Jogginghose
Foto: Ole Spata/dpa

Jeder kennt folgendes Zitat von Karl Lagerfeld: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Dennoch hat sich die Jogginghose immer mehr im Alltagsleben etabliert. Einem Café-Betreiber in Mülheim reicht das jetzt aber.

In der Mülheimer Innenstadt ist das Café Leonardo beheimatet. Zugegebenermaßen ist Mülheim wahrlich keine Metropole, dennoch blicken aktuell viele Menschen dorthin. Grund dafür ist ein Verbot, das für viel Gesprächsstoff wird.

Denn im Café Leonardo ist das Tragen von Jogginghosen verboten. Darauf haben die Betreiber in dieser Woche auf Facebook hingewiesen. „Es ist eine Herzensangelegenheit unserer Gäste und Besucher“, heißt es in dem Post.

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Ein Indikator, dass es viel Gesprächsstoff gibt, ist bei Facebook, wenn es bei einem Post mehr Kommentare als Likes bzw. Reaktionen gibt. So ist es auch beim Post des Café Leonardo.

Die Reaktionen liegen irgendwo zwischen Positivem wie „Sehr gut. Endlich traut sich mal jemand, das auszusprechen“ und „mutige Entscheidung“ und Kritik wie „Kollege, du bist in Mülheim und nicht Saint Tropez“ oder „oberflächliche Schnösel“.

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Es geht durchaus hitzig zu. Aber wie argumentieren die Betreiber überhaupt? Dem WDR erklärte Gastronom Noel Endemann, dass die Jogginghosen Überhand genommen hätten – deswegen der Post. „Ich weiß nicht, ob die Menschen im Lockdown lockerer geworden sind, weil sie nicht arbeiten konnten und dadurch auch entspannter im Stil geworden sind“. Ausgenommen von dem Verbot sind übrigens Menschen, die solche Hosen aus medizinischen Gründen tragen müssen.

Auch Muskelshirts sind im Café Leonoardo übrigens ein „No-Go“, erklärte Endemann. Bereits im Jahr 2019 hatte es einen ähnlichen Aufruf des Café Leonardo gegeben –ausgerechnet in dem Jahr, in dem der Mensch mit der vielleicht größten Jogginghosen-Antipathie, Karl Lagerfeld, verstarb.

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