Supermarkt-Riese aus China soll Düsseldorf und Köln erobern: Das steckt hinter „Ochama“

Ein chinesischer Supermarkt-Riese eröffnet erstmals Filialen in Deutschland, darunter auch in Düsseldorf und Köln. Dabei lockt Ochama mit einem neuartigen Konzept. Was steckt dahinter?
Shopping Einkaufen Tüte
Foto: Shutterstock.de / Song_about_summer
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Sowas hat es noch nie gegeben: Ein chinesischer Supermarkt eröffnet erstmals Filialen auf deutschem Terrain. Deutsche Handelsketten wie Aldi, Edeka und Rewe sind somit erstmals einem europafernen Konkurrenten ausgesetzt. Dabei lockt der Supermarkt mit einem neuartigen Konzept. Was kann „Ochama“, was andere Supermärkte nicht können? Und wo öffnen die ersten Filialen?

Chinesischer Supermarkt in NRW: Was steckt hinter „Ochama“?

 

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Der Handelsriese „Ochama“, ein Tochterunternehmen des chinesischen Konzerns JD.com, hat kürzlich 26 neue Abholstellen für Lebensmittel eröffnet. Auch in Deutschland haben Spots eröffnet, an denen es nun möglich ist, frische und tiefgekühlte Supermarkt-Produkte abholen zu können.

„Ochama“ in NRW: Was steckt hinter dem neuen Konzept?

Das Konzept funktioniert ähnlich wie etwa der Abholservice der DHL. Die Kunden kaufen ihre gewünschten Waren im Internet. Anders als bei den Lebensmittellieferanten Gorillas, Flink oder Flaschenpost liefert „Ochama“ den Einkauf jedoch nicht nach Hause, sondern an eine der Abholstationen.

Einkaufen bei „Ochama“: So funktioniert’s

Der Bestellvorgang bei Ochama funktioniert ähnlich wie bei den bekannten Lebensmittel-Lieferanten. Bestellen kann man über eine App oder über den Onlineshop. Die Kunden wählen die Abholstation und holen die Ware selbstständig ab, sobald sie verfügbar ist. Vor Ort wird ein QR-Code gescannt, damit das System die richtige Lieferung austeilt.

Ochama in NRW: Was bedeutet der Name?

Der Name „Ochama“ bildet sich aus der Kombination „Omnichannel“ und „amazing“. Omnichannel ist ein Begriff, der im Onlinehandel verwendet wird, um eine Geschäftsstrategie zu beschreiben, die sowohl im Geschäft, als auch mobil und online verkauft.

„Click und Collect“ bei Ochama: Abholstationen für Menschen außer Haus

Das Click-und-Collect-System soll Vorteile im Vergleich zu Lieferdiensten und dem klassischen Einkauf im Supermarkt bieten. Denn viele Menschen sind oft außer Haus, können also weder zu geregelten Einkaufszeiten im Supermarkt vorbeischauen, noch den Service der Lieferdienste wahrnehmen.

Diese Nische hat sich der Online-Riese nun zu Nutze gemacht, und bietet ab sofort auch in Deutschland die Möglichkeit, Produkte selbst abzuholen – auch außerhalb der typischen Öffnungszeiten.

„Ochama“ in NRW: In diesen Städten eröffnet der chinesische Supermarkt

Das Angebot wird bereits in zehn europäische Länder vertrieben, darunter Spanien und Italien. Auch in Deutschland wurden nun Abholstationen eröffnet, darunter die NRW-Städte Düsseldorf, Köln, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen und Aachen.

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Ochama in Dortmund: Neueröffnung im Januar

Insgesamt sollen 2023 über 120 neue Abholstationen erschaffen werden. In der Dortmunder Innenstadt hat nun eine erste Filiale von „Ochama“ auf deutschem Terrain eröffnet. Es gibt nur einen Haken, denn RUHR24 will wissen, dass es keinen eigenen Abholpunkt gibt und sich der Service vorerst in den Räumlichkeiten des „China Restaurant Lucky“ am Ostenhellweg einschränkt. Ob sich das lohnen wird?

Sortiment bei „Ochama“: Was gibt es zu kaufen?

Laut Ochama bietet das Konzept ein „One-Stop-Einkaufserlebnis“ für Lebensmittel, frische und tiefgekühlte Produkte, Haushaltsgeräte, Wohnen, Elektronik, Mode und mehr. Ochama schreibt auf seiner Website: „Derzeit gibt es nur wenige Online-Händler, die sowohl Lebensmittel als auch Non-Food-Produkte in einem anbieten.“ Diese Marktlücke will der Internet-Riese nun auch in Deutschland schließen.

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Keine deutschen Lebensmittel

Jedoch müssen sich die deutschen Kunden noch an das Angebot des chinesischen Händlers anpassen: Nach Angaben der „Lebensmittelzeitung“ dürften die verfügbaren Produkte noch größtenteils aus einem Lager in den Niederlanden stammen. Hier wurde Ochama ins Leben gerufen und von hier entstammen alle Produkte des Anbieters. Deshalb gibt es bislang auch keine deutschen Lebensmittel in dem Webshop.

Ein weiterer, großer Haken: Die Seite ist bisher nur in den Sprachen Englisch oder Niederländisch verfügbar.