Emma Watson verdrückt zum Abschied Tränchen

"Harry Potter"-Premiere in London

Emma Watson verdrückt zum Abschied Tränchen: "Harry Potter"-Premiere in London Emma Watson verdrückt zum Abschied Tränchen: "Harry Potter"-Premiere in London Foto: David Dettmann

Ausnahmezustand am Trafalgar Square: Tausende Harry-Potter-Fans haben in London die Weltpremiere des siebten und letzten Teils der Fantasy-Saga gefeiert. Natürlich waren die großen Stars der Filme mit dabei. Und Emma Watson fiel der Abschied sichtlich schwer. Sie ließ ihre Tränen fließen.

Viele der Fans, die sich am roten Teppich drängten, sind mit den Potter-Büchern und den darauf basierenden Filmen aufgewachsen. "Das ist wirklich wichtig für mich", sagte etwa die 20-jährige Rowidah Alnajar, die die Nacht im Schlafsack auf dem Boden verbrachte. "Das ist das Ende meiner Kindheit. Ich kann es nicht fassen." Einige der wartenden Fans hatten sich als Charaktere aus dem Film verkleidet, andere waren mit Zauberstäben ausgerüstet.

In London: Stars & Fans feiern neuen Harry Potter-Film In London: Stars & Fans feiern neuen Harry Potter-Film In London: Stars & Fans feiern neuen Harry Potter-Film In London Stars & Fans feiern neuen Harry Potter-Film 15 Fotos Die Stars zeigten sich gerührt: "Ich hatte im Alter von elf Jahren wirklich viel, viel Glück", rief Potter-Darsteller Daniel Radcliffe unter den Jubelrufen seiner Fans. Es sei wirklich schwer zu glauben, dass es nun vorbei sei, sagte Schauspielkollege Rupert Grint, der im Film Potters Freund Ron Weasley verkörpert. Wie Grint und Radcliffe ist auch die Hermine-Darstellerin Emma Watson mit ihrer Rolle erwachsen geworden. "Hermine ist wie meine Schwester. Sie wird mir fehlen", sagte Watson. Und dann kullerten bei ihr auch noch einige Tränen.

Finale wurde sehnsüchtig erwartet

In dem letzten Teil der Film-Reihe, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2", legt sich der Zauberlehrling in einem heroischen Showdown mit dem bösen Lord Voldemort an. Seit im November der recht ruhige, erste Teil der Episode veröffentlicht wurde, warteten die Fans sehnsüchtig auf die Fortsetzung.

Das Finale basiert auf den letzten dreihundert Seiten des siebten Bandes. Er ist der erste Potter-Streifen, der sowohl in 3-D als auch in normaler Version auf die Leinwand kommt. "Die Heiligtümer des Todes" lief am Abend zeitgleich in drei Kinos an.

Nach der Weltpremiere soll der unter der Regie von David Yates gedrehte Film am kommenden Donnerstag auch in den deutschen Kinos anlaufen. Der actiongeladene Streifen bildet den Schlusspunkt einer 15-jährigen Ära mit sieben Büchern und acht Filmen, die Millionen Fans in ihren Bann schlugen.

Seit im Juni 1997 "Harry Potter und der Stein der Weisen" in die Bücherregale kam, wurden die sieben Harry-Potter-Bände in 69 Sprachen übersetzt und mehr als 400 Millionen Mal verkauft. Die Filme spielten bislang 4,4 Milliarden Euro ein.

Eine Ära endet nach 15 Jahren

Zu der Weltpremiere am Donnerstagabend waren alle Stars der Filmreihe erwartet worden. Potter-Mime Radcliffe nahm eigens Urlaub von einem Broadway-Musical, um in London über den roten Teppich zu schreiten. Auch die Darsteller der Figuren Hermine Granger und Ron Weasley, Emma Watson und Rupert Grint, wollten dabei sein. Grint sagte dem Fernsehsender BBC, ihm falle es schwer zu akzeptieren, dass nun alles zu Ende sei.

Die drei Hauptdarsteller versuchen nun, in einem neuen Karriereabschnitt Tritt zu fassen. Der 21-jährige Radcliffe ist derzeit in einem Musical in New York zu sehen. Die gleichaltrige Watson hat neben der Schauspielerei eine Karriere in der Modebranche und als Model begonnen. Die zierliche Britin gilt als Stilikone und ist derzeit das Gesicht des Kosmetikkonzerns Lancôme. Grint, inzwischen 22, hatte als Schauspieler außerhalb der Potter-Filme bisher wenig Erfolg.