Beinahe-Katastrophe in Neuss: Qualmender 25-Meter-Baum muss gesprengt werden

Ein qualmender Baum, von dem große Teile abbrechen – in Neuss wäre es fast zur Katastrophe gekommen. Sprengstoff musste her!
Gesprengter Baum in Neuss
Ein 25 Meter hoher Baum musste in Neuss gesprengt werden. Foto: Polizei Neuss
Gesprengter Baum in Neuss
Ein 25 Meter hoher Baum musste in Neuss gesprengt werden. Foto: Polizei Neuss

Großalarm für die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk in Neuss am Fronleichnams-Feiertag. Gegen 11 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, weil ein 25-Meter-Baum im Stadtteil Reuschenberg beunruhigend stark qualmte. Daraus wurde ein mehrstündiger Einsatz, bei dem der Baum letztlich gesprengt werden musste.

Es dürfte ein befremdlicher Anblick für die Anwohner in Neuss gewesen sein, als sie vor einem 25 Meter hohen Baum standen und der über seine gesamte Länge glomm und qualmte. Der erste Reflex der Menschen war es, die Feuerwehr zu verständigen. Wiederum der erste Reflex der Feuerwehr war es, den offensichtlichen Brand löschen zu wollen.

Versuch, Baum zu löschen, bringt Feuerwehrleute in Gefahr

Allerdings wäre es dabei fast zur Katastrophe gekommen. Denn bei den Löschversuchen wurde der Baum offenbar instabil und ein großes Stück brauch auseinander. Beinahe wäre Einsatzkräfte von diesem Stück getroffen worden. Daraufhin entschloss sich die Feuerwehr, den Löschversuch einzustellen.

>> Video: Polizist riskiert sein Leben und verhindert Zug-Katastrophe im letzten Moment <<

Was tun? Fahrzeuge mit Drehleitern kommen nicht auf das entsprechende Waldstück, dafür sind die Wege vor Ort nicht ausgelegt. Hätten die Feuerwehrleute eine Kettensäge benutzt, um den Baum abzusägen, hätten sie sich wiederum damit selbst in Gefahr gebracht. Es musste also Unterstützung her – das Technische Hilfswerk wurde gerufen.

Anwohner wurden dann durch die Warn-App Nina informiert – denn es kam zu der Entscheidung, den 25-Meter-Baum zu sprengen. Dafür haben die zuständigen Einsatzkräfte Sprengstoff rund um den Baum angebracht und das Umfeld mit Sandsäcken geschützt. Kurz vor 18 Uhr, also fast sieben Stunden nach dem ersten Alarm, kam es dann zur Sprengung des Baumes.

>> Brandserie in Köln-Porz: War der Täter selbst ein Feuerwehrmann? <<

Nachdem der Löschversuch fast zur Katastrophe führte und die Einsatzkräfte in Gefahr brachte, lief dann bei der Sprengung alles wie geplant. Der 25 Meter hohe Baum kam zu Fall – anschließend konnte er zerkleinert, gelöscht und abgetragen werden. Die Glutnester – wegen der es überhaupt zum Qualm kam – lagen übrigens in der Wurzel des Baumes. Wie es zu dem Brand kam, ist allerdings noch unklar – die Ermittlungen dazu hat die Polizei Neuss nun aufgenommen.