Schöne Fassaden, Skulpturen und Heine

Unterwegs in Düsseldorfs Altstadt

Schöne Fassaden, Skulpturen und Heine: Unterwegs in Düsseldorfs Altstadt Schöne Fassaden, Skulpturen und Heine: Unterwegs in Düsseldorfs Altstadt Foto: Leah Hautermans

Mit der Altstadt verbindet der Düsseldorfer vor allem eins: das Feiern. Doch das Stadtzentrum kann einiges mehr als nur die längste Theke der Welt zu sein - hebt man den Blick von der bunten Neonschrift, entdeckt man wunderschöne Fassaden an Häusern, die bis 1691 zurückdatieren. Aber auch Skulpturen und beschauliche Plätze fand unserere Kollegin Leah auf ihrer Entdeckungstour. 

Schöne Fassaden, leere Straßen und Heinrich Heine Die Düsseldorfer Altstadt am Morgen 47 Fotos

An einem kalten Januarmorgen ist die Altstadt wie ausgestorben. Während die Feiertempel der Nacht von LKWs und Transportern neu befüllt werden, sind nur wenige Touristen zwischen Bolkerstraße und Burgplatz unterwegs. Sie fotografieren das Rathaus, den Schlossturm, den verdrehten Kirchturm von St. Lambertus, dann ziehen sie weiter. Dabei gibt es noch jede Menge weitere Fotomotive in Düsseldorfs Altstadt, wenn man sich nur ein bisschen Zeit lässt und den Blick schweifen lässt.

DSC_0160 - image/jpeg

Zum Beispiel der Stiftsplatz vor der St.-Lambertus-Kirche, eine behütete, historische Idylle mitten im Zentrum der Partykultur. Dieser Platz hat sich seit Jahrzehnten nicht verändert, seine modernste Ergänzung ist der Brunnen von 1938.

Monument_pano - image/jpeg

Überhaupt findet man immer wieder Denkmäler und Skulpturen, wenn man durch die Straßen streift. Das Stadterhebungsmonument am Burgplatz ist natürlich jedem bekannt, aber es ist spannend zu sehen, wie mit ihm umgegangen wird: Dass beispielsweise die Nase des Bergischen Löwen vom ständigen Anfassen gold geworden ist, ebenso wie der Totenkopf an der linken Seite.

DSC_0097 - image/jpeg Auf Litfaßsäulen begegnet man einigen Säulenheiligen des Künstlers Christoph Pöggeler. Zehn Stück gibt es mittlerweile in Düsseldorf. Die „Braut“ etwa tanzt in der Nähe des Filmmuseums, passend auf der Werbung zu Whitney Houstons Show – „The greatest love of all“.

Zwischen all den Kneipen und Clubs entdeckt man plötzlich Läden, die am Abend geschlossen sind und im Gewusel untergehen. Die Literaturhandlung im Heine Haus auf der Bolkerstraße zum Beispiel.

Lyrik und Film

Heinrich Heine ist sowieso allgegenwärtig in der Altstadt. Nicht nur an seinem Geburtshaus (Bolkerstraße 53, besagtes Heine Haus), man findet auch Hinweise darauf, wo der Dichter „glückliche Stunden“ verbrachte und wo er gerne trank. Die Stadt ehrt ihren Lyriker, wo sie nur kann.

In der Schneider-Wibbel-Gasse – von vielen aufgrund der ansässigen Restaurants auch die „spanische Gasse“ genannt – findet man das Cinema, ein Kino der Düsseldorfer Filmkunstkinos. Im großen, in Rottönen gehaltenen, Kinosaal kann man Filme fernab der Blockbuster genießen.

Für Filmfans lohnt sich zudem ein Besuch im Filmmuseum. In der Dauerausstellung wird die Geschichte des Films greifbar und mit vielen interaktiven Exponaten nacherzählt. Es gibt sogar ein begehbares, nachgebautes Hollywoodstudio.

Neugierig geworden? Dann klickt euch durch unsere Fotostrecke - oder macht euch morgen früh selbst auf den Weg! :)

Lichter, Engel und Glühwein: Unterwegs im Weihnachts(düssel)dorf Lichter, Engel und Glühwein Unterwegs im Weihnachts(düssel)dorf Zum Artikel »

Familiäres Hauptstadtflair: Unterwegs in Düsseldorf-Flingern Familiäres Hauptstadtflair Unterwegs in Düsseldorf-Flingern Zum Artikel » Ein Viertel im Wandel: Unterwegs in Düsseldorf-Derendorf Ein Viertel im Wandel Unterwegs in Düsseldorf-Derendorf Zum Artikel » Schöne Plätze und Cafés: Unterwegs in Düsseldorf-Unterbilk Schöne Plätze und Cafés Unterwegs in Düsseldorf-Unterbilk Zum Artikel »

Der besondere Wochenmarkt Tour über den Carlsplatz 52 Fotos