"Osnabrück, ich ficke dich!"

Drittliga-Profi beleidigt eigenen Verein in Suff-Video

"Osnabrück, ich ficke dich!": Drittliga-Profi beleidigt eigenen Verein in Suff-Video "Osnabrück, ich ficke dich!": Drittliga-Profi beleidigt eigenen Verein in Suff-Video Foto: Screenshot YouTube
Von |

Skandal in der 3. Liga: Fußballprofi Felix Schiller grölt in einem selbst aufgenommenen Video Fanlieder des FC Magdeburg und beleidigt den VfL Osnabrück. Pikant: Der Abwehrmann spielt bei eben jenem VfL.

Der Clip zeigt den 28-Jährigen, wie er – offensichtlich unter Alkoholeinfluss – durch die Straßen Osnabrücks zieht und nicht ganz jugendfreie Fangesänge des FC Magdeburg singt. Ein kleiner Auszug: "Olé, FC Magdeburg, ja wir ficken für Geld, auf der ganzen Welt. Zieh dich aus, steck ihn rein, für den Verein."

Die Nähe zum FCM lässt sich einfach erklären: Sechs Jahre spielte Schiller für die Magdeburger. Allerdings wechselte er im Sommer zum VfL Osnabrück. Dürfte sich sein neuer Verein nicht gerade darüber freuen, dass einer seiner Spieler betrunken Gesänge eines anderen Vereins anstimmt, setzt der Verteidiger mit einem Satz dem Ganzen die Krone auf: "Osnabrück, ich ficke dich! Magdeburg ist die Stadt", sagt Schiller in die Kamera.

Offenbar verschickte der 28-Jährige das Video via WhatsApp. Auf Umwegen ist der Clip im Internet gelandet. Nachdem das Video im Netz aufgetaucht ist, meldete sich der Profi selbst beim Verein und entschuldigte sich. Um eine Geldstrafe kam er jedoch nicht herum.

"Felix hat sich umgehend bei mir gemeldet, sich glaubhaft für sein Fehlverhalten entschuldigt und die Umstände erklärt. Wir können es aber weder tolerieren noch akzeptieren. Wir haben ihn mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt und ihn von seinem Amt im Mannschaftsrat entbunden“, wird VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes auf der Vereinshomepage zitiert.

Schillers Erklärung für sein Suff-Video: "Meine Aussagen sind zu einem für mich sehr emotionalen Zeitpunkt entstanden. Nach einer intensiven Vorbereitung habe ich dem Saisonstart so sehr entgegengefiebert und war maßlos enttäuscht, dass ich von einer Verletzung zurückgeworfen wurde.“ Seine Aktion sei mehr als unüberlegt gewesen und entspräche nicht im Ansatz seinem Bild vom VfL, der Stadt oder den Fans.

Das Video entstand in der Woche vor dem Saisonauftakt in der 3. Liga, den Osnabrück am vorigen Samstag mit einem 2:1-Sieg gegen Würzburg erfolgreich bestritt. Schiller saß dabei nur auf der Bank.

Aus 80 Metern: Hammer-Tor in der Schweiz Aus 80 Metern Hammer-Tor in der Schweiz Zum Artikel »

Keine News mehr verpassen: Folgt uns jetzt bei Facebook!