Schlimmer als ein Horror-Film

8 Dinge, die uns im Kino in den Wahnsinn treiben

Schlimmer als ein Horror-Film: 8 Dinge, die uns im Kino in den Wahnsinn treiben Schlimmer als ein Horror-Film: 8 Dinge, die uns im Kino in den Wahnsinn treiben Foto: Shutterstock

Endlich kommt mal wieder ein guter Film ins Kino. Schnell abchecken, welcher Termin den Freunden passt, Karten reservieren – los geht’s! Jetzt noch Popcorn, Nachos und Cola kaufen und dem entspannten Filmvergnügen steht nichts mehr im Wege... Dass ich nicht lache! Niemals wirst du es ohne die acht nervigsten Störfaktoren durch einen kompletten Film im Kino schaffen. Es geht einfach nicht. Hier sind sie:

1. Die Popcorn-Raschler

Jetzt – jetzt wird’s ganz besonders spannend. Es ist komplett still im Kino, alle halten den Atem an… und da fängt der Mensch neben einem an, laut und geräuschvoll sein Popcorn zu verzehren. Ok – es muss kein Popcorn sein, auch Nachos sind unfassbar nervtötend und mindestens genauso laut, oder Chips oder Weingummi mit offenem Mund, weil sich „der Geschmack ja dann erst so richtig entfalten kann“… geht’s noch??? Niemand, wirklich NIEMAND außer dem Idioten neben mir, der laut schmatzend Aggressionen provoziert, kommt darauf, genau in diesem stillen, unglaublich spannenden Moment seine scheiß Kinoverpflegung auszupacken! Naja, nach dem ganzen innerlichen Aufregen ist die spannende Stelle eh vorbei. Es wird wieder laut im Kinosaal. Jetzt ist eh alles zu spät. Danke, dass du mir die spannensten Minuten des ganzen Films versaut hast!!!

Kino Platzhalter Mädels - image/jpeg

2. Spoiler!

Ab und zu sitze ich im Kino und mit mir jemand, der den Film schon kennt. Ja, das gibt es durchaus – Menschen gucken sich den Film mehrfach an. Gut, bei manchen Filmen kann ich das verstehen. Das sind aber die wenigen, die man beim ersten Mal einfach noch nicht komplett versteht - oder diejenigen, die so bildgewaltig sind, dass es sich auch noch ein zweites Mal lohnt. Aber diese Menschen, die ich in einem Film neben mir habe, den ich eben noch NICHT kenne - die haben das Geld für den erneuten Eintritt ins Kino anscheinend nur bezahlt, um MIR den Film zu versauen. „Aaaaah guck mal, dass ist doch der Mörder, der am Ende verurteilt wird!“… „Man denkt echt, dass die ein glückliches Paar werden, aber am Ende stirbt sie… ups, sorry! Jetzt ist es mir schon rausgerutscht, das ist nur, weil mich das immer so trifft und – naja immerhin kannst du dich da jetzt schon mal mental drauf vorbereiten.“ – Bitte was?! Leute, das kann doch nicht euer Ernst sein!!! Für solche Fälle sollte man immer eine Rolle Klebeband in der Handtasche haben, sonst halten die Spoiler-Idioten ja doch nicht die Klappe!

Star Wars VII, der neue James Bond, Mockingjay 2 und Co. : Die Kino-Highlights für den Herbst/Winter 2015 Star Wars VII, der neue James Bond, Mockingjay 2 und Co. Die Kino-Highlights für den Herbst/Winter 2015 Zum Artikel »

3. "Ups, ist das dein Platz?"

Wem ist es noch nicht passiert – man kommt ins Kino, sucht seinen Platz, ist verwirrt, kontrolliert noch mal die Reihe und den Sitz… Ja. Das ist mein Platz. Warum ist er dann besetzt? „Ups, ist das etwa dein Platz? Das tut mir leid, aber sonst können wir nicht nebeneinander sitzen.“ Das sollte doch wirklich nicht mein Problem sein. Wenn man unbedingt einen ganz bestimmten Platz haben will, dann sollte man gefälligst reservieren oder mit den Freunden zusammen die Karten bestellen! Denn wenn meine Begleiter und ich dann so nett sind und sagen, „Ok, dann setzen wir uns einfach woanders hin“ - dann stehen wir vor dem selben Theater. Denn in 90 Prozent der Fälle ist dieser Platz dann ausgebucht. Wir rennen zehn Mal von Platz zu Platz, bis wir dann am Ende doch wieder vor den „Falsch-Sitzern“ stehen, um unsere ursprünglichen Plätze einzufordern. Und dann stellt sich heraus, dass die eigentlich gar kein Ticket hatten.

4. Die „Zu-spät-kommer“

Eine sehr interessante Spezies. Es gibt jedes Mal jemanden, der zu spät zum Film kommt. Und meistens sitzen die Leute dann ganz am Ende der Reihe. Also alle bitte aufstehen und die wichtige Anfangssequenz des Films verpassen. Schön und gut. Wenn dann aber einer dieser Volltrottel in meine Nachos tritt und mir dann auch noch vor lauter Schreck die Cola aus der Hand haut – ups – dann hab ich da einfach absolut kein Verständnis für!!! Vor allem, weil die Cola garantiert nicht ihn vollsaut, sondern sich wunderschön über MEINE komplette Hose verteilt. Also sitze ich da – ohne Nachos, ohne Getränk und dafür schön klebrig. So ein toller entspannter Kinoabend.

Die Lieblingsfilme der TONIGHT.de-Redaktion: Die 50 besten Filme aller Zeiten Die Lieblingsfilme der TONIGHT.de-Redaktion Die 50 besten Filme aller Zeiten Zum Artikel »

5. „Ach, Sie wollen auch was sehen?“

Nee, Quatsch. Komm doch ruhig mit deinem Hut (bei Frauen auch gerne eine fantasievolle HOCHsteckfrisur) ins Kino, direkt vor mich. Zugegeben – ich bin auch nicht die Größte, aber da kann wohl kaum jemand eine uneingeschränkte Sicht auf die Kinoleinwand genießen! Und nein – man braucht keinen Hut und auch keine Hochsteckfrisur im Kino, denn dort ist es dunkel, verdammt noch mal!!! Lasst das einfach sein, ihr Hut- und Hochsteckfrisurenfetischisten, oder geht in irgendeinen Kackfilm, den ich mir nicht ansehen würde! Oder in dem nur Menschen über zwei Meter Eintritt haben, damit die trotzdem was sehen können!

6. „Willkommen in der Eiszeit“

Klar, wenn man sich "Ice Age" im Kino angucken will – gerne. Aber ich meine damit die tatsächlichen Temperaturen, die in so manchem Kinosaal herrschen. Ab und zu will man ja auch mal bei etwas wärmeren Außentemperaturen einen guten Film sehen. Da man dann aber meist keine Winterjacke in der Handtasche hat, hat man leider verloren. Ich hab das Gefühl, dass die Temperatur im Kino eigentlich immer gleich ist. Im Winter ist es im Kino kalt – im Sommer (mit sommerlicher Kleidung) ist es noch kälter. Haben die Mitarbeiter im Kino eigentlich so warme Arbeitskleidung, dass denen das selbst nicht auffällt? Da werde ich das nächste Mal drauf achten.

75 Jahre Metropol: Popcorn und Nostalgie 75 Jahre Metropol Popcorn und Nostalgie Zum Artikel »

7. Nervtötende Kommentare

„Baaaah, die küssen sich.“ „Voll ekelhaft, ey!“ Na toll. Da sitzen sie, direkt hinter einem. Irgendwelche vorpubertären Idioten. Wieso gehen die eigentlich in einen Romantikfilm, wenn sie es nicht aushalten (beziehungsweise „voll peinlich“ finden), wenn die Hauptpersonen sich küssen?! Das sind übrigens die gleichen Kinder, die in Horrorfilmen jede spannende Stelle durch dumme Witze zerstören, die nur von ihrer eigenen Angst ablenken sollen. Oft fassen einem solche unfassbar lustigen Zeitgenossen auch von hinten plötzlich in die Haare oder so, wenn im Film das Monster auch von hinten kommt. Oh Mann, ihr Witzbolde da draußen – werdet erwachsen!

8. Pärchen

Nein, natürlich nicht alle Pärchen. Das Kino ist ein romantischer Ort, geht ruhig zusammen in einen schön kitschigen Liebesfilm! Aber ganz ehrlich – die notgeilen Paare (oder zufällig auf der Straße vorm Kino zueinander gefundenen Konstellationen): NEHMT EUCH EIN ZIMMER! Wenn ihr nur ins Kino geht, um gegenseitig sämtliche (!) Körperöffnungen zu erkunden, dann ist das nicht nur rausgeschmissenes Geld, denn vom Film bekommt ihr ja eh nichts mit, sondern es stört alle anderen Leute im Kino. Auch wenn ihr in der letzten Reihe sitzt – wir haben Ohren. Wir bekommen das Schmatzen und unterdrückte Stöhnen mit. Lasst. Es. Sein!

PS: Wer im Kino von seinem Handy nicht lassen kann und im schlimmsten Fall noch lautstark telefoniert, verdient nur noch den Rausschmiss!

Die romantischsten Liebesfilme: Unsere Top 20 Liebesfilme erwärmen jedes Herz Die romantischsten Liebesfilme Unsere Top 20 Liebesfilme erwärmen jedes Herz Zum Artikel »