Mord von Ukrainer an Russen in NRW? Polizei stellt klar, dass kursierendes Video ein Fake ist

Ein Video macht die Runde und dazu das Gerücht, dass hier ein Mord eines Ukrainers an einem Russen zu sehen ist. Fake! Das sagt die Polizei.
Polizeibus
Ein blau-weißer Polizeibus. Foto: Shutterstock.com / Birgit Reitz-Hofmann
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Ein blau-weißer Polizeibus. Foto: Shutterstock.com / Birgit Reitz-Hofmann

Die Polizei hat vor der Verbreitung eines „Fake-Videos“ im Netz gewarnt, in dem es um ein angebliches Verbrechen durch Ukrainer in Nordrhein-Westfalen (NRW) geht. „Über das Internet wird derzeit ein Video verbreitet, in dem von einem Überfall auf einen 16-jährigen Jugendlichen im Bereich Euskirchen berichtet wird.

Angeblich sei dieser von einer Gruppe Ukrainer zu Tode geprügelt worden“, teilte die Bonner Polizei am Sonntagabend auf Twitter mit. Weiter heißt es: „Die Experten gehen derzeit davon aus, dass es sich um ein absichtliches „Fake-Video“ handelt, das Hass schüren soll. Wir bitten, dieses Video nicht weiter zu verbreiten (…).“

 

In dem Clip ist eine Frau zu sehen. Sie berichtet auf Russisch davon, dass sie von einer Freundin von dem angeblichen Vorfall am Bahnhof von Euskirchen gehört habe. „Der für Kapitalverbrechen im Bereich Euskirchen zuständigen Polizei Bonn liegen keinerlei Informationen über einen solchen gewalttätigen Übergriff oder gar über einen Todesfall vor“, teilte die Polizei weiter mit. „Der Staatsschutz der Polizei Bonn hat die Ermittlungen aufgenommen.“

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dpa