Asylbewerber fordert Einzelzimmer – als er 3G zeigen muss, spritzt er mit Benzin um sich

Weil ein Flüchtling die Verwaltung der Stadt Dormagen wegen eines fehlenden 3G-Nachweises verlassen musste, verlor er die Kontrolle: Er bespritzte die Angestellten und sich selbst mit Benzin und drohte mit spontaner Anzündung.
Kanister Benzin
Ein Benzinkanister. Foto: AleSalM/shutterstock

Nach der Aufforderung, die Stadtverwaltung in Dormagen bei Köln wegen eines fehlenden 3G-Nachweises zu verlassen, hat ein 28-jähriger Mann drei Mitarbeiterinnen und sich selbst mit Benzin bespritzt. Anschließend habe er ein Feuerzeug hervorgeholt und es drohend in Richtung der Mitarbeiterinnen gehalten, teilte die Polizei in Neuss am Freitag mit.

Demnach überwältigten weitere Angestellte der Stadtverwaltung Dormagen den Mann am Donnerstag und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die drei Frauen erlitten der Polizei zufolge leichte Augen- und Atemwegsreizungen.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann zuvor einen Brief bei der Verwaltung abgegeben, in dem der Asylbewerber ein Einzelzimmer forderte. Anschließend sei er aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen, worauf er eine Plastikflasche mit dem Benzin hervorgeholt habe. Insgesamt habe er etwa einen Liter Benzin in dem Büro verteilt. Der 28-Jährige wurde von der Polizei in eine Psychiatrie gebracht. Ihm wurde wegen des Verdachts auf Drogenkonsum eine Blutprobe entnommen.

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dpa