Unangenehme Situation

Blähungen unterdrücken – ist das gefährlich?

Unangenehme Situation: Blähungen unterdrücken – ist das gefährlich? Unangenehme Situation: Blähungen unterdrücken – ist das gefährlich? Foto: Shutterstock / Africa Studio
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Blähungen hat jeder Mensch. Aus Scham unterdrücken Menschen jedoch oft das Bedürfnis, sich "Luft zu verschaffen". Doch ist das Unterdrücken von Blähungen eigentlich gesundheitlich gefährlich?

Eher nein. Es gebe keine Untersuchungen oder wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu, sagt Dagmar Mainz, Sprecherin des Berufsverbands Niedergelassener Gastroenterologen. "Fest steht nur: Menschen können nicht platzen. Blähungen kann man nur begrenzt anhalten", erklärt die Medizinerin mit einem Augenzwinkern. Blähungen können weh tun und im Bauch drücken. Aber so oder so: Irgendwann muss die Luft raus.

Bei einem Gespräch mit Kollegen oder in einem voll besetzten Bus: Jeder kennt unangenehme Situationen, in denen man bloß nicht furzen will. Kurz den Pups anhalten, um auf die Toilette zu hasten oder bei der nächsten Haltestelle auszusteigen, ist meist machbar, kann aber unangenehm sein und schmerzen. Die Medizinerin rät, "der Natur lieber ihren Lauf zu lassen".

Wer vermehrt Bauchschmerzen und Blähungen hat, sollte das jedoch mit einem Arzt besprechen. Das können Anzeichen für Lebensmittelunverträglichkeiten oder ein Reizdarm-Syndrom sein, wie Mainz erläutert.

Hin und wieder etwas aufgebläht zu sein und pupsen zu müssen, ist dagegen normal. Luft entsteht im Darm, wenn bestimmte Nahrungsmittel verstoffwechselt werden. Die Bakterien im Dickdarm produzieren dabei auch Gase, die irgendwann entweichen müssen.

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Quelle: dpa