Auto stürzt aus Parkhaus in die Tiefe – Insassen (19, 16) tot

In Essen ist am Ostersonntag ein Auto aus der obersten Etage eines Parkhauses gestürzt. Die beiden Insassen (19, 16) starben.
Essen Auto Sturz Parkhaus
Das Wrack eines Autos liegt neben dem Parkhaus in Essen, aus dessen oberster Etage es am Ostersonntag gestürzt ist. Foto: Markus Gayk/TNN/dpa
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Das Wrack eines Autos liegt neben dem Parkhaus in Essen, aus dessen oberster Etage es am Ostersonntag gestürzt ist. Foto: Markus Gayk/TNN/dpa

Die Polizei hat mit neongelber Farbe Spuren auf dem obersten Parkdeck nachgezogen, sie führen in einem Bogen direkt an den Abgrund: Zwei junge Männer sind am Ostersonntag in Essen gegen 19.20 Uhr mit einem Auto aus der obersten Etage des Parkhauses im Stadtteil Borbeck gestürzt und ums Leben gekommen. Der Wagen sei 15 Meter in die Tiefe gefallen und auf dem Gehweg auf der Fahrerseite zum Liegen gekommen, teilte die Feuerwehr am späten Sonntagabend mit.

Die Rettungskräfte entfernten laut Feuerwehr mit hydraulischem Gerät Teile des Fahrzeugdachs und fanden in dem „total deformierten Fahrzeug“ zwei nicht ansprechbare junge Männer. Sie waren 16 und 19 Jahre alt. Der 19-Jährige soll in der Nähe gewohnt haben. Der 16-Jährige war im gut 20 Kilometer entfernten Herne gemeldet.

Wer von den beiden am Steuer saß, konnte die Polizei zunächst noch nicht sagen. Auch ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren, ist noch nicht offiziell bekannt. Dies sei „Teil der laufenden Ermittlungen“, so ein Sprecher am späten Sonntagabend.

Essen: Driften Ursache für Parkhaus-Unfall?

Wie „Bild“ mit Bezug auf Anwohner berichtete, soll auf dem Parkdeck immer wieder „gedriftet“ worden sein. Also das bewusste Übersteuern von Autos, bei dem zum Beispiel das Heck ausbricht. Nach Zeugenaussagen und Spuren auf dem obersten Parkdeck gehe man dem Verdacht nach, dass dort Fahrmanöver stattgefunden haben könnten, die zu dem Unfall geführt haben, sagte ein Polizeisprecher der dpa.

Die verunglückten jungen Männer seien unter laufender Reanimation in eine Klinik gebracht worden, dort habe nur noch der Tod festgestellt werden können, teilte die Feuerwehr mit. Augenzeugen und Familienmitglieder, die zur Unfallstelle gekommen waren, wurden notfallseelsorgerisch betreut. Eine Frau kollabierte, musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, zudem waren vier Notärzte im Einsatz.

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dpa