Krefelder tappt in Falle von Pädophilen-Jäger – er gab sich als Mädchen (12) aus

Ein Fake-Profil hat einen 29-Jährigen überführt – er wollte sich mit einem jungen Mädchen treffen. Nun wurde er verurteilt.
Pädophiler vor Gericht verurteilt
Prozess in Krefeld, ein 29-Jähriger vor Gericht. Foto: Roland Weihrauch/dpa -
Pädophiler vor Gericht verurteilt
Prozess in Krefeld, ein 29-Jähriger vor Gericht. Foto: Roland Weihrauch/dpa -

Auf eine nicht alltägliche Art und Weise hat ein Mann einen 29-Jährigen zur Selbstanzeige gebracht. Er gab sich online als zwölfjähriges Mädchen aus und wurde dann auf einem Portal von dem Krefelder, der nun auch vor Gericht verurteilt wurde, angeschrieben – mit dem Versuch, ein Treffen zu organisieren. Der Täter wurde nun verurteilt. Ihm wurde in der NRW-Stadt wegen Besitzes von Kinderpornografie und versuchten Kindermissbrauchs der Prozess gemacht.

Wie „Bild“ berichtet, war es die Absicht des Mannes, pädophile Männer durch sein Fake-Profil zu überführen. Schnell wurde ein Krefelder auf die Profil der 12 Jahre alten „Linda“ aufmerksam, als die sich der Mann ausgab. Wenig später begann der Täter, Fotos seines Genitals zu verschicken. Darüber hinaus versuchte er, „Linda“ von einem Treffen zu überzeugen. Das Geschehen ereignete sich im April 2021.

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Der Krefelder wurde dann damit konfrontiert, dass er in eine Falle tappte: „Linda“ gab sich als erwachsener Mann zu erkennen und stellte ihn zur Wahl. Entweder der 29-Jährige zeigt sich selbst an, alternativ würde er das übernehmen. Daraufhin kam es zur Selbstanzeige des Mannes.

Der Mann galt bis dato laut Ermittleraussagen noch nicht als polizeibekannt. Allerdings wurde dann eine Wohnungsdurchsuchung initiiert. Dabei wurde ein Dutzend Videos entdeckt, die den Missbrauch Minderjähriger zeigen. Im Rahmen des Prozesses erklärte der Richter: „Der Sachverhalt ist klar, der Angeklagte hat die Taten lange vor dem Prozess durch seine Selbstanzeige eingeräumt.“ Der 29-Jährige wurde zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt.

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