Hühnerpipi, Hornhautfeilen und Boobiealarm bei Germany's Next Topmodel

Beim Unterwasser-Shooting geht es rund

Hühnerpipi, Hornhautfeilen und Boobiealarm bei Germany's Next Topmodel: Beim Unterwasser-Shooting geht es rund Hühnerpipi, Hornhautfeilen und Boobiealarm bei Germany's Next Topmodel: Beim Unterwasser-Shooting geht es rund Foto: Pablo Garcia Saldaña

Langsam muss man es wirklich einsehen. 2015 ist kein gutes Jahr für das deutsche Trash-TV. Nachdem sich die zwei Dschungelwochen Anfang des Jahres bereits qualvoll in die Länge gezogen haben, verlaufen die drei Stunden GNTM pro Woche ebenfalls äußerst schleppend. Selbst Wolfgang Joop, der normalerweise keine Gelegenheit auslässt, seine schlaffen Backen in die Kamera zu halten, hat langsam keinen Bock mehr und ließ sich diese Woche kein einziges Mal blicken. Dabei gab es von Hühnerpipi über Nippelalarm bis hin zu "Erica-Bashing" eigentlich einiges an Potential!

Hühnerpipi auf Bauernsachen

Ein Highlight ganz zu Anfang ist wie immer die wunderbar klangvolle Rubrik "Welt von Topmodel". Zum internationalen Top-Casting nach Mailand dürfen diese Woche Darya, Lisa und Varisa. Lisa leistet sich schon in der ersten Szene einen unglaublichen Fauxpas: Sie bezeichnet das Casting doch tatsächlich als "Vorstellungsgespräch". Hat ihr "Amazing"-Thomas Hayo denn gar nichts beigebracht? Darya schüttelt es bei diesem uncoolen Wort so richtig und sie weist die Muttersprachen-Fanatikerin Lisa sofort in ihre Schranken. Die wird beim Casting dann auch direkt von einem Huhn angepinkelt. Das kommt davon! Strafe muss schließlich sein. Den Job bekommt sie nicht. Darya allerdings auch nicht, nachdem sie die exquisite italienische Mode vor der Casting-Direktorin als "Bauernsachen" bezeichnet. Die sind aber auch immer empfindlich, diese Modeleute!

Die Daheimgebliebenen dürfen derweil bei einer Improvisations-Comedy-Show glänzen. Und mit glänzen meinen wir versagen, denn die kleinen Scheißerchen sind etwa so lustig wie ein hartnäckiger Lippenherpes und der Englisch-Unterricht an deutschen Grundschulen scheint auch nicht so richtig Früchte zu tragen. Nur Heidi, der kleine Spaßvogel ist mal wieder total sympathisch und nimmt sich selbst wegen ihrer ulkigen Piepsstimme aufs Korn. So viel Selbstironie, einfach klasse! Ein paar der Mädchen sind von ihrer überragenden Performance aber so überzeugt, dass sie verkünden, in Zukunft eine Schauspielkarriere anzustreben. Wir dürfen uns also schon bald auf viele neue Gesichter bei den Trovatos freuen!

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Beim Shooting wird geplanscht

Die größte Challenge der Woche ist dieses Mal das gefürchtete Unterwasser-Shooting. Dafür bekommen die kleinen Wasserratten den Auftrag, sich erstmal "von Kopf bis Fuß schön zu machen". Da der neue Werbepartner von GNTM scheinbar ein Fußpflegehersteller ist, wird besonders der Pediküre große Aufmerksamkeit geschenkt. Denn wer wollte schließlich nicht schon immer in Großaufnahme miterleben, wie Hornhaut energisch abgeschrubbt wird und dann langsam zu Boden rieselt, wie gelbe Zehennägel abgeknipst werden und durch den Raum springen und Hühneräuglein fachmännisch herausgepult werden. Da bekommt man gleich selbst Lust, sich mal wieder ausgiebig die Schorfstellen von den Hacken zu feilen. Werbemission erfüllt!

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Mit frisch enthornten Füßen geht es dann schnurstracks hinein in den Wasserkasten. Während im Vorfeld alle lauthals plärren, dass sie kein Wasser in ihre Näschen bekommen möchten, läuft das Shooting für für den Zuschauer enttäuschend gut. Nur Erica, die auf der Beliebtheitsskala der übrigen Kandidatinnen mittlerweile irgendwo zwischen Fußpilz und Kopfläusen hin und her taumelt, muss sich wieder anstellen. Sie bekommt beim Tauchen Wasser in die Lunge und muss etwas husten. Heidi ist von so viel Unprofessionalität entsetzt: "Bei der ist auch immer irgendwas. So benimmt sich kein Model!" Ganz im Ernst, mit so starken Überlebensreflexen kommt man im Modelbusiness nun wirklich nicht weiter! Nur eine kann schließlich Germany’s Next Topmodel werden. Nur eine bekommt einen langjährigen Knebelvertrag mit Heidi Klums Papa und nur eine kriegt das Auto, mit dem sie fahren darf, wenn sie irgendwann mal groß ist und einen Führerschein hat. Wer da wegen ein bisschen Wasser in der Lunge so einen Aufstand macht, hat wohl den Ernst der Lage noch nicht begriffen.

Auch Darya kann im Tauch-Shooting nicht überzeugen. Heidi versucht aber wie immer bemüht, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen: "Kennst du das, wenn jemand die Luft unter Wasser anhält? So sieht das grad in deinem Gesicht aus." Also Darya, nächstes Mal vielleicht einfach ganz normal weiter atmen. Nach ein paar Minuten hektischem Rumzappeln ist dein Gesicht dann auf jeden Fall richtig schön entspannt. Ansonsten läuft das Shooting bis auf einen kleinen "Boobiealaaaaaarm!!" bei Sandy sehr ereignislos ab.

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Entscheidung ohne Zombie-Joop

Für den Entscheidungswalk gibt es diese Woche eine ganz besondere Challenge. Die Mädels müssen sich gegenseitig stylen und eigenständig irgendwelche Outfits kreieren. Schnell wird deutlich, dass die meisten Kandidatinnen noch nicht von der "Bravo-Phase" in die "Vogue-Ära" übergetreten sind. Das fällt auch Gastjurorin Erin Wasson auf, die Wolle Joop heute würdig vertritt. Der ist nämlich angeblich krank. Für Erica ist es diese Woche dann übrigens vorbei mit dem Topmodel-Spaß. Die darf jetzt nach Hause fahren, ihre lila Haare überfärben und sich mal richtig aushusten. Wir wünschen dabei viel Spaß!