Diskussion um Proberäume

Proberäume: Stadt sieht sich nicht in der Pflicht

Diskussion um Proberäume : Proberäume: Stadt sieht sich nicht in der Pflicht Diskussion um Proberäume : Proberäume: Stadt sieht sich nicht in der Pflicht Foto: Hans-Juergen Bauer
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Es fehlt in Düsseldorf an Proberäumen für Bands – und die Stadtverwaltung sieht sich nicht in der Verantwortung, die Lage zu verbessern. Das sind die bisherigen Ergebnis einer Recherche zu dem Thema auf Anfrage von CDU und FDP.

Auslöser waren Proteste von Musikern Anfang des Jahres gewesen. Sie beklagen schon länger, dass es in Düsseldorf an geeigneten und bezahlbaren Räumen mangelt, in denen Bands spielen können. Die Recherche der Stadt, deren Zwischenergebnisse der Beigeordnete Hans-Georg Lohe jetzt dem Kulturausschuss vorstellte, bestätigt diese Klagen.

Diesen Samstag: Das Open Source Festival 2012 Diesen Samstag Das Open Source Festival 2012 Zum Artikel » So gebe es zwar nach dem Wegfall des Bunkers Gatherweg und des Rockbunkers Gerresheim noch rund 200 offiziell annoncierte Proberäume. Deren Zustand ließe allerdings oft zu wünschen übrig. Nur wenige Proberaumzentren seien trocken, hell, einbruchgesichert und gut zugänglich, hat die Recherche gezeigt. Die Stadtverwaltung sieht sich allerdings nicht dafür zuständig, dies zu ändern. Dies sei Sache der privaten Anbieter. Denn das Betreiben von Proberäumen sei in der Regel attraktiv für private Träger.

Die Stadt hofft, dass deshalb mehr Anbieter Räume einrichten. Um städtische Proberäume einzurichten, fehlen nach Auskunft der Verwaltung zudem geeignete Gebäude. Nur in einem Punkt machte Lohe den Musikern Hoffnung: Um private Träger zu motivieren, Proberäume in einem bestehenden Gebäude einzurichten, würde die Stadt gegebenenfalls über einen Zuschuss zum Umbau nachdenken. Denn oft scheiterten Proberaumzentren etwa an den hohen Kosten für den Brandschutz – dies hatte kürzlich auch zur Schließung des Bunkers Gatherweg und des Rockbunkers Gerresheim geführt. Als Gegenleistung würde die Stadt aber Auflagen wie einen Höchstmietpreis und eine Mitbestimmung bei der Auswahl der Bands verlangen.

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