Gefahr für die Öffentlichkeit

Mann muss Polizei vor Sex um Erlaubnis bitten

Gefahr für die Öffentlichkeit: Mann muss Polizei vor Sex um Erlaubnis bitten Gefahr für die Öffentlichkeit: Mann muss Polizei vor Sex um Erlaubnis bitten Foto: VGstockstudio/shutterstock
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Ein 29-jähriger Mann aus Großbritannien muss zukünftig vor jedem Geschlechtsakt die Polizei um Erlaubnis bitten. Was unglaublich klingt, ist tatsächlich die Vorgabe eines Gerichts. Der Fall scheint der erste seiner Art zu sein.

Weil er zwei Frauen absichtlich mit seiner HIV-Infektion ansteckte, muss sich Aaron Sutcliffe, 29 Jahre, ab sofort eine schriftliche Erlaubnis der Polizei einholen, bevor er sich dem Akt widmen kann.

Sobald er mit einer Person intim werden will, muss der 29-Jährige der Polizei Lancashire die Kontakdaten des Sexpartners mitteilen. Nachdem dieser kontaktiert wurde und die Polizei die Zustimmung erteilt hat, darf es losgehen. Die Anordnung geht aus einem Gerichtsurteil hervor. Das berichtet der Mirror.

Dieser Gerichtsentscheid ist mutmaßlich der erste dieser Art. Er besagt nicht nur, dass der 29-jährige Sutcliffe den Beamten den Namen jeder Person mitteilen muss, mit der er plant, in die Kiste zu hüpfen. Sie gilt darüber hinaus sowohl in Großbritannien als auch im Ausland und für Vaginal-, Oral- und Analsex. Das Urteil schließt zudem Männer und Frauen als Sexpartner ein. Obendrein bekam er eine Kondompflicht auferlegt.

Weiter heißt es in dem Urteil: "Sie müssen den Sex sofort abbrechen, sobald es irgendein Anzeichen gibt, dass das Kondom in irgendeiner Weise beschädigt ist."

Der arbeitslose Sutcliffe, der in Fleetwood wohnt, sei eine Gefahr für die Öffentlichkeit, die geschützt werden müsse, heißt es in der Urteilsbegründung. 

Sein Verteidiger Patrick Nelligan fechtete das Urteil nicht an. Sein Mandant wisse, dass er sein Sexualverhalten anpassen müsse. Seine aktuelle Partnerin würde über seine Krankheit Bescheid wissen.