NRW: Kommt der arktische Winter? Temperaturen bis -20 Grad möglich

Mitte Februar könnte es zu eisigen Temperaturen in Deutschland kommen. Daran Schuld ist ein Hochdruckgebiet über Skandinavien.
Winterwetter in Norddeutschland
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Winterwetter in Norddeutschland
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bislang war der Winter in Nordrhein-Westfalen eher mild. Denn wirklich Minustemperaturen mussten wir in diesem Winter noch nicht aushalten. Doch es könnte uns noch ein dickes Ende drohen.

Denn wie auf der Seite „The Weather Channel“ prognostiziert wird, könnte es im Februar noch mal zu einem bösen Kälteeinbruch kommen. Grund dafür ist die arktische Kaltluft, mit der die Nordhalbkugel aktuell geflutet wird. Wenn es auch den mitteleuropäischen Raum trifft, wird auch Deutschland mit starken Minustemperaturen rechnen müssen.

Wetter in NRW: Kalte Luft könnte nach Süden abgedrängt werden

Dann könnten sogar Minustemperaturen von bis zu -20 Grad möglich sein, heißt es weiter. Grund dafür ist der Polarwirbel, der aktuell über dem Nordpol gestreckt wird. Dieser wird in der Folge abgedrängt und es kommt Warmluft in die Stratosphäre. Geschieht dies, gibt es eine Amplitude in der Stratosphäre von bis zu 70 Grad. Dabei sinkt in der Folge die warme Luft wieder nach unten, verdrängt dann aber auch die arktische Kältefront nach Süden.

Daher könnte auch in Deutschland Mitte Februar noch mal ein richtiger Kälteeinbruch drohen, wenn die kalten Luftmassen in unsere Regionen abgedrängt werden. Dann müssten wir mit Minustemperaturen im zweistelligen Bereich rechnen.

Wetter in NRW: Bereits 2018 kam es zu eisigen Minustemperaturen

Doch ganz so einfach ist es natürlich nicht mit den kalten Temperaturen. Denn damit diese Deutschland wirklich erreichen, müssen noch weitere Wetterphänomene in Kraft treten. Dafür braucht es zu aller erst ein Hochdruckgebiet über Skandinavien, wie der Meteorologe Jan Schenk ausführt. Dieses Hoch erst würde die arktische Luft anzapfen und über Russland nach Deutschland und bis nach England tragen.

Zuletzt gab es ein solches Phänomen 2018. Auch damals gab es regional Minustemperaturen bis zu -20 Grad. Wem nun Angst und Bange wird, dass es dann auch noch mal zu starkem Schneefall kommt, der kann aber beruhigt aufatmen. Denn die angezapfte Luft wäre sehr trocken, heißt es weiter vom Meteorologen. Da die Luft keine Feuchtigkeit aufnehme, sondern nur klirrend kalt wäre, würde es zu keinem Schneefall kommen.

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