Gefälschte Impfpässe in Krefeld aufgetaucht – Rechtschreibfehler entlarvten sie

In Krefeld wurden vergangene Woche mehrere Wohnungen wegen gefälschter Impfpässe durchsucht. Rechtschreibfehler weisen auf Fälschungen hin.
gefälschte Impfpässe
Sichergestellte Impfpässe Foto: Polizei Köln
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Sichergestellte Impfpässe Foto: Polizei Köln

In Krefeld (NRW) laufen aktuell 93 Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe, die sich seit Dezember angehäuft haben. In der vergangenen Woche wurden deshalb mehrere Wohnungen durchsucht, wie „Bild“ schreibt. Insgesamt sieben Wohnungen sowie ein Ladenlokal in Krefeld wurden von den Beamten unter die Lupe genommen, zusätzlich eine weitere Wohnung in Kempen.

Dabei konnte die Polizei erneut gefälschte Impfausweise sicherstellen, auch etliche Datenträger wurden von den Beamten zur näheren Auswertung mitgenommen. Tatsächlich sind viele der Fälschungen auffällig, wenn man nur genau hinschaut. Denn viele der gefälschten Impfpässe sind mit Rechtschreibfehlern übersäht.

Mal ist es ein „S“ zuviel, mal stimmt die Groß- und Kleinschreibung nicht, oder es werden Kommata vergessen. Durch diese Fehler fielen die falschen Impfpässe sofort auf. Festgenommen wurde bislang aber noch niemand. Auffällig ist jedoch, dass das Klientel, welches damit handelt oder darauf zurückgreift, aus der „bürgerlichen Mitte“ kommt, wie es heißt. Daher waren es vor allem Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der gefälschten Pässe führten.

Wer mit einem gefälschten Ausweis auffliegt, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Meist einigt man sich aber auf einen Strafzettel in Höhe von 250 Euro.

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