Roadtrip nach Arizona und Utah

Grand Canyon und Antelope Canyon – Eine surreale Welt

Roadtrip nach Arizona und Utah: Grand Canyon und Antelope Canyon – Eine surreale Welt Roadtrip nach Arizona und Utah: Grand Canyon und Antelope Canyon – Eine surreale Welt Foto: Lisa Harings
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Study at the Beach 2016: Wer bloggt hier? Study at the Beach 2016 Wer bloggt hier? Zum Artikel » Lisa Harings studiert zusammen mit ihrer Freundin Maxi im Sommersemester 2016 an der California State University Long Beach. Während des Semesters reisen die beiden quer durch die USA. Auf TONIGHT.de erzählt euch Lisa von ihren Erfahrungen und gibt Tipps für Ausflüge.

Als wir im Januar nach Long Beach gekommen sind, haben Maxi und ich uns eine Liste gemacht mit Orten, die wir auf jeden Fall während unseres Auslandssemesters besuchen wollen. Mit dabei: der Grand Canyon. Ursprünglich wollten wir unseren Trip dorthin im Anschluss an unseren Las Vegas-Trip im Februar machen – zum Glück haben wir uns dann aber entschieden, uns mehr Zeit für den Grand Canyon zu nehmen... Kommt mit!

Tag 1: Ankunft am Lake Powell Campground

Der Grand Canyon liegt im Bundesstaat Arizona. Unser Roadtrip führt nach Page, eine Stadt in Arizona , die nicht weit von der Grenze zu Utah entfernt liegt. Wir befinden uns mitten im Nirgendwo und haben auf den letzten 100 Meilen unseres Wegs keinen Handy-Empfang mehr.

In Page finden wir einen super Campingplatz – beinahe schon luxuriöse: Zelt- und Wohnmobilstellplätze mit Picknicktisch, Grill, Strom- und Wasseranschluss, saubere Bäder (mit Marmorwaschbecken … ), Wifi, und scheinbar auch Pool und Fitnessraum. Für insgesamt 30 Dollar können wir hier zwei Nächte auf feuerrotem Sandboden mit atemberaubender Aussicht auf den Canyon zelten.

Während der Fahrt hat es heftig geregent, doch als wir ankommen, ist das Unwetter zum Glück vorbei. Der Himmel wirkt absolut surreal, durch den Regen ist Dunst aufgestiegen und der Sonnenuntergang taucht den Himmel in spektakuläre Farben.

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Tag 2: Grand Canyon, Lake Powell und Horseshoe Bend

Am nächsten Morgen frühstücken wir in einem kleinen Café und schmieden ein paar Wander- und Entdeckungspläne für den Tag. Neben dem Grand Canyon wollen wir auf jeden Fall noch den Antelope Canyon sehen (später mehr dazu ;-)). Es stellt sich heraus, dass man für den Antelope Canyon Tickets reservieren muss und es gibt erst wieder welche für den nächsten Morgen. Was man hier beachten sollte: Es gibt Lower und Upper Antelope. Nach Regenfällen passiert es oft, dass der Lower Antelope schnell geflutet wird und die Touren dann nicht stattfinden. Von daher unbedingt vorher informieren!

Wie haben Glück und starten die Wanderung: Der Weg führt am Lake Powell vorbei durch strahlend rotes Gebirge. Trotz bewölktem Himmel kommen die Farben hier wunderbar zur Geltung.

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Wenn man ganz still ist, hörte man gar nichts. Kein Vogelgezwitscher, kein Rauschen, kein Plätschern, keine Autos – rein gar nichts! Wir sind wirklich im Nirgendwo angekommen!

Nach ungefähr drei Stunden Wanderung gönnen wir uns ein reichhaltiges Abendessen, bevor es schließlich zum Horseshoe Bend geht. Hier sehen wir uns den Sonnenuntergang an. Der Horseshoe Bend ist eine Stelle im Grand Canyon, an der der Colorado River eine scharfe Kurve macht, so dass er von oben wie ein Hufeisen aussieht. Zu jeder Tageszeit kann man hier spektakuläre Farben sehen – je nach Stand der Sonne sehen die Felsen orange, rot oder braun aus.

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Tag 3: Upper Antelope Canyon

Am letzten Tag unseres Aufenthalts am Grand Canyon stehen wir extra früh auf, um rechtzeitig beim Treffpunkt für unsere Tour zum Antelope Canyon zu sein. Ein Shuttle fährt uns zu diesem höhlenartigen Gebilde.

Unser Guide ist eine ausgesprochen nette Frau, die uns nicht nur Wissenswertes über die Entstehung des Antelope Canyons verrät, sondern auch Tipps, wie man die besten Fotos machen kann. Sie zeigt uns vorteilhafte Winkel, von denen man aus besonders gutes Licht hat, um die Farben einzufangen. Unsere Touri-Gruppe ist allerdings weniger interessiert an den Fakten und läuft lieber die ganze Zeit mit ihren Selfiesticks durch den Antelope Canyon …

Was interessant ist: Auf den Bildern erkennt ihr sicher, dass die Felsen Linien tragen. Die Linien zeigen, bis wo im Canyon das Wasser bisher stand. Der Antelope Canyon wird regelmäßig bei Regenfällen geflutet und ist eben so auch entstanden. Es handelt sich im Prinzip um eine riesige Felsspalte, die durch Wasser immer größer und so schließlich zu einer Art Höhle wurde.

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Nach dem Ausflug ist unser Trip zum Grand Canyon auch schon wieder vorbei! Bevor wir zurück nach Long Beach fahren, tanken wir noch schnell voll, da der Sprit in Arizona bis zu ein Drittel günstiger als in Kalifornien ;-).

Lisa Harings (24) schreibt auf TONIGHT.de darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Auslandssemester komplett alleine auf die Beine zu stellen und teilt all die Momente, Eindrücke und verrückten Erlebnisse, die ihr in ihrem Auslandssemester und auf dem Weg dorthin begegnen werden. Alle Texte von Lisa findet ihr auf TONIGHT.de/travel!