Musik in unseren Ohren!

Die besten Alben 2017

Musik in unseren Ohren!: Die besten Alben 2017 Musik in unseren Ohren!: Die besten Alben 2017 Foto: Shutterstock.com

Von Monat zu Monat haben wir die 5 besten Alben für euch herausgepickt und in unzählige Tracks “reingehört”. Jetzt wird es Zeit für die große Abrechnung: Diese Alben klettern in die "Tonight Top 20". Wer schafft es auf den ersten Platz?

2017 war musikalisch ein höchst ergiebiges Jahr - und das praktisch in allen Kategorien! Ganz egal ob Electro, Charts, Rap oder Rock und Metal, unzählige hochwertig produzierte Scheiben rotierten bei uns durchs Trommelfell und kitzelten die letzten Glückshormone aus unseren zerebralen Windungen. So macht Musik Spaß!

Doch nicht jede Perle landete automatisch in den Top 10, nicht jede coole Indie-Band wurde augenblicklich zum Star. In unserer Bilderstrecke zu den besten Alben 2017 haben wir deshalb auf eine ausgewogene Mischung geachtet: Nicht jede Platte muss unbedingt in den Top 10 platziert gewesen sein, um hier zu landen.

Crème de la Crème für das Trommelfell Die besten Alben 2017 56 Fotos

Nach langem Überlegen haben wir uns nun auf eine Top 20 der besten Alben 2017 festgelegt. Wie immer gilt natürlich auch hier: Musik ist und bleibt Geschmackssache. Oder um es kurz zu machen: Hier findet ihr einfach nur gute Musik, frei von irgendwelchen Genre-Zwängen und Chart-Platzierungen! Das große "Tonight-Best-of", sozusagen ;-)

Die 20 besten Alben 2017

1. Platz: Ed Sheeran - Divide

Muss man über Ed Sheeran wirklich noch etwas sagen?

2. Platz: Kendrick Lamar - DAMN.

Das monumentale Hip-Hop-Meisterstück des Jahres.

3. Platz: Paul Weller - A Kind of Revolution

Auf seinem dreizehnten (!!!) Studio-Album seit 1992 liefert der englische Sänger John William "Paul" Weller ein Meisterstück in Sachen Rock nach dem nächsten. Geniale Kompositionen, tolle Rock'n'roll Stücke wie "Woo Sé Mama" und "Nova", starke Balladen wie "Long Long Road" - hach, da ist so viel guter Stoff dabei, dass es eine Wonne ist!

4. Platz: Mura Masa - Mura Masa

Mit 21 Lenzen regelrecht blutjung im Geschäft ist Alex Crossan, der von der Insel Guernsey stammt - ein kleines Biotop zwischen der Nomandie und England, welches weder zu letzterem gehört, noch zur EU. Sein Sound: Eine Prise Dubstep hier, etwas HipHop dort, eine Schippe Trap, 'ne Portion House und jede Menge Pop, mal schnell und tanzbar, mal langsam und nachdenklich, aber immer auf den Punkt und mit einigen pumpenden Beats versehen.

5. Platz: Katy Perry - Witness

Die neue Königin des Pop futterte sich mit "Bon Appetit" durch die Charts. Überraschung: Das dazugehörige Album "Witness"lässt selbst Anti-Pop-Hörer die Lauscher aufstellen - insbesondere wenn solche derben Beats wie bei "Swish Swish" durch die Boxen hallen. "Déjà Vu" hat einen geilen 80er Jahre Beat, und das süße "Miss You More" lässt uns eine kleine Träne verdrücken. Insgesamt 15 astreine Tracks lassen "Witness" den Thron des "Pop Album des Jahres" besteigen.

6. Platz: Father John Misty - Pure Comedy

Joshua Michael "Josh" Tillman, alias "Father John Misty" ist ein wahrer Tausendsassa und war in so vielen Indie-Rock-Bands als Mitglied dabei, dass wir mit dem Zählen kaum mehr nachkommen. Sein neues Album "Pure Comedy" ist alles andere als komisch: Die 13 Tracks umfassende Scheibe hangelt sich von traurigem Indie-Rock zu Pop-Rock-Meisterwerk. Sein Gesang und die Klavier-Parts erinnern dabei schnell an einige der besten Elton-John-Songs - gleich der Einstieg mit "Pure Comedy" hätte so auch auf "Honky Chateau" erscheinen können. Ein größeres Lob können wir dem Mann hier kaum machen.

7. Platz: Queens of the Stone Age - Villains

"Villians" ist nicht weniger als eine der besten Rockplatten des Jahres - und weitaus wichtiger, eine der besten Platten im Schaffen der Queens of the Stone Age. Insbesondere "The Way You Used to Do" dürfte noch in zwanzig Jahren mit den Worten "So geil waren die Queens of the Stone Age im Jahr 2017!" aus der Mottenkiste des Internets herausgekramt werden - das Teil ist großartig, verschroben, sau cool, groovy wie ein Erdrutsch - und ganz nah dran am Überhit "No One Knows".

Da ist es gut zu wissen, dass sich keiner der acht weiteren Songs auf dem Album dahinter verstecken muss: "Head Like a Haunted House" beispielsweise, der seine Riffs und schrillen Effekte zelebriert wie eine Geisterbahnfahrt auf Crack und das Ganze mit einer dicken Prise "Rocky Horror Picture Show" veredelt. Oder das sperrige "The Evil Has Landed", bei dem sich die musikalische Umarmung des Teufels höchstpersönlich bis in die feinsten Rückenhaare entlädt

8. Platz: Harry Styles - Harry Styles

Dass einer der Jungs der englisch-irischen Boy-Band "One Direction" irgendwann mal ein Album heraushauen würde, welches sich locker mit Größen wie Oasis messen kann... DAS hat man damals ganz sicher nicht so kommen sehen! Kurz: Die Welt hat einen neuen Rockstar, und er heißt Harry Styles. Kein schlechter Name, um eine Karriere abseits von "One Direction" zu starten.

9. Platz: Vince Staples - Big Fish Theory

In Beats und Synths gegossener Wahnsinn: Nach dem ersten Durchhören von "Big Fish Theory" mussten wir uns erstmal wieder sammeln und unser Trommelfell von der Wand kratzen! Vincent Jamal "Vince" Staples verzahnt brutale Electro-Rave-Parts mit noch brutaleren Beats, kreativen Synthies und Soundeffekten wie im Videospiel. Obendrauf kommen dann noch astreine Rap-Lyrics, und fertig ist die "Big Fish Theory".

10. Platz: Bicep - Bicep

Elektronische Musik mit Muckis aus London - Bicep sind ein DJ-Duo von der Insel und liefern mit dem gleichnamigen Album gleich mal ein absolut hörenwertes Meisterwerk ab, welches sich auch bestens als Soundtrack für ein Videospiel wie WipEout eignen würde. "Reinhören" sollte man in die 12 Tracks am besten nicht: Hier tut "Durchhören" Not!

11. Platz: Bilderbuch - Magic Life

12. Platz: Future - Future / HNDRXX

13. Platz: Die Toten Hosen - Laune der Natur

Als Düsseldorfer Redaktion müssen wir verstorbenen Schlüpper natürlich mit in die Top 20 nehmen. Aber auch im toten Winkel der Fanboy-Augen liefern Campino, Andi, Breiti, Kuddel und Vom hier einfach ein fantastisches Album ab, welches immer wieder nach einer Extrarunde im Player verlangt.

14. Platz: Calvin Harris - Funk Wav Bounces Vol. 1

15. Platz: Pokey LaFarge - Manic Revelations

Die volle Ladung amerikanische Rootsmusik, bestehend aus einer Prise "Swing", "Blues", "Gospel", "Country" und "Rock" - es ist gar nich so einfach den Finger auf das zu legen, was der heute 33jährige Junge aus Illinois da mit seiner 6-Mann-Band fabriziert.

Was wir definitiv sagen können: Das Ergebnis überzeugt! "Manic Revelations" bietet 10 wunderbare Tracks, die dazu motivieren die Füße von der Veranda in die Sonne zu strecken und auf der erdachten Zauber-Mundharmonika loszulegen.

16. Platz: Faber - Sei ein Faber im Wind

"Es ist so schön, dass es mich gibt, du hast Glück dass du mich triffst..." So beginnt die rein deutschsprachige Platte des Schweizers "Faber", alias Julian Pollina. Über 13 Tracks hinweg beweist "Sei ein Faber im Wind", dass deutsche Lyrics nicht immer in düsteren Hinterhof-Rap eingebettet sein müssen, um zu funktionieren. Dabei ist "Faber" an einigen Stellen mindestens genauso dreckig und rabiat, wie die trendig-verwöhnten Hip Hop Babysitter der deutschen Sprache.

17. Platz: Yellow Claw - Los Amsterdam

"Dürfen wir vorstellen: Eines der besten Elektro-Alben des noch jungen Jahres!" - und zum Ende des Jahres sieht unsere Meinung über das famose "Los Amsterdam" nicht anders aus! Das charmante DJ-Duo aus Amsterdam (Jim Taihuttu und Nils Ronduis, alias Nizzle) mixed sich querbeet durch diverse Techno-Genres, wobei sie merklich "ruhiger" und erwachsener geworden sind. 

18. Platz: Paramore - After Laughter

Paramore sind endlich und endgültig im Pop angekommen: Vergessen sind die rockigen "RIOT!"-Tage. Kaum eine Band hat den Spagat zwischen Punkrock und Pop so gut hinbekommen, ohne sich selbst zu verraten.

Denn, soviel ist sicher, die Essenz von Paramore, Hayley Williams wunderbare Candy-Stimme, leuchtet noch immer als greller Lolly vor dem inneren Auge, während der musikalische Zucker ins Ohr gedrückt wird. Den aktuellen 80s Vibe aufgreifend buddeln sie sich quer durch schräge Arrangements und knuffige Synthies. Sonnenbrille nicht vergessen, dieses Album ist einfach nur saucool!

19. Platz: Rag’n’Bone Man - Home

20. Platz: LCD Soundsystem - american dream

Um es gleich mit dem ersten Track von "american dream" zu sagen: "Oh baby", LCD Soundsystem sind wieder da! Und sie haben ein dickes Paket besten Elektro-Pop mitgebracht: Gleich der Titeltrack führt uns mit epischen Synthies ins Album hinein, "other voices" erinnert an alte Talking Head Scheiben und "change yr mind" grooved über klirrende Gitarrensaiten hinweg. Der Höhepunkt schließlich hört auf den Titel "call the police", ein Song über den selbst U2 zu seinen besten Zeiten stolz gewesen wäre.