Aufreger in Irland

Verein erfindet Tod eines Spielers, um Spielabsage zu provozieren

Aufreger in Irland: Verein erfindet Tod eines Spielers, um Spielabsage zu provozieren Aufreger in Irland: Verein erfindet Tod eines Spielers, um Spielabsage zu provozieren Foto: Eigene Montage aus Trybex/shutterstock und Robert Hoetink/shutterstock (Symbolbild)
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Fernando Nuno La Fuente staunte nicht schlecht, als ihm Mannschaftskollegen Online-Meldungen via Whatsapp schickten, in denen über seinen Tod berichtet wurde. Sein Ex-Verein hatte die traurige Nachricht in die Welt gesetzt.

La Fuente spielte für den irischen Drittligisten Ballybrack FC, verließ den Klub jedoch vor einigen Wochen und kehrte in seine spanische Heimat zurück. Der Mannschaft gingen vor einem Pflichtspiel die Spieler aus, sodass die Verantwortlichen kurzerhand dem Verband mitteilten, dass La Fuente bei einem Motorrad-Unfall ums Leben kam. Das berichtet "CNN".

Die Vereinsbosse erfanden den Tod, um einer möglichen Sanktion zu entgehen und das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt auszutragen – nämlich dann, wenn wieder genügend Spieler zur Verfügung stehen. Im Glauben, der Klub habe gerade einen tragischen Verlust hinnehmen müssen, sagte der Verband die Partie umgehend ab. Bei anderen Spielen wurde sogar eine Trauerminute für den angeblich verstorbenen Spanier abgehalten.

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Der Schwindel flog auf, als David Moran, Vorsitzender der Fußballliga, beim BFC anrief, um sich nach der Trauerfeier zu erkundigen. Der Klub ließ verlauten, dass der "Tote" bereits nach Spanien geflogen wurde, was Moran stutzig machte, denn der Motorrad-Unfall soll sich erst 24 Stunden zuvor ereignet haben.

"Da schrillten bei uns die Alarmglocken", erklärte Moran gegenüber eines lokalen Radiosenders. Als der Verein beim nächsten Anruf keine weiteren Informationen rausrücken wollte, recherchierte der Ligaboss selbst. Endgültige Klarheit schaffte ein Mannschaftskollege des vermeintlichen Todesopfers, der sich in den Sozialen Medien verplapperte. Ligachef Moran zeigte sich empört: "Mit dieser Person muss ganz schön viel schief gelaufen sein, um so etwas zu machen." 

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La Fuente hingegen nahm die Sache mit Humor, sagte zum Radiosender "RTE": "Ich kam gestern von der Arbeit nach Hause und habe gezockt, als ich eine Nachricht bekam und mir gesagt wurde, dass ich jetzt ein Prominenter bin. Ich finde es schon ein bisschen lustig, weil ich ja nicht tot bin und ernsthaft zu Schaden kam auch niemand."

Der Verband will sich in den nächsten Tagen beraten, ob und wie der Verein, der sich mittlerweile für die fragwürdige Aktion entschuldigt hat, bestraft wird. Der Verantwortliche wurde von seinen Funktionen entbunden.

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