Karneval: Corona sorgt erneut für Schaden in Milliardenhöhe

Auch 2022 wird Corona im Karneval für wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe sorgen. Der Schaden dürfte sogar noch höher ausfallen als 2021.
Karneval zuhause Laptop
Ein Glas, Konfetti, Luftschlangen und eine Tröte liegen auf einem Laptop. Karneval wird wegen der Corona-Pandemie häufig auch zuhause gefeiert. Foto: Friso Gentsch/dpa
Karneval zuhause Laptop
Ein Glas, Konfetti, Luftschlangen und eine Tröte liegen auf einem Laptop. Karneval wird wegen der Corona-Pandemie häufig auch zuhause gefeiert. Foto: Friso Gentsch/dpa

Wie schon im Vorjahr wird Corona 2022 bei Gastronomen, Hoteliers und Kostümverleihern in den Karnevalshochburgen für wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe sorgen. Und der Schaden dürfte noch höher ausfallen als 2021.

Laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden die Einbußen in diesem Jahr bei 1,62 Milliarden Euro liegen. Im ersten Corona-Jahr 2020 hatten die Experten den wirtschaftlichen Schaden durch den Ausfall der Session bundesweit mit rund 1,5 Milliarden Euro beziffert.

„Karneval kann immer noch nicht so stattfinden wie vor Corona: Die meisten Sitzungen sind abgesagt oder stark eingeschränkt, viele Jecken von außerhalb bleiben den Karnevalshochburgen fern“, erklärten die IW-Experten. Okmikron überlagere die Feierlaune.

Karneval: Gastronomen und Hoteliers haben größte Corona-Ausfälle

Unter normalen Bedingungen hätte die Wirtschaft laut IW mit Getränken, Hotelübernachtungen und Kostümen rund 1,79 Milliarden Euro eingenommen. Dieses Jahr werde nur ein Bruchteil dieser Summe erreicht. Mit über 40 Prozent des Gesamtumsatzes fallen die größten Ausfälle nach Einschätzung des IW wieder bei Gastronomen und Hoteliers an, direkt danach folgen Einzelhändler mit einem Anteil von rund 20 Prozent am Gesamtumsatz. Bei ihnen sind vor allem Kostümverkäufer betroffen. Hinzu kommen Ausfälle im Transportsektor, beim Ticketverkauf und weiteren Dienstleistungen.

Die IW-Experten berücksichtigten in ihrer Studie nicht nur den Kölner Karneval, sondern auch den   Karneval in Düsseldorf und das närrische Treiben in Mainz. Dass die wirtschaftlichen Verluste in diesem Jahr noch höher ausfallen als 2020, hat nach Angaben der Experten vor allem zwei Gründe: Zum einen ist die aktuelle Session mit 111 Tagen deutlich länger als die im Vorjahr. Zum andere wirke sich die Inflation aus.

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dpa