Massenunfall auf A2 bei Gütersloh: viel Glück im Unglück – vier Schwerverletzte

Weil er einen Sattelzug touchierte, ist ein Wagen mit zwei Insassen quer über die Autobahn 2 geschleudert. Die Folgen waren noch weitreichender: weitere Autos krachten in die Unfallstelle.
Rettungswagen Krankenwagen
Ein Rettungswagen im Einsatz. Foto: Marcel Kusch/dpa
Rettungswagen Krankenwagen
Ein Rettungswagen im Einsatz. Foto: Marcel Kusch/dpa

Am späten Freitagabend kam es auf der Autobahn 2 bei Verl (NRW) im Kreis Gütersloh zu einer Massenkarambolage. Insgesamt neun Fahrzeuge waren am Ende in den Unfall involviert. Ausgelöst hatte den Crash ein 24 Jahre alter Fahrer, wie die Polizei inzwischen berichtet. Bei den Kollisionen waren den Angaben nach vier Personen schwer und mehrere Personen leicht verletzt worden. Die Schwerverletzten saßen demnach in zwei Fahrzeugen, die frontal zusammengeprallt waren, darunter das des 24-Jährigen.

Er war am Freitagabend aus noch unbekannter Ursache mit einem Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen kollidiert. Beide Fahrzeuge waren in Richtung Dortmund unterwegs. Der Pkw prallte ab, schleuderte über die gesamte Fahrbahn und gegen die Mittelleitplanke, wo er sich drehte und zum Stehen kam. Ein nachfolgender Wagen konnte dem plötzlichen Hindernis auf der Überholspur nicht mehr ausweichen und fuhr frontal auf.

Durch die Wucht des Aufpralls habe sich das Auto des 24-Jährigen auf das Dach gedreht, der Motorblock sei herausgerissen worden. Dennoch erlitt der Fahrer nur leichte Verletzungen, seine Beifahrerin wurde jedoch schwer verletzt. In dem anderen beteiligten Wagen wurden ein Paar und ein 13 Jahre altes Kind schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.

In der Folge des schweren Unfalls krachten sechs weitere Fahrzeuge auf einer Strecke von einem halben Kilometer ineinander. Dabei wurden weitere Menschen leicht verletzt. Die Autobahn 2 blieb bis zum frühen Morgen gesperrt, dann wurden die Fahrspuren wieder frei gegeben. Den Schaden bezifferte die Polizei auf geschätzte 90 000 Euro.

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dpa