Die Anfänge des Master Chief

"Halo - The Fall of Reach": Filmkritik zur Blu-ray

Die Anfänge des Master Chief: "Halo - The Fall of Reach": Filmkritik zur Blu-ray Die Anfänge des Master Chief: "Halo - The Fall of Reach": Filmkritik zur Blu-ray Foto: Microsoft Studios

Die dramatische Geschichte rund um die Anfänge des legendären Master Chiefs: Wir haben „John“ durch die Film-Auskopplung begleitet. Lohnt sich der Titel für Fans?

„Halo – The Fall of Reach“ ist die animierte Umsetzung eines Romans von Eric Nylund, der schon seit den 90ern Jahren zusammen mit Microsoft arbeitet und deren fiktionale Gaming-Stoffe novelistisch adaptiert: Halo ist natürlich sein Zugpferd, aber auch Titel wie „Crimson Skies“ fallen in sein Programm.

Das Buch zu „The Fall of Reach“ erschien bereits 2001 und war als Prequel zum „Ur“-Halo (Combat Evolved) gedacht: John – alias „Master Chief – ist zu Beginn der Geschichte noch ein kleiner, sechsjähriger Junge, der nicht nur über ganz besondere Fertigkeiten verfügt, sondern scheinbar auch das tiefe Bedürfnis verspürt Gleichaltrigen per Kopfnuss die Nase zu brechen.

Aufgelesen wird John schließlich von Dr. Catherine Halsey und Lieutenant Jacob Keyes, die ihn für das SPARTAN-II-Programm aus seinem sozialen Umfeld reißen und einen Klon zurücklassen. Zusammen mit anderen „Kindersoldaten“ muss sich John nun einer gefährlichen und brutalen Ausbildung stellen, um letztendlich als Elite-Soldat „Spartan 117“ zu dem Helden zu werden, den heutzutage jeder Xbox-Fan ins Herz geschlossen hat.

Halo The Fall of Reach (1) - image/jpeg Der Film gibt die Handlung des Buches hervorragend wieder, kürzt jedoch auch einen nicht zu übersehenden Teil der Geschichte heraus: Während die Entstehungsgeschichte der „Spartaner“ beinahe komplett übernommen wurde, merkt man im Laufe des Films öfter, dass einige Stellen fehlen.

Technisch ist der Film leider auf keinem allzu hohen Niveau: Anstelle von epochalen Rendersequenzen müsst ihr euch meist mit hölzernen Animationen, gezeichneten Stillleben als Hintergründen und Detail-armen Charakteren zufrieden geben. Dennoch funktionieren die Gesichter in Hinsicht auf die Wiedergabe von Gefühlen, und die fantastischen Synchronsprecher tun (auch auf Deutsch!) ihr Bestes, um der Erzählung Gefühl zu verleihen.

Allzu viele Extras haben es nicht auf die Blu-ray geschafft: Zwei Trailer und eine wenig spannende „Slideshow“ sind äußerst mickrig. Auch die Filmlänge ist mit nur 64 Minuten äußerst überschaubar, viel Inhalt bietet euch „Halo: The Fall of Reach“ also nicht.

Fazit

Ich persönlich tue mich seit jeher schwer mit der Handlung von Halo: Wo ich in Sachen Spielmechanik immer wieder positiv überrascht wurde, konnte ich mich nie so wirklich mit dem strengen Militär-Apparat, der im Herzen von Halo tickt, anfreunden.

Leider kann auch „Halo: The Fall of Reach“ dieses Problem nicht umgehen: Teils fühlt sich die Geschichte um den jungen John an wie eine schmucklose und äußerst karge Version von Full Metal Jacket, auch der Sci-Fi-Ansatz bleibt blass im Hintergrund.

Halo The Fall of Reach (2) - image/jpeg Kurz: Selbst beinharte Halo-Fans sollten sich den Kauf der Blu-ray zum Vollpreis gut überlegen, denn insgesamt wird hier einfach zu wenig Gehalt für's Geld geboten. Wer die Scheibe irgendwo als Schnäppchen mitnehmen kann, darf sich den Titel aber durchaus mal geben – immerhin ist die Geschichte so gut vertont, dass man die visuellen Schwächen ignorieren kann.

Wer noch nie ein Halo gespielt haben sollte (wow, ihr seid weit gekommen!), der findet hier leider keinen überzeugenden Grund sich weiter mit dem Franchise zu beschäftigen. Unsere Empfehlung für Einsteiger: Besorgt euch besser die „Halo: The Master Chief Collection“ für die Xbox One.

"Halo: Fall of Reach" erhält von uns 2 von 5 Kopfnüssen, 4 von 10 häßlichen Kindersoldaten und 55 von 117 Spartanern.

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