Köln Spitzenreiter: NRW-Großstädte kassieren 4,5 Millionen Euro an Corona-Bußgeldern

Allein 2021 haben Großstädte in NRW richtig Kasse mit Corona-Verstößen gemacht: Über 4,5 Millionen Euro an Bußgeldern nahmen sie ein. Spitzenreiter ist Köln.
Ordnungsamt Köln Hohe Straße
Mitarbeiter des Ordnungsamtes Köln patrouillieren durch die Fußgängerzone Hohe Straße. Foto: Roberto Pfeil/dpa

Maske vergessen, Quarantänevorschrift missachtet: Ordnungsämter sind für Verstöße gegen die Corona-Regeln verantwortlich. Acht große Städte in Nordrhein-Westfalen haben zwischen Januar und Dezember 2021 Bußgelder in Millionenhöhe kassiert.

Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in Bielefeld, Köln, Düsseldorf, Bonn, Essen, Aachen, Bochum und Wuppertal ergab, dass insgesamt über 4,5 Millionen Euro an Corona-Bußgeldern eingenommen wurden.

Corona-Bußgelder 2021: Köln ist NRW-Spitzenreiter

Die höchste Summer wies die Stadt Köln mit rund 1,6 Millionen Euro auf. Die Stadt Bielefeld nahm rund 786.000 Euro an Corona-Bußgeldern ein, die Stadt Wuppertal verhängte dagegen „nur“ Bußgelder in Höhe von rund 67.000 Euro.

Bei den häufigsten Verstößen handelte es sich nach Angaben der Städte um das Nichttragen einer Maske. Die zweitmeisten Anzeigen wurden in Bezug auf das Ansammlungsverbot gestellt. Besonders teuer wurde es in der Stadt Düsseldorf für den Betreiber eines Clubs, der seine Diskothek unerlaubt öffnete: Er musste 8000 Euro an die Stadt zahlen.

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Die eingenommenen Bußgelder sollen den städtischen Haushalten zufließen, teilten die Städte mit. Die Stadt Bielefeld möchte ein Fünftel der Einnahmen explizit für den Sport- und Kulturbereich verwenden, sagte eine Sprecherin. Auch die Stadt Bonn wolle mit einem Teil des Geldes Kultureinrichtungen und Kulturschaffende unterstützen, teilte ein Sprecher mit.

dpa