Kein „Z“ mehr für das „Zwickelbier“: Bochumer Brauerei entfernt Buchstaben wegen Ukraine-Krieg

Die Diskussion um das "Z" zieht weitere Kreise: Nun will eine Brauerei aus Bochum den rot eingefärbten Buchstaben vom Etikett ihres "Zwickelbieres" entfernen.
Moritz Fiege Zwickelbier
Eine Flasche Zwickelbier der Brauerei Moritz Fiege mit gefülltem Glas. Foto: Brauerei Moritz Fiege/dpa
Moritz Fiege Zwickelbier
Eine Flasche Zwickelbier der Brauerei Moritz Fiege mit gefülltem Glas. Foto: Brauerei Moritz Fiege/dpa

Auch die Bochumer Brauerei Moritz Fiege befürchtet Missverständnisse im Zusammenhang mit dem Logo ihres „Zwickelbieres“: Das rot eingefärbte „Z“ auf dem Etikett sei in Zeiten des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine einfach nicht mehr zeitgemäß.

„Der Buchstabe „Z“ hat durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine eine neue Bedeutung bekommen und wird seit Beginn der Kampfhandlungen als Symbol von der russischen Armee und deren Unterstützern verwendet“, erklärte die Brauerei am Mittwoch. Davon distanziere sich das Unternehmen ausdrücklich.

Die Etiketten würden neu gestaltet. Solange das andauere, würden die Flaschen ohne Bauchetikett ausgeliefert, sagte eine Sprecherin. Zwickelbier ist ein naturtrübes Kellerbier, das die Brauerei seit 2018 anbietet. Das „Z“ steht für „Zwickel“. Das Bier bleibe durch das kleinere Etikett am Flaschenhals erkennbar – allerdings ohne herausgehobenes „Z“, so die Sprecherin. Vorab hatte die „WAZ“ berichtet.

Erst kürzlich hatte ein ähnlicher Fall in der Stadt Düsseldorf für hochgezogene Augenbrauen gesorgt: Die Landeshauptstadt vergibt aktuell keine KfZ-Kennzeichen mehr mit einem alleinstehenden „Z“.

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mit dpa