Die Bachelorette 2017

Ein Kuss, zwei Körbe und jede Menge Kackscheiße

Die Bachelorette 2017: Ein Kuss, zwei Körbe und jede Menge Kackscheiße Die Bachelorette 2017: Ein Kuss, zwei Körbe und jede Menge Kackscheiße Foto: RTL

Brüste, Küsse und jede Menge Ficki-Ficki-Talk – Folge drei der Bachelorette war wieder mal ein wahres Feuerwerk der Behämmertheit. Das hat Jessica Paszka diese Woche erlebt:

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Flamenco, Pfadfinder und Ficken

Ganz Deutschland setzt sich für weibliche Gleichberechtigung ein...Ganz Deutschland? Nein! Ein von quotengeilen Proleten geführter Privatsender hört nicht auf, dem sozialen Fortschritt Widerstand zu leisten. Während die Ehe für Alle es mittlerweile sogar in den Bundestag geschafft hat, sind bei RTL Männer immer noch Ferrari-liebende Paschas mit krassem Bizeps und blauen Eiern und Frauen großbusige Bambis, die zu blöd sind, alleine einen Golfschläger festzuhalten. Auf manche Dinge ist eben einfach Verlass.

Dabei fing die Folge so schön an. Schick zurechtgemacht im dezenten Flamenco-Outfit steckt Jessica sechs der verbliebenen Bizeps-Boys in fesche Pfadfinder-Kostüme und fährt sie zu einem ausgelassenen Schnips-Workshop in Sevilla. Haha, das macht Spaß! Total schade für die Jungs, die in der Villa zurückbleiben mussten. Aber die vertreiben sich die Zeit derweil mit ein paar intimen Gesprächen. Über’s ficken. Die ficken nämlich alle total viel. So richtig geil von hinten und so. Boah lieben die ficken. Typisch Jungs halt ;-)

2_531159 - image/jpeg Jessica und die fetzigen Flamenco-Boys

Der Ferrari und die geile Gärtnerin

Einer der geilen Ficker wird am nächsten Tag zum romantischen Einzeldate gebeten. Es ist Johannes, blonde Strähnchen, Verkaufsleiter im Baugewerbe (sitzt also bei Obi an der Kasse), sieht aus wie Steve Stifler von American Pie und sagt gerne Dinge wie „Mega!“ oder „Wahnsinn!“. Zum Date darf er Jessica in einem Ferrari abholen und fährt ganz ganz schnell, aber Jessi hat gar keine Angst, hiihihi. Weil sie so mutig war, darf sie dann später das Golfcart lenken, das ist eher was für Mädchen.

Während Steve Stifler Jessica auf dem Golfplatz Dinge erklärt, geht es in der Villa schon wieder drunter und drüber. Eine Frau ist ins Haus gekommen, jajaa! Es ist die Gärtnerin! Sie ist voll geil, sie hat Brüste und einen Arsch! Und bestimmt auch eine Scheide, da würde man ja gerne mal...! Boah ist die Gärtnerin geil. Jetzt bückt sie sich! Ob sie sich nicht vielleicht ausziehen und duschen will, lololooool. Will sie nicht. Darf sie auch nicht, sie ist nämlich gar keine Gärtnerin, sondern ein von Jessica geschickter Lockvogel, der die Jungs ein bisschen testen sollte. Sie sind durchgefallen. Aber hey, boys will be boys, am I right? ;-)

2_531140 - image/jpeg Die geile Gärtnerin freut sich total über so viele gierige Blicke.

Bei Steve Stifler läuft es besser, er hat inzwischen seinen Staubsaugermund an Jessica angelegt und schmatzt sie ordentlich durch. Als er dieses pikante Detail später im intimen Kreise seiner sechs besten Freunde im Haus offenbart, sind die Reaktionen natürlich durchwachsen. Beim ersten Date knutschen! So eine ist die Jessica also! Igitt! Da überlegt man sich natürlich zweimal, ob es den Aufwand überhaupt wert ist. Für zwei der Jungs ist es das nicht mehr, sie geben Jessica bei der Nacht der Rosen einen Korb und fahren zurück nach Hause um da endlich all die geilen Gärtnerinnen ficken zu können, die sie wollen.

Ein tolles Geschenk von Psycho-Niklas

Nach diesen beiden traurigen Nachrichten gibt es aber noch eine schöne Überraschung für Jessica: Einen völlig unangebrachten Gutschein für eine Reise nach Rom von Niklas, dem besessenen Psychopathen. Wie schön! Diese kleine Aufmerksamkeit sichert Psycho-Niklas dann auch direkt das Ticket in die nächste Runde. Nicht gereicht hat es für Schornsteinfeger Alex, der sich sein Outfit wohl im Schlussverkauf von Jeans Fritz gekauft hat, und Student Lukasz, der ohnehin noch keinen bleibenden Eindruck bei irgendwem hinterlassen hatte.

2_531148 - image/jpeg Psycho-Niklas hat gebastelt.

Das alles ist natürlich ziemlich sexistische Kackscheiße, keine Frage. Das Schlimme allerdings ist, das diese Kackscheiße zur besten Sendezeit im deutschen Fernsehen läuft. Und fast noch schlimmer ist es, als Zuschauer in der Gewissheit leben zu müssen, das Ganze gerade auch noch unterstützt zu haben. Da hilft nur eins: sich beschämt zurücklehnen und im großen Stern TV-Mineralwasser-Test erfahren, mit welchem Wasser man die größten Chancen hat, von einer schleichenden Pestizidvergiftung langsam und qualvoll dahingerafft zu werden. Es ist das vom Netto. Cheers!