Haltern am See: Windrad bricht kurz vor Einweihung zusammen – Millionenschaden

Kurz vor seiner Einweihung ist ein fast 240 Meter hohes Windrad in der Nähe von Haltern am See eingestürzt. Der Schaden beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro.
Haltern am See Windrad
Reste des Turms einer Windenergieanlage in der Nähe von Haltern am See stehen im Wald. Das fast 240 Meter hohe Windrad ist in sich zusammengestürzt. Foto: Guido Bludau/Foto Bludau/dpa

Ein fast 240 Meter hohes Windrad ist am Mittwochabend in der Nähe von Haltern am See (Nordrhein-Westfalen) eingestürzt. Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, brach das Windrad in etwa 20 Metern Höhe komplett ab.

Den Angaben zufolge meldeten Zeugen den Vorfall. Recht weit unten brach das Windrad ab – nur etwa 20 Meter über dem Boden. Der Turm sackte in sich zusammen und Teile der Flügel krachten in den umliegenden Wald. Beim Einsturz war das Windrad laut Betreiber am Netz. Sehr windig war es der Feuerwehr zufolge nicht. Verletzt wurde niemand.

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Um sich Bild des Trümmerfeldes zu verschaffen, habe die Polizei einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera und die Feuerwehr Drohnen eingesetzt. Die Gründe für das Auseinanderbrechen waren zunächst nicht bekannt. Gutachter der Betreiberfirma versuchten die Ursache in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken zu klären. Die Polizei geht nicht von einer Straftat aus. Ein Augenzeuge habe eine Kollision mit einem Luftfahrzeug ausschließen können.

Die rund zwei Millionen teure Anlage war erst vor einem halben Jahr in Betrieb genommen worden, wegen der Corona-Pandemie verzögerte sich die offizielle Einweihung – sie sollte an diesem Donnerstag gefeiert werden. Das Windrad hatte eine Nabenhöhe von 164 Metern, die Rotorblätter erreichten eine Höhe von bis zu 239 Metern.

dpa