"Germany's next Topmodel"-Finale

Heidi Klum muss mal Pipi und Luisa Hartema gewinnt

"Germany's next Topmodel"-Finale: Heidi Klum muss mal Pipi und Luisa Hartema gewinnt "Germany's next Topmodel"-Finale: Heidi Klum muss mal Pipi und Luisa Hartema gewinnt Foto: dpa, Henning Kaiser
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heidi klum, finale, gntm, feuerwehrschlauch (image/jpeg) "Wooooohoo! Woow! Hiiihiii!" Wer ist diese verrückte Frau mit dem Feuerwehrschlauch und was hat sie mit Heidi Klum gemacht? Die sonst so abgebrühte und professionelle Modelmama war im "Germany's next Topmodel"-Finale nicht wieder zu erkennen: Mit Satzfetzen, leerem Blick und unkontrollierten Körperbewegungen kämpfte sie sich drei Stunden lang als Moderatorin bis zur Entscheidung durch. Hierbei gab sie sich noch nicht einmal Mühe, zu vertuschen, dass Luisa längst als Siegerin fest stand. Wir blicken zurück, verraten den Grund für Heidis Unsicherheit und erzählen euch, was zwischen den dreißig Werbepausen geschah: Nichts.

Keine Moderatorin

Strahlend in jede Kamera lachend, selbstsicher durch den Raum hüpfend und nie um ein paar quiekende Worte über ihre Mädchen verlegen – so sah und kannte man Heidi Klum die vergangenen Wochen in den Folgen der siebten "Germany's next Topmodel“-Staffel – zumindest in den wenigen Folgen, wo sie auch wirklich selbst dabei war. Auch beim Hinauszögern der entscheidenden Worte "Ich habe heute leider kein Foto für dich", machte ihr so schnell keiner was vor – sie wirkte durch und durch cool, abgebrüht und professionell.

germanys's next topmodel, finale, luisa, glitzer (image/jpeg) Die Beine zu den Köpfen wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Doch dann war Donnerstagabend, der 7. Juni. Das große Live-Finale in Köln stand vor der Tür. Bengalos flogen durch die Lanxess Arena (Na, na, na! Pfui!), alles qualmte in Nebelschwaden, überall brannte und krachte es und nach fünf Minuten Tohuwabohu kam dann auch Heidi Klum im viel zu langen Glitzer-Kleid auf die Bühne, nahm den Feuerwehrschlauch in die Hand und versuchte sich als waschechte Heldin in die Actionshow zur Eröffnung des Finales zu integrieren: "Wooohooo! Wuuu! Hiiiihii!“ Am liebsten hätte sie wohl die nächsten drei Stunden noch Feuerwehrfrau gespielt, um sich vor der Moderation der Show zu drücken. Traurig sah sie aus, als sie ihren Nebel-Schlauch leer ge"wooohoo"t hatte.

Schon in den letzten Jahren hatte sie gezeigt, dass sie einfach nicht moderieren kann. Als sie dann aber am Donnerstagabend den Mund aufmachte war allen klar: Nein, sie hat es immer noch nicht gelernt. Mit einem zittrigen "Huhu! Hallo Köln!“ und einem "Und natürlich auch Sie, liebe Zuschauer zuhause: Hallo zuhause!“ begrüßte sie die Arena und die schlechten 19 Prozent der Zielgruppe zuhause vor den Fernsehern. Von Thomas und Thomas konnte sie keine Hilfe erwarten, die Show ordentlich zu eröffnen - die beiden verteilten Küsschen in die ersten Reihen und riefen lediglich einhundert Mal "Woooow!“ in ihre Mikrofone. Aufgeregt? Come on.

Und so redete Heidi einfach konsequent die komplette Show fast nur darüber, wie aufgeregt sie ist, wie sie schlottert, wie nervös sie ist, wie schlimm es letztes Mal schon für sie war, wie sehr sie schwitzt und dass sie ja keine ausgebildete Moderatorin sei.

Keine künstliche Heidi

Wer ihr sonst Künstlichkeit und Aufgesetztsein vorwirft, dürfte mit dieser Performance also durchweg zufrieden gewesen sein. So natürlich, echt, spontan und planlos sieht man sie schließlich sonst nie. Vielleicht hat man ihr auch genau deshalb ein viel zu langes Kleid angezogen, damit sie weiß, wohin sie mit ihren Händen soll – denn so konnte sie die ganze Zeit ihr Kleid hochhalten oder den zu großen Ausschnitt hochziehen.

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Keine Sprüche von den Mädchen

Gerne hätten wir euch außerdem berichtet, welche lustigen Sprüche die Mädchen von sich gegeben haben. Doch unglaublich aber wahr, sie sagten einfach die kompletten drei Stunden lang nichts. Auch als Heidi sie fragte, ob sie denn aufgeregt seien, kam von keiner der Finalistinnen eine Antwort. Sara Kulka, wir vermissen dich!

Keine Highlights

Für ein kleines Highlight konnte so nur Justin Bieber mit seinem Auftritt á la Justin Timberlake sorgen, der die 12-jährigen Mädchen rund um den Catwalk zum Ausrasten und Weinen brachte. Gejubelt wurde sonst aber nur bei jedem Auftritt von Luisa, jeder Erwähnung ihres Namens und jedem Auftauchen ihres Fotos. Und so machte es die Jury einfach kurz und schmerzlos und kickte erst Kasia und dann Dominique raus - beide Male ohne auf ihre im Finale erbrachten Leistungen einzugehen. Bis dahin keine Überraschung. Dass die Entscheidung wohl zwischen Sarah-Anessa und Luisa fallen würde, hat fast jeder geahnt.

Keine Beratung und keine Überraschung

Doch auch bei Luisa und Sarah-Anessa gab man sich keine Mühe, sie zu bewerten und speiste beide nur mit einem "Wooow" ab. Sehr, sehr schwer fiele ihnen die Entscheidung zwischen den beiden, so beteurte man seitens der Jury stets. Thomas Hayo verkündete, er habe eine leichte Tendenz, sei sich aber noch komplett unsicher. Direkt im Anschluss an diese komplette Ratlosigkeit bezüglich der Siegerin, ging Heidi daraufhin unentschlossen und unberaten zum großen Showdown vor das Cosmopolitan-Cover. Hier sollte sich zeigen, welches Mädchen den Titel holt. Sage und schreibe EINE Sekunde steckte sie noch mit Thomas und Thomas die Köpfe zusammen, um dann ruckizucki zu verkünden, dass Luisa gewonnen hat. Bäms, Mega-Überraschung.

Keine Luisa

Als Zuschauer fragte man sich bei so wenig Beratung und so wenigen Tränen bei den rausgeflogenen Mädchen, wie lange im Vorfeld denn schon alle wussten, dass Luisa gewinnen wird. Auf Echtheit überprüfen konnte man ihre Freude dann auch nicht, da sie mit 17 Jahren nicht mehr nach 23 Uhr auf der Bühne stehen darf. Schade Marmelade.

 

Keine peinliche Show mehr

Erst als Heidi Klum dann voller Freude das Ende der Show verkündete und von red-Moderatorin Annemarie Warnkross interviewt wurde, war sie wieder ganz sie selbst. Munter plauderte sie drauf los, quatschte über die Leistungen der Mädchen, deren Schönheit und fühlte sich wieder sichtlich wohl in ihrer Haut.

Keine Toilette für Heidi

Das war dann aber wirklich nur aufgesetzt. So erfuhr man es dank Annemarie Warnkross' Ansage, dass Heidi jetzt endlich auf Toilette dürfe, wo sie doch so lange schon so dringend mal muss. Ach, deswegen war sie so hibbelig. Dabei hätte sie in einer der dreißig Werbepausen doch mal Pipi machen gehen können. Mensch, Heidi.

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