Unsere Tipps für den Traum-Urlaub

Reise nach Japan

Unsere Tipps für den Traum-Urlaub: Reise nach Japan Unsere Tipps für den Traum-Urlaub: Reise nach Japan Foto: Shutterstock.com

Reiseplanung, Kosten und die beste Reisezeit: In unserem Japan Ratgeber liefern wir euch alle Infos, um die Urlaubstage im fernen Osten genießen zu können. 

Eine Reise ins ferne Japan scheint für viele Touristen meist zu aufwendig und zu teuer. Dabei lässt es sich selbst mit knappen Mitteln ins Land der aufgehenden Sonne reisen, und die Organisation ist leichter, als man zuerst denkt!

Urlaubsreisen zu planen ist immer ein klein wenig nervig - doch dank zahlreicher Info-Portale in den Weiten des Internets auch so einfach, wie nie zuvor. Dennoch trauen sich deutsche Urlauber nur ungerne etwas weiter weg. Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, na klar, alles kein Problem. Und so ein Stadt-Urlaub in London hat sicher auch was. Oder ganz entspannt die Natur im hohen Norden genießen - Schweden zum Beispiel. Selbst der Osten ist toll!

Japan ist diesbezüglich leider noch immer ein Problemkind der Branche - und das obwohl es in Deutschland mittlerweile eine ganze Generation an Leuten gibt, die mit Mangas, Anime und japanischer Kultur aufgewachsen sind und diese liebgewonnen haben.

Zwischen Moderne und Tradition Foto-Tour durch Tokyo 75 Fotos

Insbesondere “uns” Düsseldorfern brauche ich das kaum erklären: Mit der Immermannstraße und dem jährlich von hunderttausenden Besuchern gefeierten Japantag sind wir das japanische Aushängeschild Deutschlands. Und auch an den Geschmack von Sushi, leckeren Ramen und japanischen Backwaren haben sicher einige Deutsche mittlerweile Gefallen gefunden.

Doch nach Japan fliegen? 9.500 Kilometer Flugstrecke? Mehr als 11 Stunden Flugzeit? Und dann reden die auch noch alle Japanisch! Ich kann kein Japanisch!

In diesem Ratgeber wollen wir uns den wichtigsten Fragen stellen, euch die Ängste und Sorgen nehmen und dafür sorgen, dass ihr alle entspannt und bestens informiert in einen der wohl beeindruckendsten Urlaube eures Lebens reisen könnt. Denn ganz egal ob Tokyo, Kyoto, Osaka oder gar Hiroshima, Fukuoka und Nagasaki - Japan ist ein fantastisches Reiseziel voller Überraschungen, fantastischer Orte und der wohl spannendsten, gesündesten und ganz allgemein hochwertigsten Futter-Kultur der Welt.

Japan Tag 2017 | Samstag, 20. Mai 2017 Japan Tag 2017 // Sa 20.05.17 Rheinuferpromenade 143 Fotos

Aufgrund der Länge (und den vielen Fragen, welche uns eingefallen sind) mussten wir den Beitrag übrigens in mehrere Teile gliedern. Im zweiten Teil widmen wir uns den Fortbewegungsmöglichkeiten im Land der Massen (Zugfahrten, Japan Rail Pass, Shinkansen und Yamanote, Orientierung in Bahnhöfen, Rush-Hour, Busfahren und mehr), und im dritten Teil erfahrt ihr alles rund um das Thema "Essen" (Ernährung in Japan, von Sushi zu McDonalds, von Getränkeautomat bis Nudelsuppe). Links folgen!

Ebenfalls empfehlenswert ist ein Blick in unsere stetig wachsende "Top 100 der Dinge, die man in Japan tun sollte".

100 Dinge, die man in Japan tun sollte - Teil 1: Turm-Tour durch Japan
100 Dinge, die man in Japan tun sollte - Teil 2: Shopping-Tour durch Tokyo
100 Dinge, die man in Japan tun sollte - Teil 3: Tempel und Schreine
100 Dinge, die man in Japan tun sollte - Teil 4: Vergnügungsparks und Achterbahnen (in Arbeit)

Die dazugehörige Google Map könnt ihr gleich hier einsehen:

Einen persönlichen Ausblick ins ferne Japan liefert derweil das Tagebuch unseres Autoren Marcel: In nur 11 Tagen wagte er sich nach Tokyo, Kyoto und Osaka - und schildert seine Erlebnisse in Blog-Form. Den ersten Teil findet ihr hinter diesem Link!

Jetzt aber erstmal genug mit Vorgeplänkel, kommen wir endlich zu den wichtigsten Fragen, die ihr euch am besten noch VOR der Reise stellen solltet!

Wieviel Zeit sollte ich für einen Japan-Urlaub einrechnen?

Für Japan (wie für jeden Urlaub) gilt natürlich immer: Je länger, desto besser! Gönnt euch! Wenn ihr euch schon dafür entscheidet einmal quer über den Globus zu fliegen, sollten zwei Wochen Zeit das Mindeste sein.

World Trade Center Tokyo (9) - image/jpeg In Tokyo gibt es viel zu entdecken: Alleine für den inneren Teil der riesigen Metropole könnt ihr locker 10 bis 14 Tage einplanen - und habt danach sich noch immer nicht alles gesehen!

Lieber nur nach Tokyo… oder macht eine Rundreise Sinn?

Bei dieser Frage kommt es auf die Länge des Urlaubs an:

Bei zwei Wochen empfehlen wir erstmal nur Tokyo anzusteuern und von dort aus Tagesausflüge zu planen. Populäre Ziele wie Nikko, Kamakura, Enoshima und Yokohama liegen in unmittelbarer Nähe von Tokyo und sind schnell (und einfach!) per Zug erreichbar. Hotels vor Ort sind bei diesen Zielen unnötig.

Dank des exzellenten Transportsystems der Japaner sind im Zeitfenster von 14 Tagen aber auch weiter von Tokyo entfernte Metropolen wie Kyoto und Osaka durchaus im Bereich des Möglichen. Das Problem: Der Japan Rail Pass ist ziemlich teuer und für die kurze Zeit eigentlich verschwendet. Und das Rumschleppen vom Gepäck von Hotel zu Hotel ist sicher auch nicht jedermanns Ding. Schließlich läuft das Unternehmen hier unter “Urlaub” und nicht “Stresstest”!

Japan Schrein Shutterstock - image/jpeg Der "goldene Tempel" in Kyoto gehört zu den populärsten Touri-Hotspots in Japan.

Bei drei Wochen Urlausbzeit dürft ihr euch hingegen ruhigen Gewissens einen Japan Rail Pass gönnen und könnt euch dann ohne Stress bis nach Kyoto, Nara, Osaka oder gar Hiroshima wagen - den schnellen und zuverlässigen Zugverbindungen sei Dank vergehen die weiten Strecken wie im Flug. Für Osaka und Kyoto bieten sich drei bis fünf Tage vor Ort in einem extra gebuchten Hotel an.

Bei vier Wochen stehen Euch praktisch alle Inseln offen. Unsere Empfehlung: Ab in den (hierzulande wenig bekannten) Süd-Westen! Auf Kyushu geht’s dann nach Beppu (heiße Quellen), Nagasaki (Atombomben-Museum) und in die westliche Hauptstadt Fukuoka.

Japan Beppu - image/jpeg Die heißen Quellen von Beppu lassen die ganze Stadt "dampfen".

Wie teuer ist eine Reise nach Japan?

Flug nach Japan

Der Hin- und Rückflug ist mit viel Glück (!) bereits ab 500 Euro zu haben, nach oben hin gibt es kaum eine Grenze - insbesondere Direktflüge mit Lufthansa und JAL (Japan Airlines) überschreiten die fiese 1.000 Euro Grenze in der Saison dann doch gerne mal, sind dafür aber auch wesentlich entspannter und luxuriöser - selbst in der Holzklasse. Direktflüge starten innerhalb Deutschlands ab Düsseldorf, Frankfurt oder München.

Gewöhnlich zahlt man als "Zweite-Klasse-Tourist" für einen Hin- und Rückflug nach Japan zwischen 550 bis 850 Euro, die populärsten Anbieter hören auf Namen wie British Airways, Air France, Alitalia, KLM und Finnair. In dieser Preisspanne müsst ihr mit einem Zwischenstop in Städten wie Amsterdam (KLM), Kopenhagen und London (British Airways) rechnen. Das streckt die gesamte Reisezeit immer weiter in Richtung 15 bis 18 Stunden  - versucht die Zeit beim Zwischenstop so kurz wie möglich zu halten! 

Schnäppchenjäger warten clever ab und achten auf Angebote von Lufthansa und JAL. Vorsicht vor günstigen Preisen mit einer Flugroute und Umstieg über Moskau oder Dubai - hier quält ihr euch für den günstigen Preis mit langen Wartezeiten und eventuell sogar einem ganzen Tag Zwangsaufenthalt. Sowas muss nicht sein! 

Tipp: Vor dem Flug eine Aspirin schlucken um das Blut flüssig zu halten! Das beugt fiesen Trombosen vor - und unterdrückt nebenbei die fast sicheren Kopfschmerzen ;-)

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Übernachtungen in Japan

Von der Jugendherberge über das Hostel bis hin zum Luxus-Hotel: Insbesondere Tokyo bedient wirklich jede Preisspanne, die man sich nur vorstellen kann. Insgesamt gilt auch hier: Japan ist lange nicht so überteuert, wie es immer dargestellt wird!

Wichtig: Denkt bei der Planung vor allem daran, dass ihr nur sehr wenig Zeit im Hotel verbringen werdet - und dabei durchaus auf Luxus-Artikel wie Fernseher, Whirlpools und einen eigenen Kamin verzichten könnt!

Worauf ihr in jedem Fall achten solltet, ist die Art der Betten. Einige Hotels bieten euch japanische Futons an, will heißen: Ihr schlaft auf Futons auf dem Boden! Da dies nicht jedermanns Sache ist, solltet ihr euch vorher informieren, welche Form der Übernachtung angeboten wird.

Unser Spar-Tipp für Tokyo-Urlauber ohne große Ansprüche: Das Kimi Ryokan im Tokyoter Stadtteil Ikebukuro bietet nicht viel, ist dafür aber blitzsauber, gepflegt… und günstig!

Einst als Backpacker-Oase von den Reiseprofis des Lonely Planet ausgezeichnet, hat sich das klassisch japanische Budget-Hotel über die letzten Jahre immer weiter zum Touri-Hotspot gewandelt. Hier trefft ihr dann auch gerne mal auf andere Europäer, Amerikaner, aber auch Chinesen und Koreaner.

6.500 bis 7.500 Yen werden hier aktuell (2017) für eine Nacht fällig - also ca. 50 bis 60 Euro. Im Kimi Ryokan schlaft ihr stilecht auf japanischen Futons - und die Zimmer bieten nur das Nötigste. Hinzukommen Gemeinschaftsbäder auf jedem Flur.

Hier geht’s zur offiziellen Homepage vom Kimi Ryokan: http://www.kimiryokan.jp/

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Verpflegung in Japan

…ist gar nicht mal so teuer, wie man erwarten könnte. Wenn man sparsam lebt reichen durchaus 20-25 Euro pro Tag. Wer dagegen gerne mal teures Sushi ausprobieren will und auch vor Szene-Restaurants keinen Halt macht, darf diese Summe gerne verfünf- oder verzehnfachen. Dafür dürft ihr in den richtigen Läden dann speisen wie Gott in Frankreich.

Tipps für günstige Futtertempel: Matsuya und Yoshinoya bieten japanisches Fast Food, McDonalds bietet (im Gegensatz zum Rest der Welt) tatsächlich leckere Burger an - und selbst KFC kann man sich in Japan durchaus "munden" lassen.

Bahnfahren & Mobilität in Japan

Den Japan Rail Pass gibt es für ein bis drei Wochen. Die Anschaffung lohnt sich aber nur, wenn man zumindest den Weg nach Kyoto antritt – innerhalb von Tokyo kommt man ziemlich günstig rum. Dort gibt es Tageskarten (man sollte sich aber vorher ausrechnen, ob man die wirklich braucht) für 700 bis 1.000 Yen.

Alle Infos zum Japan Rail Pass findet ihr hier: https://www.der-japan-rail-pass.de/

Die günstigsten Tickets der Yamanote kosten 160 Yen. Wer an einem Tag nur ein einziges Ziel in Tokyo ansteuert, der sollte eher zu zwei Einzeltickets als zu einer Tageskarte greifen.

Shinkansen Japan - image/jpeg Bis zu 320 Kilometer pro Stunde: Der Shinkansen ist mehr Rakete, wie Bahn, und heizt in wahnwitziger Geschwindigkeit quer durch Japan. Dabei gleitet der Zug erstaunlich sanft über die Gleise. Besser lässt es sich nicht reisen!

Eintrittspreise für Museen, Tempel und Attraktionen in Japan

…sind sehr moderat. Viele sehenswerte Museen und Tempel kosten euch nicht mehr als 300 bis 1.000 Yen Eintritt (3 bis 8 Euro). Teurer werden Vergnügungsparks - hier steht das Tokyo Disney Resort sicherlich auf dem ersten Platz der teuersten Vergnügen (aktuell 7.400 Yen für ein Tagesticket, also mehr als 55 Euro).

Wenn Ihr noch Student seid, solltet Ihr versuchen an einen ermäßigten Preis zu kommen. Die Vorlage eines deutschen Studentenausweises ist bei vielen Touristenzielen möglich!

Shopping in Japan

…kann teuer werden, aber hier muss jeder für sich entscheiden, wie viel er investieren möchte. Der Klamottenkauf für wohl proportionierte Europäer ist sowieso ein Ding der Unmöglichkeit, da sich japanische Kleidergrößen nicht mit europäischen Hüften vertragen. Schmalere Käufer müssen aufgrund von extrem viel Markenware teils tief in die Geldbörse greifen.

Jede Menge Shopping-Tipps für Tokyo haben wir hier für euch zusammengefasst.

Teil 2: Shopping-Tour durch Tokyo: 100 Dinge, die man in Japan tun sollte Teil 2: Shopping-Tour durch Tokyo 100 Dinge, die man in Japan tun sollte Zum Artikel »

Auf welchem Flughafen in Japan soll ich landen?

Um Tokyo anzusteuern kam lange Zeit nur der Flughafen in Narita in Frage. Dieser befindet sich aber weit ab von der Stadt – man braucht mindestens eine Stunde um vom Flughafen bis ins Zentrum von Tokyo zu kommen und zahlt dafür um die 30 Euro.

Die günstigere Variante mit der Keisei Line im Limited Express kostet 1160 Yen, also um die 10 Euro – damit benötigt man rund zwei Stunden und fühlt sich dabei wie in einer Bimmelbahn. Vorteil: So bekommt man bereits einen guten Eindruck vom Umland der Millionen-Metropole.

Seit einiger Zeit bietet auch der Flughafen Haneda (direkt in Tokyo gelegen) Auslandsflüge an. Diese sind jedoch begrenzt und es gibt nicht ganz so gute Angebote. Außerdem sind die Flugzeiten ein ziemliches Unding und ermöglichen nur unmögliche Zeitplanungen ("Wie zum Geier soll ich denn um sechs Uhr morgens abfliegen, wenn die erste Bahn innerhalb Tokyos um halb fünf fährt…?").

Natürlich könnt ihr auch andere japanischen Flughäfen ansteuern, zum Beispiel den Kansai International Airport in Osaka. Die Stadt bietet mit Den-Den-Town (vergleichbar mit Akihabara), dem größten Riesenrad in Japan und einem gigantischen Aquarium sichere Unterhaltung für mehrere Tage. Die Zugreise bis nach Tokyo dauert von Osaka aus zirka drei Stunden mit dem Shinkansen.

Links:

Homepage Flughafen Narita
Homepage Flughafen Haneda
Homepage Flughafen Osaka 

Tokyo Tower shutterstock - image/jpeg Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt: Der Tokyo Tower!

Zu welcher Jahreszeit fliege ich am besten nach Japan?

Der Sommer in Japan - "No Go" für Touristen!

Hauptsache nicht im Sommer! Man kann es einfach nicht genug betonen: Der Sommer ist in Japan nahezu unerträglich, da die Regenzeit einsetzt! Die Luftfeuchtigkeit ist schweißtreibend hoch und es ist so schwül, dass man mit Schwimmflügeln im eigenen Schweiß durch die Straßen schwimmen kann - definitiv keine schöne Reisezeit!

Gegen Ende des japanischen Sommers setzt der Regen dann meistens aus und es ist einfach nur noch tierisch heiß. Der japanische Sommer startet ungefähr im Juni und geht bis Mitte September. Wer nicht plant ein vollkommen überfülltes, japanisches Schwimmbad aufzusuchen, oder irgendwo tief im Süden surfen gehen will, sollte sich diese Jahreszeit also schnellstmöglich aus dem Kopf schlagen.

Japan 3 - image/jpeg Einer der wenigen Gründe, warum man im Sommer nach Japan sollte: Feuerwerke! Und zwar jede Menge!

Der Herbst in Japan - Laubfärbung und romantische Ausblicke

Der Herbst dagegen ist wunderschön, die Blätter färben sich rot und es ist die perfekte Zeit für Ausflüge… und um in den zahlreichen Parks Fotos zu schießen. Zeitlich gesehen startet der japanische Herbst Mitte bis Ende September und versiegt im November.

Japan 2 - image/jpeg Eine dicke Prise "Indian Summer": Die Laubfärbung verwandelt große Bereiche von Japan in atemberaubende Naturpanoramen.

Der Winter in Japan - Klarer Himmel, helle Lichter

Der Winter (Dezember bis Februar) ist zumindest in Tokyo sehr moderat. Die japanischen Alpen fangen den meisten Schnee ab – dort wurden übrigens auch diese irren Schnee-Dokumentationen gedreht, die ab und zu bei uns im deutschen Fernsehen laufen. In Tokyo fällt nur wenig bis kein Schnee, der Winter dort ist sehr trocken und normalerweise friert es auch nicht.

japan 4 - image/jpeg Weihnachten und Silvester werden in Japan zwar nicht so groß gefeiert, wie im Westen, dafür werden die Städte umso prunkvoller mit bunten Lichtern geschmückt. Sehenswert!

Den Winter kann man natürlich auch perfekt dazu nutzen um Wintersport zu betreiben, oder sich die Schneeaffen in den heißen Quellen von Jigokudani anzusehen. Für Schneefans also durchaus eine Überlegung wert - man muss nur beachten, dass manche Einrichtungen nicht im Winter geöffnet sind, oder kürzere Öffnungszeiten haben. Zudem wiegen Winterklamotten einfach deutlich mehr (Stichwort Reisegepäck) und hindern Technik- und Souvenir-Fans am eifrigen Einkauf.

Japan Snow Monkeys Jigokudani - image/jpeg Geheimtipp für japanische Schnee-Fans: Die Schnee-Affen von Jigokudani.

Der Frühling in Japan - Kirschblüte und Golden Week

Der japanische Frühling ist immer noch die beliebteste Zeit um nach Japan zu reisen. Wie schon erwähnt ist der Herbst zwar auch toll, aber einmal in seinem Leben sollte Jeder, der auch nur entfernt an Nippon interessiert ist, ein japanisches Hanami (Kirschblütenfest) feiern. Der Himmel ist strahlend blau, die Temperaturen angenehm - also ideal um sich in einem Park auf eine Decke zu setzen und sich von Kirschblüten berieseln zu lassen! Der Frühling setzt in Japan im März ein und reicht bis Mai bzw. Mitte Juni.

Wichtig! Beachtet unbedingt, dass Japaner im Zeitraum Ende April, Anfang Mai ihre Golden Week feiern!

Das heißt für Touristen: An vier bis fünf Feiertage hintereinander steht das ganze Land komplett still. Zu dieser Zeit hat so ziemlich alles geschlossen, während zahlreiche Japaner endlich mal Zeit für Urlaub finden. Tokyo ist währenddessen regelrecht vereinsamt - beachtet dies auf Eurer Terminsuche UNBEDINGT und erkundigt Euch vorher, wann die Golden Week stattfindet!

Japan 1 - image/jpeg Strahlend blauer Himmel, angenehmen Temperaturen und mit viel Glück das Erblühen der Kirschblüte: Der Frühling ist mit die beste Zeit für eine Reise nach Japan!

Muss ich bei der Einreise nach Japan etwas beachten?

Deutsche Touristen brauchen bei der Einreise kein besonderes Visum. Es reicht der Reisepass, wenn die Reisedauer 90 Tage nicht überschreitet. Seit 2007 wurden die Einreiseformalitäten verschärft. Mittlerweile wird man dabei abgelichtet und die Fingerabdrücke werden eingescannt.

Vor der Einreise müsst ihr die sogenannte Disembarkation Card for Foreigner ausfüllen. Diese bekommt man zusammen mit der Embarkation Card for Foreigner im Flugzeug kurz vor der Landung. Alternativ liegen die vorgedruckten Karten vor dem japanischen Zoll am Flughafen aus, dort findet man auch Hinweise in mehreren Sprachen, wie man das Ganze auszufüllen hat.

Wer sich die Karte bereits im Voraus ansehen möchte, der schaut sich das anfangs überaus kompliziert wirkende Teil am besten kurz vorher mal hinter diesem Link an.

Japan Panorama 1 - image/jpeg

Stichwort Reisegepäck: Was gehört rein, was nicht?

Die meisten günstigen Fluggesellschaften erlauben 20 bis 23 Kilo, in seltenen und großzügigen Fällen darf man auch 30 Kilo mit nach Japan nehmen.

Ein Koffertrolli oder ein Reiserucksack bieten sich an, immerhin sollte man immer daran denken, dass man sein Gepäck manchmal über weite Strecken durch Tokyo befördern muss. Dazu gehören Fahrten in vollkommen überfüllten Bahnen, der Transport durch vollkommen überfüllte Fußgängerzonen und tückische (weil ungewohnt lange) Rolltreppenfahrten (natürlich auch vollkommen überfüllt!). Wenn man dazu noch mit einer Rundreise rechnet, sollte einen das Gepäck so wenig behindern wie möglich - im Notfall passt es am besten in ein Schließfach hinein.

Beim Gepäck für Japan gilt folgende Grundregel: Nicht zu viel mitnehmen, es wird genug gekauft!

Schleppt also lieber alte Unterwäsche, Handtücher, löchrige Jeans und Schuhe mit nach Japan und lasst im Zweifelsfall alles Überflüssige dort. Das heißt jetzt nicht, dass Ihr herumlaufen sollt wie der letzte Straßenpunk – aber wenn Ihr Sachen entbehren könnt, solltet Ihr dies unbedingt für Euren Aufenthalt einplanen. Auf dem Rückflug hat man generell IMMER Übergepäck und es macht wirklich keinen Spaß am Flughafen nochmal alles vom Hand- ins Reisegepäck umzupacken.

Japan Panorama 2 - image/jpeg

Absolutes No Go: Löchrige Socken! In Japan zieht man öfters mal die Schuhe aus, innerhalb von Wohnungen und Tempelanlagen lauft ihr auf Socken oder in Hausschuhen herum. Da kommt der "Stinky-Pinky" nicht ganz so gut.

Unbedingt solltet ihr auch an folgende Dinge denken: Eine Auslandskrankenversicherung (zum Beispiel vom ADAC) und Kopien vom Reisepass, sowie den Flug- und Bahntickets. Richtig praktisch und für alle, die im Kopfrechnen nicht ganz so fit sind ein absolutes Muss: Ein Taschenrechner mit Währungsumrechner, oder alternativ eine entsprechende App auf dem Handy. Das Umrechnen von Yen-Preisen kann auf Dauer durchaus anstrengend sein.

Wer schon einige Japaner kennt (oder kennenlernen möchte), der sollte typisch deutsche Gastgeschenke nicht vergessen. Perfekt einschleimen könnt Ihr Euch mit deutschem Bier, Schokolade, Haribo, Parmesan oder Salami – letztere ist natürlich nur mit Hindernissen durch den Zoll zu bekommen.

Weniger gut kommt Lakritz an. Als Scherz ("Ui, guckt mal, wie ekelig!") ist eine Packung Lakritzschnecken sicher vertretbar (Japaner probieren gerne neue Sachen aus), allerdings können nur ganz wenige Japaner etwas mit mit dem Geschmack von Salmiak anfangen. Sehr witzig sind immer wieder ein paar Brausepäckchen – sehet und staunet!

Atemberaubende Panoramen und Aussichten 10 geniale Aussichtsplattformen und Türme in Japan 52 Fotos

Brauche ich Bargeld in Japan?

Kurze Antwort: Ja, einen gewissen Vorrat Bares sollte man sich zulegen.

Natürlich nutzen Japaner gerne und häufig ihre Kreditkarte um möglichst alles zu zahlen. Hier versteckt sich aber schon eines der ersten Probleme. Unsere "westlichen" Kreditkarten unterscheiden sich von den japanischen und in vielen Geschäften und Banken könnt ihr tatsächlich nur mit einer japanischen Karte bezahlen oder Geld abheben.

In unserem ersten Japanurlaub standen wir ziemlich verdutzt in einer der unzähligen Banken und mussten uns von einem (natürlich wie immer sehr hilfsbereiten) japanischen Wachmann erklären lassen, dass unsere ausländische Kreditkarte nur an speziellen internationalen Geldautomaten (bzw. internationalen ATMs) funktioniert.

Bargeld ist also notwendig, insbesondere für den ganzen Kleinkram. Seien es Getränkeautomaten, Gashapons, urige Kneipen oder ein einfaches Bus- oder Bahnticket. Hierfür braucht Ihr definitiv Bargeld. Die meisten Automaten können euch Yen-Scheine wechseln, in Spielhallen oder Gashapon Ecken gibt es sogar extra Wechselmaschinen, die Eure 1.000-Yen-Noten in 100-Yen-Münzen verwandeln.

Japan Tempel Schrein Sonnenuntergang Shutterstock - image/jpeg

Brauche ich eine Kreditkarte in Japan?

Neben Bargeld sind eine Visa- oder Mastercard Pflichtprogramm für jede Reise nach Japan. Natürlich könnt ihr auch im voraus genügend Geld bei der Bank eures Vertrauens umtauschen, oder bei Reisebanken wechseln. Filialen der Reisebank findet ihr an zentralen Stellen wie Flughäfen oder großen Bahnhöfen. Die Kurse wechseln häufig, mittlerweile kann man sich sogar über die Internetseite der Bank Geld bestellen.

Denkt nur immer an die Gebühren, die die Bank für das Wechseln nimmt! Vorher Geld zu tauschen ist deutlich teurer, als in Japan erst Geld zu ziehen, da Ihr dort einen besseren Kurs berechnet bekommt. Falls ihr noch keine Kreditkarte habt, solltet ihr vor einem Japanurlaub nicht lange zögern und euch eine zulegen.

Funktioniert meine Maestro Karte in Japan?

"Jein", es kommt darauf an, was für eine Karte ihr habt. Bis vor ein paar Jahren konnte man ohne Probleme bei jeder Filiale der japanischen Post Geld abheben. Dies kostete eine minimale Gebühr und war sogar günstiger als Geld mit der Kreditkarte abzuheben.

Dann gab es jedoch Sicherheitsprobleme bei Maestro Karten mit eingebauten Chip. Aufgrund dessen wurde die Benutzung mit diesen Karten eingestellt und bisher auch nicht wieder eingeführt. In Japan funktionieren also nur Maestro Karten, die keinen eingebauten Chip haben - und auch diese nur an bestimmten Automaten, die mit dem Maestro oder Cirrus Zeichen ausgewiesen werden.

Weitere Informationen zur aktuellen Lage findet Ihr hinter diesem Link.

Japan Travel 1 - image/jpeg

Wo in Japan kann ich mit meiner Kreditkarte Geld abheben?

Geld abheben könnt Ihr an internationalen ATMs. Die gibt es zum Beispiel in jeder Citibank Filiale, eine Liste zu allen Standorten und Citibank-ATMS findet ihr hier.

Weiterhin gibt es in jeder Post-Filiale einen Geldautomaten, den Ihr ebenfalls mit Eurer Kreditkarte nutzen könnt. Postfilialen gibt es unzählige, falls Ihr keine findet und fragen wollt geht einfach zu einem nett aussehenden Japaner, oder einem kleinen Polizeihäuschen (Koban) und fragt: "Sumimasen, Yubinkyoku wa doko desu ka?"

Tipp: "Das rote T mit dem Doppelstrich" ist immer ein Zeichen für eine Postfiliale.

Als dritte Möglichkeit bleiben euch die Automaten von 7Eleven, einer der unzähligen Convenience Store Ketten in Japan, kurz Conbini genannt. In den Filialen mit Geldautomaten (Sticker hängen an der Fensterfront) könnt ihr mit euren ausländischen Karten Geld abheben.

Weitere Infos und einen ATM Locator findet Ihr hinter diesem Link.

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