NRW: Großrazzia gegen Al-Zein-Clan – mehr als 50 Beschuldigte

Am Mittwochmorgen stürmen Hundertschaften der Polizei mehrere Gebäude des Al-Zein-Clans. Schwerpunkt der Razzia ist Nordrhein-Westfalen. Das sind die Vorwürfe.
Handschellen
Festnahme. Foto: FOTOKITA/Shutterstock
Handschellen
Festnahme. Foto: FOTOKITA/Shutterstock

Der Al-Zein-Clan sorgt immer wieder für Schlagzeilen: Mit einer Großrazzia geht die Polizei seit dem frühen Mittwochmorgen gegen Mitglieder des Al-Zein-Clans vor. Mehr als 50 Beschuldigten wird nach dpa-Informationen unter anderem die Unterschlagung zahlreicher Autos sowie Betrug mit Corona-Hilfen vorgeworfen. Mehrere Haftbefehle sollen vollstreckt werden. Hunderte Beamte sind im Einsatz.

Razzia in NRW: Diese Städte sind betroffen

Schwerpunkt der Durchsuchungen ist nach dpa-Informationen Nordrhein-Westfalen. Dort gibt es Razzien unter anderem in Solingen, Dortmund und Bochum. Betroffen sind aber auch Städte in anderen Bundesländern, darunter Berlin, Niedersachsen und Hessen.

Razzia gegen Al-Zein-Clan in NRW: Die Vorwürfe

Aus Ermittlerkreisen hieß es, dass geleaste Autos unterschlagen und mit neuen Kennzeichen versehen verkauft worden sein sollen. In einem zweiten Ermittlungskomplex geht es um Betrug mit Corona-Soforthilfen. Beide Verfahren überschneiden sich anscheinend. Die Federführung liegt beim Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen.

Düsseldorf: Staatsanwalt fordert für Clan-Chef sechs Jahre Haft

Zurzeit stehen Angehörige in Düsseldorf vor Gericht, deren Villa in Leverkusen mit Geldern vom Jobcenter bezahlt worden sein soll. Der Staatsanwalt hatte vor wenigen Tagen für den Clan-Chef eine Haftstrafe von sechs Jahre gefordert. Die Urteile sollen am 22. Dezember gesprochen werden.

dpa