Nach dem Tankrabatt in NRW: Lohnt es sich in den Niederlanden, in Belgien oder Luxemburg zu tanken?

Der Tankrabatt ist seit dem 1. September ausgelaufen. Lohnt sich das Tanken in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg ab September?
Jet-Tankstelle
Die aktuellen Preise an einer Jet-Tankstelle. Foto: Thomas Frey/dpa
Jet-Tankstelle
Die aktuellen Preise an einer Jet-Tankstelle. Foto: Thomas Frey/dpa

Seit dem 1. September ist der Tankrabatt ausgelaufen. Vorab hatten schon mehrere Tankstellen die Preise angezogen. Aktuell kostet der Liter Benzin nur knapp unter zwei Euro. Kein Wunder, dass viele Menschen in den Grenzregionen darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, bei unseren westlichen Nachbarn zu tanken.

Ungeachtet vom Tankrabatt war der Tankpreis laut ADAC generell deutlich zu hoch, selbst mit der Senkung des Benzinpreises. Auch das Kartellamt urteilte, dass die Verbraucher von der Mineralölindustrie über den Tisch gezogen wurden und deren Gewinne finanzierte. Und seit September steigen die Preise gleich noch mehr an.

Tankrabatt in NRW beendet: Drei Szenarien waren ab September möglich

Zum Ende des Tankrabatts wurden drei Szenarien skizziert, die eintreffen konnten. Zum einen konnte der Tankrabatt glatt entfallen und somit wurden die rund 35 Cent einfach wieder auf den Tankpreis aufgeschlagen. Damit wäre der Liter Benzin wieder bei zwei Euro. Möglich gewesen wäre auch, dass die Preise sogar noch ein wenig mehr angezogen hätten. Das hieße, der Liter Benzin liege dann bei ca. 2,15 Euro, Diesel soll knapp unter dem Preis bleiben.

Am Ende kam es dann auch genau so, wie jetzt festgestellt wurde. So hat das Statistische Bundesamt festgestellt, dass am 5. September der Preis durchschnittlich bei 2,16 Euro für einen Liter Diesel lag. Als letztes Szenario hätten die Tankpreise noch deutlich höher ausfallen können. Der Liter Benzin wäre demnach auf über 2,20 Euro gestiegen, der Liter Diesel läge nur knapp darunter. Wirklich weit entfernt ist man von diesen Werten aber nicht gewesen.

Mit dem Tankrabatt, der sich dann mit einiger Verzögerung noch eingestellt hatte, lagen die Preise zum Ende des Rabatts zumindest deutlich unter zwei Euro. So war der Spritpreis laut ADAC Mitte August bei einem Liter Super E10 bei rund 1,70 Euro, für Diesel lag er bei rund 1,90 Euro. Ab dem 1. September wurden dann aber wieder die vollen 65 Cent an Energiesteuer pro Liter Benzin erhoben werden und nicht wie zuletzt „nur“ 36 Cent. Gleiches galt für Diesel, der dann wieder 47 Cent Energiesteuer extra kostete und nicht 33 Cent.

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So sehen die Spritpreise in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg aus

Wie aber sieht der Spritpreis an der Grenze aus? Lohnt es sich, in den Niederlanden, in Belgien oder in Luxemburg zu tanken? Das kommt tatsächlich ganz darauf an, wie viel in Deutschland auf den Spritpreis aufgeschlagen wird. Denn zum 12. September sahen die Preise in den Nachbarländern wie folgt aus:

Niederlande:

  • Ein Liter Super: 2,01 Euro
  • Ein Liter Diesel: 2,05 Euro

Belgien:

  • Ein Liter Super: 1,69 Euro
  • Ein Liter Diesel: 2,02 Euro

Luxemburg:

  • Ein Liter Super: 1,58 Euro
  • Ein Liter Diesel: 1,87 Euro

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Lohnt es sich in den Nachbarländern zu tanken?

In den Niederlanden galt dabei ebenso wie in Deutschland ein Tankrabatt, der aber noch bis Ende des Jahres laufen soll und bereits seit dem 1. April in Kraft getreten ist. Derzeit ist der Sprit in den Niederlanden aktuell günstiger als in Deutschland. Tanken in den Niederlanden lohnt sich also aktuell für NRW-Bürger, die grenznah wohnen.

In Belgien sieht die Sache deutlich klarer aus. Hier ist der Sprit, sofern er nicht Diesel ist, enorm günstiger, teilweise über 40 Cent. Das hat sich bereits während des Tankrabatts angekündigt, denn in Belgien war der Kraftstoff selbst mit deutschem Tankrabatt noch günstiger.

Wer im Süden NRWs nur einen Katzensprung bis nach Luxemburg hat, für den lohnt es sich seit dem 1. September richtig. Denn dort ist der Preis sowohl für Benzin als auch Diesel enorm günstiger.