Konzert in Düsseldorf

Robbie Williams kann es immer noch

Konzert in Düsseldorf: Robbie Williams kann es immer noch Konzert in Düsseldorf: Robbie Williams kann es immer noch Foto: David Young
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Er hat es mal wieder bewiesen: Niemand ist charmanter und gleichzeitig rockstariger als Robbie Williams. Nicht nur Stephanie aus Düsseldorf dürfte der Abend lange in Erinnerung bleiben.

Mit "I've had the time of my life" aus dem Film "Dirty Dancing" schickte Robbie Williams am Mittwoch seine Fans nach rund 90 Minuten Konzert in die Nacht. Kein Song, auch kein eigener, hätte an dieser Stelle besser gepasst: Es war ein großes Fest, das Sänger und Besucher da in der Esprit-Arena zusammen feierten. Obwohl der Sänger heute sichtlich ruhiger, vielleicht müder ist, als er früher noch war. Gestört hat das keinen.

Er trägt eine Art Schottenrock mit einem schwarzen Muskelshirt, den Boxermantel, mit dem er die Bühne betritt, wirft er schnell weg. Robbie tanzt mit den unfassbar schönen Tänzerinnen, er schäkert mit dem schockverliebten Publikum, kuschelt mit seinem Papa zu "Sweet Caroline", er spielt nur übersichtlich viele Songs seiner aktuellen Platte "The Heavy Entertainment Show" und ziemlich viele alte Sachen. Das Publikum dankt es ihm, kann jede Zeile von "Angels" und "Feel" und dem früheren Opener "Let Me Entertain You" mitsingen.

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Apropos Schäkern: Das kann noch immer keiner charmanter und gleichzeitig rockstariger: Der Brite, der bis zu seinem Ausstieg 1995 bei "Take That" gesungen hat, holt Stephanie aus Düsseldorf auf die Bühne, sie drückt ihn und hakt sich bei ihm unter, als Robbie sich mit ihr auf eine Bank setzt. Stephanie, die Arme, die sicher dennoch selig war, bekommt eine Maske aufgesetzt, die nach Bauchrednerpuppe aussieht, und Robbie singt sie mit dem Song "Something Stupid" an. "And then I go and spoil it all by saying something stupid like I love you" singt er und mutmaßlich hätte Stephanie noch viel lustiger aussehende Masken für diesen Moment ertragen.

Eine Stufe mehr auf der Schäkerskala gibt es dann, als Williams erzählt, er habe in Dresden auf den Brüsten einer Frau unterschrieben. Der Sänger verlässt die Bühne, macht sich auf den Weg zu den Fans in den ersten Reihen – und findet eine Frau, die auch ein Hautautogramm haben will. Sie schaut ganz kurz ziemlich verknittert, als würde sie Aufwand und Ertrag gegeneinander abwägen – und hebt ihr T-Shirt. Nicht überliefert ist, ob sie den Edding-Schriftzug beim Tätowierer nachstechen lässt.

"My Way" von Frank Sinatra singt der Engländer als letzten echten Song, das geht noch mal mitten rein, und wenn man vorher Zweifel hatte, ob der Mann, der lange einer der besten Bühnenmenschen überhaupt war, es heute noch kann: er kann.

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Quelle: RP