"Tonight we dine in hell!"

Total War: Arena - Gamescom Preview

"Tonight we dine in hell!": Total War: Arena - Gamescom Preview "Tonight we dine in hell!": Total War: Arena - Gamescom Preview Foto: Wargaming Alliance
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"Wargaming.net" ist bekannt für seine überaus erfolgreichen Free2Play-Spiele "World of Tanks" oder "World of Warships". Und die bekommen bald Zuwachs. Die Macher der großen Total-War-Strategiespiele wollen mit "Arena" ein neues Online-Taktik-Highlight schaffen. Unser erster Eindruck: episch!

Kenner der Total-War-Reihe wissen, wie viel Zeit in den Spielen in die Strategie wie dem Aufbau der Truppen oder der Städte investiert wird. Ich als Veteran kann sagen: Es sind Stunden. Und die Schlachten selbst können sich dann auch noch einmal lange ziehen. Das sind nicht die besten Voraussetzungen für ein schnelles Free2Play-Game. Aber Total-War-Entwickler Creative Assembly hatte mit Arena eine Idee, wie es funktionieren kann und nach eigenen Aussagen mit Wargaming.net dann auch den passenden Partner dafür gefunden.

Und was ist das nun für eine Idee? Es ist im Grunde ganz einfach. Das "Online-Total War" verzichtet auf den ganzen strategischen Part, sondern öffnet die Arena für schnelle taktische Gefechte, die in der Antike angesiedelt sind: Man wählt einen von 10 Feldherren, man bestimmt drei Einheiten für das eigene Heer und stürzt sich dann mit neun weiteren Mitspielern und ihren Armeen in eine epische Schlacht - gegen zehn menschliche Gegner und deren Armeen.

Am Ende stehen sich 20 Heere mit jeweils bis zu 300 Mann gegenüber. Oder anders gesagt: Auf dem Schlachtfeld tummeln sich bis zu 6000 virtuelle, sehr gut animierte Soldaten: Da marschieren Infanteristen gegen Bogenschützen, denen die Kavallerie eines gegnerischen Feldherren in die Flanke fällt. Und schon eilen die Truppen eines befreundeten antiken Helden zur Hilfe. In dem Gewusel fällt kaum auf, dass sich auf dem gesamten Schlachtfeld ständig die Front verschiebt.

Und während die Gegner sich im Kampf mit einer Armee aufreiben, dringt ein anderer Feldherr in das Basislager der Feinde ein. Denn das ist das Ziel auf den großen, wirklich großen Karten: das Basislager der Gegner erobern oder alle ihre Truppen vernichten - je nachdem, was schneller passiert.

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Bis zu 6000 virtuelle Soldaten auf einer Karte

Und wo liegt nun der taktische Part? Der Feldherr hat nicht nur diverse Truppen, aus denen er drei für die Schlacht auswählt. Sie sammeln mit der Zeit Erfahrung und können sich spezialisieren oder neue Fähigkeiten erwerben. Grob gesagt: Ich starte mit einem unkoordinierten Bande von schmutzigen Schlägern, aus denen dann mit der Zeit Elite-Königsgarden werden.

Bereits die Zusammenstellung meiner Armee (Infanterie, Fernwaffen, Kavallerie, Belagerungswaffen) bestimmt dabei die Taktik. Dabei sind es nicht nur die Basiswerte, auf die man achten sollte. Im Detail offenbart sich beispielsweise, dass meine Einheit zwar ziemlich mächtig mit ihren hohen Kampfwert erscheint - aber nur, wenn sie im Sturm versucht, gegnerische Linien zu brechen. Lasse ich sie einfach nur im Feld eine Stellung verteidigen, geht sie trotz hoher Basiswerte unter.

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Ebenso entscheidend ist aber auch die Wahl meines Feldherren: Nehme ich einen der Kelten oder Germanen wie Vercingetorix, Arminius oder Boudicca mit ihren Kriegshunden, liegen meine Stärken in Hinterhalten oder Hit-and-Run-Taktiken. Bei den offensiv eingestellten Römern wählt man zwischen Julius Cäsar, der beispielsweise Vorteile bei den Fernwaffen hat, Germanicus oder Scipio Africanus.

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Und unter den defensiven griechischen Feldherren finden sich Cynane und Miltiades, Alexander der Große und natürlich der Spartanerkönig Leonidas (300). Jeder der Anführer hat seine eigenen Stärken und spezielle Fähigkeiten, die man mit zunehmenden Siegen freischalten und noch weiter ausbauen kann. In der Arena kämpfen sie dann auf antiken Schlachtfeldern oder an Orten von historischer Berühmtheit wie unter anderem am Rubicon, bei den Thermopylen oder am Hadrians-Wall.

Diese Schlachten erfordern von jedem Feldherren, dass er seine Verbündeten im Auge hat und vor allem auch sein Feinde und schnell reagiert. In der Praxis kann ich mir allerdings vorstellen, dass man auch in eine Gruppe gerät, in der fast jeder davon überfordert ist. Dann wird alles schneller vorbei sein, als man "Loser" buchstabieren kann.

Dennoch: Taktikfreunde werden sich mit den richtigen Leuten im Team in "Arena" verlieben, das nicht nur gut aussieht, sondern zudem Wargaming.net typisch Free2Play sein soll. Fast. Gegen echtes Geld soll man sich zusätzliche Belohnungen nach den Schlachten erkaufen können.

Wann das Spiel herauskommt, steht noch nicht wirklich fest. Am 1. September startet die Closed Beta. Die offizielle Homepage findet ihr hinter diesem Link.

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