – sechste Festival-Hochzeit geplant <<

Parookaville: LIVE from the City (2020)

Vier weitere? Also insgesamt fünf? Da stimmt doch was nicht? Doch, denn: Obwohl die sechste reguläre Parookaville-Ausgabe 2020 aufgrund der Pandemie nicht stattfinden konnte, ließen es sich die Organisatoren nicht nehmen, eine Miniaturausgabe unter dem Motto „LIVE from the City“ zu veranstalten. An beiden Tagen konnten dort jeweils 100 durch eine Verlosung bestimmte Gäste zu Live-Sets verschiedener DJs feiern. Und die jährliche Hochzeit fand ebenfalls statt. Die Glücklichen: Sabrina und Marvin aus der Nähe von Aachen.

Polizei zieht bei Martin Solveig alle Blicke auf sich (2017)

Kurzzeitig im Mittelpunkt des Interesses stand auch eine Gruppe von Polizisten, als sie 2017 neben der Mainstage kurzerhand einfach mitfeierte und so Star-DJ Martin Solveig die Show stahl:

Querbeat rocken Parookaville mit Solveig-Song (2018)

Apropos Martin Solveig: 2018 machte sich die Brasspop-Band Querbeat die Künste des Franzosen zu eigen. Die Bonner interpretierten seinen Song „Intoxicated“ neu und performten ihre Versionen an verschiedensten Stellen auf dem Festival- und Campinggelände:

Flamingo-Rennen vor Bill’s Factory (2019)

Ein Jahr später war Querbeat dann Teil eines auf ewig unvergesslichen Parookaville-Auftritts: Auf der zweitgrößten Bühne, der Bill’s Factory, lieferte sich die Band vor 15.000 Zuschauern ein Battle mit den 257ers. Eines der großen Highlights: das Flamingo-Rennen!

„Crowd Control“: W&W erzeugen Sandsturm vor der Mainstage (2018)

Voll im Griff hatte auch W&W die Festival-Besucher bei der vierten Parookaville-Ausgabe im Jahr 2018. Als das niederländische Duo „Crowd Control“ spielte, bat es die Feiernden, sich Arm in Arm nebeneinander aufzustellen und auf Kommando von rechts nach links und wieder zurück zu hüpfen. In Verbindung mit dem staubtrockenen Boden – damals musste wegen der Hitze zusätzliches Wasser zum Festival-Gelände transportiert werden – entstand so ein riesiger Sandsturm vor der Mainstage:

Campingplatz-Eskalation mit Sternbush

Wenn auch im deutlich kleineren Rahmen, hatten die Sets von DJ Sternbush ebenfalls absolutes Abriss-Potenzial. Das Besondere: Er legte nicht auf einer der offiziellen Stages auf, sondern als Besucher spontan auf eigene Faust auf dem Campingplatz – nachts, als die Lichter auf dem Festivalgelände längst aus waren. Die Parookaville-Afterhour sozusagen. Das war 2018. 350 Menschen tanzten damals vor seinem Camp, später trug er seine unüberhörbare Bluetooth-Box auch vor den PENNY Tower.

Bei der letzten PV-Ausgabe 2019 war DJ Sternbush längst bekannt – und lieferte abermals ab. Das Ergebnis: 2022 gehört „Sterni“, der mit bürgerlichem Namen Miloš Vasovic heißt und 25 Jahre alt ist, zum offiziellen Line-up:

 

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Am Sonntag legt DJ Sternbush von 14.00 bis 15.00 Uhr auf dem PENNY Tower auf dem Campingplatz auf. Wir sind überzeugt, dass er den Campern vor den letzten Festival-Stunden nochmal mächtig einheizen wird!

>> Parookaville 2022: Timetable – wer tritt wann und wo auf? <<

Stromausfall-Session von Alle Farben (2017)

Größtenteils hatte Parookaville Glück mit dem Wetter. 2017 allerdings wurde das Gelände am Airport Weeze am letzten Festival-Tag von einem heftigen Wolkenbruch getroffen. Neben vielen Pfützen und viel Schlamm, der vor allem die Gäste beeinträchtigte, waren davon sogar die Künstler betroffen. Die Steckdosenleiste des Equipments von Alle Farben lief voll, sodass der Strom ausfiel. Nun war Improvisationstalent gefragt – und Alle Farben lieferte ab: Mit seinen Sängern Janieck und Graham Candy sowie Trompeter Lahos gab er für zwölf Minuten eine spontane und umjubelte Akustik-Session.

Fliegende Zelte: Tornado auf dem Campingplatz (2018)

Am Folgetag hatte sich der Regen zwar gelegt, doch die Camper, die größtenteils erst am Montag abreisen, wurden vor neue Herausforderungen gestellt. Eine Windhose wütete auf dem Platz, Zelte, Stangen und ganze Pavillons flogen durch die Luft. Verletzt wurde aber glücklicherweise niemand.

40.000 Menschen singen für „Linkin-Park“-Frontmann Chester Bennington (2017)

Für den zweifellos emotionalsten Moment der Parookaville-Historie sorgte Showtek 2017. Nachdem „Linkin Park“-Frontmann Chester Bennington wenige Tage zuvor verstorben war, spielte das Duo aus den Niederlanden den Song „In the End“. „Wir wollen etwas Liebe zeigen für jemanden, der so viel für die Musik-Industrie getan hat“, kündigten sie an – und das Publikum lieferte: 40.000 Menschen sangen mit, zweitweise drehte Showtek die Lautstärke auf ein Minimum. Gänsehaut pur!

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