Vanessa Fuchs wird Germany’s Next Topmodel 2015

Stell dir vor, es ist Finale und keiner geht hin

Vanessa Fuchs wird Germany’s Next Topmodel 2015: Stell dir vor, es ist Finale und keiner geht hin Vanessa Fuchs wird Germany’s Next Topmodel 2015: Stell dir vor, es ist Finale und keiner geht hin Foto: Pablo Garcia Saldaña

Zwei Wochen lang mussten wir nach dem abgebrochenen Bomben-Finale von GNTM auf eine Neuauflage warten. Gestern war es dann endlich soweit. Um neuartigen Anschlagsversuchen vorzubeugen, wurde die Show dieses Mal nicht live gesendet, sondern vorher aufgezeichnet – und das sicherheitshalber im gemütlichen New York und nicht im hardcore-kriminellen Ghetto-Mannheim. Als weitere Sicherheitsvorkehrung war die Sendung dann auch noch so unglaublich öde, dass potentielle Attentäter nach spätestens 40 Minuten gähnend in ihrem weißen Verbrecher-Van zusammengesackt sind und vergessen haben, das Knöpfchen zu drücken. Wer genug Vodka-Red Bull vorrätig hatte, um wach zu bleiben (denn die Zeit, wo man sich das Elend mit einem Sektchen schön trinken konnte, ist nun wirklich vorbei), weiß jetzt, dass Vanessa Fuchs die Gewinnerin der 10. Staffel GNTM ist. Juhuu!

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Erschütterung nach dem Bomben-Finale

„Sowas darf nicht nochmal passieren, dieses Mal machen wir alles anders!“, schien wohl die Ansage des Pro7-Programmleiters für das zweite GNTM-Finale gewesen zu sein. Und daran hielt man sich. Statt 7000 Zuschauern gab es dieses Mal nur 70, statt spektakulärer Live-Acts durfte Wolfgang Joops Zivi zwischen dem Windeln wechseln ein bisschen auf dem Klavier klimpern und statt glitzerndem Pailletten-Anzug kam Nicht-mehr-so-happy-Heidi im schwarzen Fransen-Lappen. Eine spektakukäre Halle anzumieten, hat man sich dieses Mal auch gespart und das ganze einfach in Thomas Hayos umgebauten Sado-Maso-Keller verlegt.

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Die Sendung beginnt schließlich mit einer emotionalen Rekapitulation der dramatischen Ereignisse. Zwischendurch wird das ganze mal mit einem von Steffi Giesingers Snapchat-Flucht-Videos aufgelockert. Die arme Vanessa berichtet traurig, sie hätte die GANZE Welt nicht mehr verstanden und das Finale sei einer der schlimmsten Tage in ihrem Leben gewesen. Arme Vany :-( Gut, dass du jetzt die Leibeigene von Heidi Klum und Pro7 bist, da kommen bestimmt bald ganz viele Tage, die so scheiße sind, dass du die Luschi-Bombendrohung ganz schnell vergisst. Ajsa hingegen hat gedacht, es würde vielleicht ein Raubtier auf die Bühne kommen. Dann war es aber doch nur der Joop. Der übrigens auch sehr viel Angst erleiden musste: „Langsam dämmerte mir, dass vielleicht jemand Amok läuft und hinter mir persönlich her ist!“ Keine Sorge Wolle, der einzige, der noch hinter dir her ist, ist der Mann mit der Sense. Und vielleicht die mit den weißen Jacken.

Party-Flieger und Generalproben-Recycling

Bei Germany’s Next Topmodel bricht Krieg aus: Evil Darya motzt sich ins Halbfinale Bei Germany’s Next Topmodel bricht Krieg aus Evil Darya motzt sich ins Halbfinale Zum Artikel » Als das alles dann schließlich verarbeitet ist, können wir uns endlich wieder dem Hier und Jetzt zuwenden. Familien und Freunde der Finalistinnen Anu, Ajsa und Vanessa sind schließlich nicht umsonst den ganzen Weg nach New York gekommen! Aus Mangel an Sendematerial wird übrigens sogar dieser besagte Weg in aller Ausführlichkeit gezeigt und wir erleben in aufregenden Szenen hautnah mit, wie die ganzen Sippen sich im Flugzeug gröhlend mit Dosenbier besaufen. Um zu beweisen, dass es sich wirklich um das Gefolge der Topmodels handelt und nicht um eine Handball-Mannschaft der Kreisliga B auf dem Weg zum Ballermann, werden zwischendurch spannende Interviews mit den Beteiligten geführt.

Um sich noch mehr Arbeit zu sparen, werden dann einfach Szenen aus der Generalprobe des ersten Finales gesendet. Dass die Interview-Gäste noch ihre Lockenwickler auf dem Kopf haben und ab und zu ein Techniker durchs Bild läuft und ein Kabel abklebt, fällt dem Wald- und Wiesenzuschauer vermutlich gar nicht auf. Und selbst wenn, an solchen Details muss man sich nun wirklich nicht aufhalten. Dann wird auch endlich wieder in Hayos Keller zurückgeschaltet und die Finalistinnen dürfen ihren Candy-Walk präsentieren.

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Die finale Entscheidung!!!

Nach dem ersten Finale hagelte es rege Kritik, weil die arme Vanessa, die von Mama Heidi in einer vorherigen Sendung trotz Größe 34 wegen ihrer speckigen Körpermitte getadelt wurde, als einzige kein bauchfreies Oberteil anziehen durfte. Um zu zeigen, dass das ja alles ganz anders gemeint war, muss die fette Sau ihre Schwabbelwampe jetzt in jeder Szene in die Kamera halten. Beim Candywalk, in dem Ajsa und Anu mit Lollis und Zuckerwatte posieren, gibt es für Fetti-Vanessa dann aber nur ein paar Luftballons. Man muss es ja nicht noch schlimmer machen.

Nach dem Lolli-Walk fliegt unsere liebste Alki-Ajsa dann leider raus. Anu und die dicke Vanessa dürfen nochmal im Glitzerfummel auf und ab gehen und schließlich wird die Entscheidung verkündet – Fetti bekommt den Modelvertrag im Wert von hunderttausend Millionen Milliarden Euro, das Cosmopolitan-Cover und auch sonst noch ganz ganz viel Geld. Und Ruhm und Ehre für immer. Anu bekommt einen herzlichen Händedruck und wird dann noch ein bisschen von Wolle besabbert.

Heidi verabschiedet sich dann schließlich mit den Worten: „Ich freue mich schon drauf, wenn es wieder heißt: ‚Heute hab ich leider kein Foto für dich.‘ Hahahaaa, kleiner Scherz!!“ Nach 20 Minuten ist die ganze Sendung dann auch im Kasten, Heidi kann zurück zu ihrer Spinning-Class gehen und der ganze Pöbel zurück nach Deutschland verfrachtet werden. Oder nach Malle. Wir gehen endlich ins Bett und freuen uns nach diesem nervenaufreibenden Finale schon richtig auf Staffel 11. Hahahaaa, kleiner Scherz!!