Die ersten Tage in Kalifornien

Ankunft in Long Beach – Poolhaus, Wohnungssuche, Autokauf

Die ersten Tage in Kalifornien: Ankunft in Long Beach – Poolhaus, Wohnungssuche, Autokauf Die ersten Tage in Kalifornien: Ankunft in Long Beach – Poolhaus, Wohnungssuche, Autokauf Foto: Lisa Harings
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Study at the Beach 2016: Wer bloggt hier? Study at the Beach 2016 Wer bloggt hier? Zum Artikel » Lisa verbringt mit ihrer Freundin Maxime ab Januar ein halbes Jahr in Kalifornien, um dort zu studieren. Nach einem einwöchigen Trip nach New York reist sie am 6. Januar weiter nach Long Beach, um dort in ihr Auslandssemester zu starten.

Als wir am 6. Januar nachmittags in Los Angeles landen, ist unsere große Vorfreude auf Kalifornien ein wenig getrübt: Es regnet in Strömen! Regen? In Kalifornien?

Der Regen ist schnell vergessen, als wir mit dem Shuttle in Long Beach ankommen. Überall Palmen, eine riesige Stadt am Meer, Shopping-Malls – ich kann gar nicht glauben, dass wir hier die nächsten fünf Monate leben werden!

Der Shuttle bringt uns zu unserer AirBnB-Unterkunft, wo wir die ersten paar Tage vor Semesterstart leben werden und von wo aus wir uns um Auto, Unterkunft und so weiter kümmern. Unsere Gastgeberinnen sind super nett und empfangen uns herzlich. Ihr Hund Snowball ist ebenfalls ganz außer sich vor Freude. Maxi und ich teilen uns ein Zimmer im Poolhaus. Hört sich luxuriöser an, als es ist: Es handelt sich um einen spartanisch eingerichteten Garagenhinterraum am Pool. Der undicht ist. Genauso wenig wie wir haben wohl auch unsere kalifornischen Gastgeber den Regen erwartet.

Warum man in Long Beach unbedingt ein Auto braucht

Ankunft in Long Beach – Poolhaus, Wohnungssuche, Autokauf - image/jpeg Maxi und die Hündin unserer AirBnB-Vermieterin In den ersten Tagen müssen wir uns erstmal an Long Beach gewöhnen. Im Unterschied zu New York ist die Stadt extrem weitläufig, es gibt keine Hochhäuser, überall stehen Einfamilienhäuser und Supermärkte findet man nur geballt. Bäckereien sehen wir hier keine – dafür zahllose Donut-Shops, Fastfood-Ketten und mexikanische Restaurants. In den ersten Tagen sind wir ganz optimistisch und erledigen alles zu Fuß.

Wir sind wahrscheinlich schon bekannt als die “Walking Germans”, denn außer uns trifft man eigentlich niemanden auf der Straße. Nach einem Tag schon wissen wir warum: Man läuft unglaublich lange. Ob zur Wohnungssuche, zur Uni oder zum Einkaufen, für jeden Weg brauchen wir gut eine Stunde, weil die Stadt so weitläufig ist. Sehr frustrierend und zeitraubend ohne Auto! Manchmal gibt es nicht mal einen Bürgersteig oder er endet mitten auf dem Highway. Busfahren ist hier auch nicht: Die Busse fahren nur gut drei Mal pro Stunde – und brauchen genauso lange wie wir selbst zu Fuß.

Unsere Rettung: Homestay in der Nähe der Uni

Glücklicherweise finden wir bereits in den ersten paar Tagen eine dauerhafte Unterkunft in der Nähe der Uni, so dass wir zumindest dorthin zu Fuß laufen können. Es handelt sich um eine private Unterkunft, in der ein älteres Ehepaar wohnt. Tom und Lee Ann vermieten die ehemaligen Zimmer ihrer Kinder seit zehn Jahren an internationale Studenten.

Unsere Einzelzimmer sind komplett möbliert, wir dürfen Küche und Utensilien mitnutzen und teilen uns sogar ein eigenes Bad. Als Student hat man in Long Beach viele Möglichkeiten, eine Wohnung zu beziehen. Neben “Homestay” (Zimmer in privater Unterkunft) kann man auf dem Campus im Studentenwohnheim wohnen, wo man entweder ein Einzelzimmer oder geteiltes Zimmer hat. Oder man bezieht eine eigene Wohnung mit anderen Studenten, die oft in großen Appartmentkomplexen vermietet werden. Allerdings muss man die Wohnung dort auch komplett einrichten und Utensilien besorgen.

Nächster Schritt: Autokauf

Ankunft in Long Beach – Poolhaus, Wohnungssuche, Autokauf - image/jpeg Auch wenn wir unimäßig jetzt wohl die beste Wohnlage erwischt haben, haben wir ein wenig Pech mit Supermärkten. Die nächsten bezahlbaren Supermärkte liegen zu Fuß alle gut eine Stunde entfernt. Also machen wir uns über das Wochenende auf Autosuche. Im International Office unserer amerikanischen Uni haben wir bereits einen guten Freund gefunden, der uns nicht nur bei unseren Studienangelegenheiten, sondern auch bei der Autosuche hilft. Abraham fährt mit uns zu verschiedenen Gebrauchtwagenhändlern, um nach einem Auto zu schauen.

Ursprünglich wollten wir eigentlich irgendein billiges Schrottauto kaufen, Hauptsache es hält in der Zeit, die wir in Long Beach leben. Da wir die letzten Tage aber auch über einige verrückte Roadtrips fantasiert haben, beschließen wir, ein wenig mehr zu investieren und uns ein zuverlässiges Auto zuzulegen, das wir am Ende unserer Reise wieder verkaufen können. Und tatsächlich: Wir finden einen gut erhaltenen Kia in umwerfend schönem Gold. (Warum die Amerikaner so gerne goldene Autos fahren, bleibt uns ein Rätsel.)

Der Sprit ist hier übrigens unglaublich günstig. Auch wenn Kalifornien im Vergleich zu anderen US-Staaten die teuersten Tankpreise hat, zahlen wir für eine Tankfüllung nur 30 Dollar.

Mit unserem schicken goldenen Kia fahren wir nun ganz entspannt durch Long Beach. Nächster Halt: Food for Less, das günstige Shoppingparadies für den Lebensmitteleinkauf!

Alle Bilder unserer ersten Tage in Long Beach findet ihr in der Bilderstrecke!

Lisa Harings (23) schreibt auf TONIGHT.de darüber, wie sie es geschafft hat, ihr Auslandssemester komplett alleine auf die Beine zu stellen und teilt all die Momente, Eindrücke und verrückten Erlebnisse, die ihr in ihrem Auslandssemester und auf dem Weg dorthin begegnen werden. Alle Texte von Lisa findet ihr auf TONIGHT.de/travel!