TONIGHT in der Live Music Hall

Sängerin Amanda Jenssen im Interview – so sympathisch!

TONIGHT in der Live Music Hall: Sängerin Amanda Jenssen im Interview – so sympathisch! TONIGHT in der Live Music Hall: Sängerin Amanda Jenssen im Interview – so sympathisch! Foto: TONIGHT.de/Frank Farian
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Johnossi & Support: Amanda Jenssen | Mittwoch, 24. April 2013 Johnossi & Support: Amanda Jenssen | Mittwoch, 24. April 2013 Johnossi & Support: Amanda Jenssen | Mittwoch, 24. April 2013 Johnossi & Support: Amanda Jenssen // Mi 24.04.13 Live Music Hall 23 Fotos Im sonnigen Innenhof der Live Music Hall traf unsere Kollegin Kristina Philipp am Mittwoch Schwedens „heißesten“ Musik-Export „Amanda Jenssen“ kurz vor ihrem Auftritt auf ein kleines Interview. Dabei plauderten sie über das Tourleben, Amandas Katze Charles und ihr neues Album „Hymns for the Haunted“. Aber lest selbst, wie super gelassen und sympathisch die 25-Jährige ist.

Als sie lässig auf einer Bierzeltgarnitur im Hof Platz nahm, strahlt die schwedische Sängerin und freute sich über das tolle Wetter hier in Deutschland: „Ohh, endlich Sonne! In Schweden ist es zur Zeit fast noch Winter!“ Sie trägt ein schwarzes Spitzenoberteil und einen langen, geblümten Rock, ihre blonden Haare sind locker am Hinterkopf zusammengesteckt. Ich erkundige mich bei ihr, ob sie schon einmal etwas von „Düsseldorf“ gehört hat und sie lacht: „Es gibt einen Song der schwedischen Band „Bob Hund“ der “Düsseldorf“ heißt. An den muss ich immer denken!“ Sie erzählt mir, dass sie unbedingt einmal die Rhein Metropole besuchen will, sich bisher aber nie die geeignete Gelegenheit dazu geboten hat: „Vielleicht komme ich ja nächstes Jahr nach Düsseldorf auf Tour!“

Amanda als „Underdog“

Neues Album "Hymns For The Haunted" : Amanda Jenssen: Schwedische Rockröhre auf Deutschland-Tour Neues Album "Hymns For The Haunted" Amanda Jenssen: Schwedische Rockröhre auf Deutschland-Tour Zum Artikel » Bei ihrer letzten Schweden-Tour lernte Amanda die Indie-Rockband „Johnossi“ kennen, die ebenfalls in Schweden beheimatet sind. Die Jungs fragten die blonde Schönheit kurzerhand, ob sie mit ihnen auf Tour gehen möchte und sie sagte spontan zu.

Für Amanda ist die diesjährige Deutschland-Tour daher eine ganz neue Erfahrung, denn dieses Mal ist die Musikerin „nur“ der Support für Johnossi. Das macht der 25-Jährigen allerdings nichts aus - im Gegenteil: „Bisher war ich noch nie der Supporting-Act, das ist total neu für mich! Aber ich genieße es, ausnahmsweise auch mal der „Underdog“ zu sein“, erzählt mir Amanda im Interview. Im letzten Jahr war die schwedische Musikerin in Begleitung einer Big Band, bestehend aus sechs Musikern, auf Deutschland-Tour - diesmal hat sie nur zwei Musiker mit dabei.

Amanda on Tour

Amanda Jenssen - image/jpeg Das neue Album von Amanda Jenssen ("Hymns for the Haunted“) handelt von inneren Auseinandersetzungen und gescheiterten Beziehungen. Ich frage Amanda, wie es so ist, auf Tour zu sein, ob es anstrengend und aufregend sei. „Man gewöhnt sich daran“, erklärt mir die junge Schwedin, „Ich schlafe jede Nacht in einem anderen Hotelbett und bin die ganze Zeit viel mit dem Auto unterwegs - dabei bin ich eigentlich gar keine gute Autofahrerin! Aber man findet irgendwie eine andere Art von Zuhause“. Das härteste am Tourleben für die hübsche Schwedin: Sie vermisst ihre schwarze Katze „Charles“. “Ich musste ihn zuhause lassen - das Touren ist ja nichts für ein Kätzchen. Aber ich habe ein paar gute Freunde die auf ihn aufpassen und ihn verwöhnen während ich weg bin“, bedauert Amanda.

Ihr neues, bereits drittes Album „Hymns for the Haunted“ handelt von inneren Auseinandersetzungen und gescheiterten Beziehungen, wie sie mir im Interview berichtet. Es sei ein sehr persönliches Album: „Man könnte fast sagen, dass es autobiografisch ist. Ich wollte, dass es mysteriös klingt und gewaltig - wie ein Movie-Soundtrack!“, verrät sie. Ihre Songs schreibt Amanda alle selbst - das merkt man auch bei ihrer Performance.

Amanda on Stage

Auf der Bühne ist Amanda mit sexy Pailletten-Höschen und blonder Walle-Mähne ganz in ihrem Element. Man spürt, wie viel der Sängerin ihre Songs bedeuten. Leidenschaftlich-sanft haucht sie mit ihrer unvergleichlichen, rauchigen Stimme ins Mikro, um in der nächsten Sekunde plötzlich vollkommen abzurocken. Die Songs sind wunderbar eingängig, spritzig und machen extrem gute Laune. Der Sängerin scheint es auf der Bühne ebenso zu gehen wie dem Publikum. Immer wieder rauft sie sich die Haare und springt wild auf der Bühne herum. Bei ihrem letzten Song „Dry my soul“ ist sie nicht mehr zu halten: Sie sprüht vor Energie! Und ich wundere mich, wie viel Power in einer so zierlichen Frau steckt...

Amanda Jenssen - image/jpeg Auf der Bühne ist Amanda Jenssen ganz in ihrem Element.

Leider viel zu schnell ist der Auftritt vorbei. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit performte Amanda bei ihrem Gig in der Live nur fünf Lieder und konzertrierte sich dabei hauptsächlich auf ihr neues Album „Hymns of the Haunted“, von dem sie die drei Songs „Ghost“, „Illusionist“ und „Dry my soul“ spielte. Aber auch von ihren anderen beiden Alben gab sie zwei Songs zum Besten: „Amarula Tree“ von ihrem 2008 in Schweden erschienenen Debütalbum „Killing my Darlings“ und „Happyland“ von ihrem gleichnamigen Album aus 2009.

Kritik: Amanda Jenssen: Hymns For The Haunted Kritik Amanda Jenssen: Hymns For The Haunted Zum Artikel » Auch wenn der Auftritt kurz war - Amandas Performance war auf den Punkt: ehrlich, energetisch und irgendwie eigenwillig. Ihre Stimme ist einfach genial, auf der Bühne macht sie richtig Stimmung und nebenbei ist sie auch noch wahnsinnig sympathisch. Hoffentlich gelingt ihr bald auch in Deutschland der große Durchbruch, denn sie schreibt klasse Songs und auch bei ihren Bühnenauftritten hat sie (mal abgesehen davon, dass sie toll aussieht) wirklich etwas zu bieten! Schaut euch bei Gelegenheit mal ein Konzert von ihr an - seeehr zu empfehlen!