Geheimnis um „Brauer-Gedächtnis-Park“ in Dortmund gelüftet – was dahintersteckt

Der "Brauer-Gedächtnis-Park", eine Verkehrsinsel in Dortmund, ist zum viralen Hit geworden. Nun ist klar, wer dahintersteckt.
Dortmund Brauer-Gedächtnis-Park
Dieses Nashorn steht im "Brauer-Gedächtnis-Park" in Dortmund – der eigentlich eine Verkehrsinsel ist. Foto: Dieter Menne/dpa
Dortmund Brauer-Gedächtnis-Park
Dieses Nashorn steht im "Brauer-Gedächtnis-Park" in Dortmund – der eigentlich eine Verkehrsinsel ist. Foto: Dieter Menne/dpa

Der „Brauer-Gedächtnis-Park“ war in den vergangenen Tagen vor allem in Dortmund in aller Munde. Nun ist das Geheimnis um den Park, der eigentlich eine Verkehrsinsel in der Innenstadt ist, gelüftet.

In der „Süddeutschen Zeitung“ outete sich nun ein junger Kölner Brauer, der von einer „Bierlaune“ schon im Jahr 2017 sprach. Daniel Meyer (25) sagte der „SZ“: „Das waren wir.“ Angehende Brauer aus Nordrhein-Westfalen seien zweimal jährlich für sechs Wochen in Dortmund zusammengekommen, da es dort eine Berufsschule für Brauer gebe. Und damals, 2017, habe seine Klasse im nahe gelegenen Kreisverkehr öfter mal ein Bier getrunken. „In der Ausbildung, da macht man halt so verrückte Sachen. Wir haben uns sogar ein altes Sofa auf die Verkehrsinsel geschleppt.“

Aus einer Bierlaune heraus sei man anschließend auf die Idee gekommen, bei Google Maps den Namen Brauer-Gedächtnis-Park einzutragen. „Dass das erst jetzt, fünf Jahre später, von lokalen Zeitungen bemerkt wurde, das hat uns schon erstaunt.“ Dass die Bezeichnung jetzt angesichts des Medienwirbels bei Google Maps wieder gelöscht sei, sei schade.

Die wenige Meter Durchmesser kleine Verkehrsinsel war zunächst bei Google Maps, dann auch bei anderen Online-Kartenanbietern als Brauer-Gedächtnis-Park aufgeführt worden. Aber niemand wusste, woher der Eintrag kam. Auch die Stadt Dortmund nicht: Sie hatte noch am Mittwoch auf dpa-Anfrage gesagt, der Eintrag stamme wohl von einem Google-Nutzer, der sich einen Scherz erlaubt habe. Es handele sich definitiv nicht um einen Park zum Verweilen, sondern nur um eine begrünte Verkehrsfläche. Dort stehen ein einsames Bäumchen und ein rotes Nashorn zu Werbezwecken für einen Lokalsender – beides umgeben von ein paar Sträuchern und Gestrüpp.

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dpa