Explosions-Serie in NRW: Mehrere Geldautomaten gesprengt – Täter auf der Flucht

Sprengungen in verschiedenen NRW-Städten und die Täter sind auf der Flucht – drei Geldautomaten waren im Visier der Kriminellen.
In NRW wurden mehrere Geldautomaten gesprengt, unter anderem hier in Meerbusch-Osterath. Foto: David Young/dpa

In der Nacht zum Dienstag haben unbekannte Täter drei Geldautomaten in Köln, Meerbusch (Kreis Neuss) und Recklinghausen gesprengt. Im Kölner Stadtteil Brück hatten Anwohner kurz vor 3.00 Uhr eine Explosion in einer Bankfiliale in einem Mehrfamilienhaus gemeldet. Dabei sei das Gebäude erheblich beschädigt worden, teilte die Polizei am Morgen mit.

Die Täter hätten Bargeld in zunächst unbekannter Höhe erbeutet. Die Polizei suche dabei nach drei Unbekannten, die mit einem schwarzen Auto mit einem Kennzeichen mit der Ortskennung GL für den Rheinisch-Bergischen Kreis inklusive der Stadt Bergisch Gladbach geflüchtet sein sollen.

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Täter zogen offenbar von Stadt zu Stadt und sprengten weiter

In Meerbusch detonierte am Morgen gegen 4.40 Uhr ein Geldautomat im Selbstbedienungscenter einer Bank. Hier sollen es dann laut Zeugenaussagen zwei Täter gewesen sein, die in einem wartenden Fahrzeug geflohen seien, das von einem Dritten gefahren wurde. Auch hier stand die Höhe der Beute noch nicht fest. Der Vorraum sei durch die Sprengung schwer beschädigt, ein angrenzendes Reisebüro leicht demoliert worden. Das dunkle Fluchtfahrzeug habe ein Viersener Kennzeichen (VIE) gehabt. Zeugen werden gesucht.

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Gegen 3.00 Uhr wurde dann in Recklinghausen ein weiterer Geldautomat in einer Bankfiliale gesprengt. Die Filiale wurde dabei stark, das angrenzenden Wohnhaus leicht beschädigt. Die Polizei geht laut Mitteilung vom Nachmittag von insgesamt drei Tätern aus, die Geld in unbekannter Höhe erbeuteten und in einem dunklen Kombi flüchteten. Verletzt wurden allerdings niemand. Ein geparktes Auto wurde durch herumfliegende Teile beschädigt. Auch in diesem Fall blieb jedoch die Fahndung nach den Tätern, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, bislang erfolglos.

dpa