20-Zentner-Bombe: Evakuierung in Oberhausen und Duisburg abgeschlossen

Wegen einer 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten heute mehr als 4000 Menschen in Oberhausen und Duisburg ihre Wohnung verlassen. Einige Personen weigerten sich, hier musste die Polizei durchgreifen.
Ein Bagger bereitet ein rund acht Meter tiefes Loch für die Sprengung einer Weltkriegsbombe vor. Eine Entschärfung des 20 Zentner schweren Relikts aus dem Zweiten Weltkrieg war nicht möglich. Der Blindgänger soll dann nach Angaben der Stadt am Donnerstagnachmittag (13. Oktober 2022) kontrolliert gesprengt werden. Foto: -/Feuerwehr Oberhausen/dpa
Ein Bagger bereitet ein rund acht Meter tiefes Loch für die Sprengung einer Weltkriegsbombe vor. Eine Entschärfung des 20 Zentner schweren Relikts aus dem Zweiten Weltkrieg war nicht möglich. Der Blindgänger soll dann nach Angaben der Stadt am Donnerstagnachmittag (13. Oktober 2022) kontrolliert gesprengt werden. Foto: -/Feuerwehr Oberhausen/dpa

In Oberhausen und Duisburg ist die Evakuierung von mehr als 4000 Menschen abgeschlossen. Sie mussten ihre Häuser im Sicherheitsradius von 1000 Metern verlassen, weil am Nachmittag eine 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt werden sollte. Eine Entschärfung der in der Nähe der Emscher im Oberhausener Stadtteil Holten gefundenen Bombe vor Ort war nach Angaben der Stadt nicht möglich, weil dann der Emscherdeich beschädigt worden wäre.

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„Aktuell haben alle betroffenen Personen den Evakuierungsbereich verlassen. Der Städtische Außendienst führt nun noch letzte Kontrollen des Evakuierungsbereiches durch. Es müssen allerdings noch die letzten Krankentransporte durchgeführt werden“, teilte Stadtsprecher Martin Berger am Mittag mit. „Es gab leider auch mehrere Personen, die sich weigerten, die Gefahrenzone zu verlassen.“ Dort musste die Polizei eingreifen.

Insgesamt seien 14 Krankentransporte von Personen beantragt worden, die ihre Wohnung nicht selbstständig verlassen konnten. Insgesamt 107 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren damit beschäftigt, die Transporte durchzuführen.

Auch alle Sperrungen waren von 13.00 Uhr an aktiv, so dass der Blindgänger nun in ein acht Meter tiefes Loch gebracht werden kann. Dort soll er am Nachmittag kontrolliert gesprengt werden. Zuvor wird die Bombe mit drei großen Wasserkissen von je 24 000 Litern und mehreren Tonnen Sand bedeckt.

dpa