Heroes of the Storm | Technische Alpha wieder online, neuer Patch

Anub’arak und Azmodan treten den Helden des Sturms bei

Heroes of the Storm | Technische Alpha wieder online, neuer Patch: Anub’arak und Azmodan treten den Helden des Sturms bei Heroes of the Storm | Technische Alpha wieder online, neuer Patch: Anub’arak und Azmodan treten den Helden des Sturms bei
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Nachdem Blizzard die technische Alpha zu ihrem zukünftigen Konkurrenten zu "League of Legends" und "Dota 2" für längere Zeit offline genommen haben, erstrahlt "Heroes of the Storm" nun im neuen Glanz und kommt mit zwei neuen Helden daher. 

Heroes of the Storm entwickelt sich dabei mit großen Schritten zum nächsten Standbein für Blizzard, die zuletzt mit Hearthstone gezeigt haben, dass es nicht immer "nur" World of Warcraft, Diablo 3 oder Starcraft 2 sein muss. Angelegt als MOBA treten auch bei Heroes of the Storm zwei Teams zu je fünf Spielern auf verschiedenen Karten gegeneinander an, um diverse Ziele für sich zu erobern und letztendlich die gegnerische Basis zu zerstören. 

In Sachen Perspektive und Spielmechanik erinnert der Titel recht schnell an League of Legends, Dota 2 und Co.: Jeder der Champions kommt mit vier distinktiven Fertigkeiten daher und übernimmt unterschiedliche Rollen auf dem Schlachtfeld: Von unsichtbaren Assassinen bis hin zu dick gepanzerten Kriegern, von heilenden Unterstützern bis zu versierten Spezialisten bietet auch Heroes of the Storm bereits in der technischen Alpha so ziemlich jede bekannte Helden-Rolle. 

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Der Clou kommt in Form der Helden: Arthas, Diablo, Kerrigan und Co. sind alle dem Warcraft-, Diablo- und Starcraft-Kosmos entsprungen und bieten Fan-Service pur. 

Wir haben uns bereits vor dem Abschalten der Server für längere Zeit mit dem Titel beschäftigen dürfen, wobei es nach dem Neustart in dieser Woche einen ganzen Haufen großer Neuigkeiten zu verkünden gibt. Doch fangen wir vorne an: Was genau macht Heroes of the Storm so besonders? Und hat der Titel gegen diese übermächtige Konkurrenz überhaupt eine Chance?

Wer das Tutorial hinter sich gelassen und die ersten Runden gegen andere Spieler bestritten hat, dem werden vor allem drei große Dinge auffallen, welche Heroes of the Storm von der Konkurrenz unterscheiden: Zum einen gibt es im Spiel keinen Shop, in dem Ihr Eure Helden durch das verdiente Gold aufrüsten könnt. Demensprechend entfällt auch das "Gold" als Währung: Heroes of the Storm setzt auf Erfahrungspunkte, welche Ihr durch das Töten der Vasalllenwellen - übrigens Team-übergreifend! - erhaltet. 

Wohlweißlich ist hiermit nicht der Echtgeld-Shop gemeint: Natürlich lässt sich Blizzard seine Helden und diverse Skins auch mit Echtgeld bezahlen. Alternativ greift Ihr zur kostenlosen Heldenrotation (jede Woche gibt's neue Helden zum Ausprobieren!) oder schaltet die Recken mit der durch Gewinne und verschiedene Quests erwirtschaftete Währung frei. 

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Aber wie lassen sich die Helden dann im Spiel modifizieren, oder gemäß der Umstände anpassen? Ganz einfach: Anstelle Euch hunderte, unterschiedliche Items zur Auswahl zu geben (Dota 2, League of Legends), setzt Blizzard auf ein Talentsystem, welches dem aus World of Warcraft nicht ganz unähnlich ist: So schaltet Ihr bei Eurem Level-Aufstieg von Level 1 bis Level 20 insgesamt sieben Talente (Level 1, 4, 7, 10, 13, 16 und 20) frei, welche Eure Fertigkeiten mehr Schaden verursachen lassen, Euch passive Boni gewähren oder Eure Fertigkeiten komplett variieren können. 

Mehr zu den Talenten hatten wir bereits hinter diesem Link für Euch zusammengefasst.

Punkt Nummer 2: Die Karten. Anstelle Euch auf der ewig gleichen Variation der klassischen Dota-Karte mit drei Lanes zu vergnügen, bietet Euch Heroes of the Storm aktuell gleich fünf Karten mit unterschiedlichen Layouts und verschiedenen Zielen an. In der Schwarzherzbucht müsst Ihr Schätze bergen und diese dem Geist eines Piratencaptains übergeben, damit dieser mit seiner Crew die Türme Eurer Gegner unter Beschuss nimmt. 

In den Drachengärten müssen zwei Punkte am oberen und unteren Ende der Karte gehalten werden: Somit aktiviert Ihr eine mächtige Statue in der Mitte der Karte, welche Euch in einen riesigen Drachenkrieger verwandelt. Lustig: Per Tritt befördert der Drachenkrieger seine Gegner quer durch die Luft und quer über die Karte. 

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Der Clou der Geisterminen: Für eine kurze Zeitperiode dürft Ihr in die seperat gelegenen Minen abtauchen und dort fiese Monster meucheln, um deren Totenköpfe einzusammeln. Nebenbei trefft Ihr in den Minen auf einen besonders starken Bossgegner, der einzelnen Helden schnell den Hals umdrehen kann. Wer die meisten Totenköpfe sammelt, verstärkt damit einen untoten Golem, der nach der kurzen Sammelzeit in Richtung gegnerischer Festung stampft. 

Auch das verfluchte Tal bedient sich einem "Horror"-Thema und lässt Euch die Tribute des Rabenfürsten sammeln, welche zufällig im mittleren Bereich der Karte erscheinen. Wer die Tribute für sein Team einheimsen kann, der lässt die Lebensleiste der gegnerischen Vasallen für kurze Zeit auf 1 sinken... und gegnerische Forts können Euch keinen Schaden mehr zufügen. Aua!

Die letzte Karte im Bunde hört auf den Namen "Garten der Ängste" und erinnert frappierend an "Plants vs. Zombies": Tagsüber kämpft Ihr ganz normal auf den Lanes gegeneinander, während des Nachts der florale Horror durch die Gebiete abseits der Lanes floriert. Kurz: Tötet die Pflanzen und sahnt deren Samen ab! Wer 100 Samen zusammenhat, der beschwört innerhalb der eigenen Basis ein Gartenungeheuer, welches sich ganz ähnlich wie der Drachenkrieger von einem Spieler übernehmen lässt. 

Einen vollständigen Überblick über die Karten erhaltet Ihr hinter diesem Link. 

Der letzte und wichtigste Punkt: Heroes of the Storm priorisiert Teamkämpfe. Während die klassischen Dota-Kollegen meist auf eine lange Start-Zeit auf den Lanes setzen, um an Erfahrung und Gold zu kommen, geht es bei Heroes of the Storm von Beginn an um Team-Zusammenhalt und das gemeinsame Einnehmen von Zielen. Das sind zum einen die diversen Ziele, welche die unterschiedlichen Karten bieten, zum anderen aber auch ganz klassische Ziele wie Jungle-Camps, die sich nur selten "alleine" erlegen lassen. 

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Dementsprechend solltet Ihr bei Heroes of the Storm erhebelich mehr zusammen durch die Lande ziehen, um siegreich vom Platz zu stapfen. Uns gefällt dieser Fokus sehr gut - allen voran Anfänger "verlieren" sich gerne in einem Spiel wie League of Legends und Dota 2, wobei die Spielzeit gerne mal die 50 Minuten-Marke knackt. Bei Heroes of the Storm ist das Spielgerüst erheblich gestrafft und die Ziele audiovisuell perfekt abgestimmt, um selbst Anfängern zu zeigen: Jetzt müsst Ihr hier hin! Hier gibt's eine Belohnung!

Der neue Patch und die Zukunft von Heroes of the Storm

Seitdem die Alpha wieder online ist (9. Oktober), hat sich viel getan in dem Spiel, welches recht selbstbewusst nach der Krone im Moba-Ring greifen will: Die dicken Helden Anub'arak (World of Warcraft) und Azmodan (Diablo) erweitern die bisherige Heldenriege auf insgesamt 31 Charaktere.

Nebenbei freuen wir uns über die Integration der Battle.net-Freundesliste, sowie (endlich!) die Mögllichkeit Custom-Games zu eröffnen. Außerdem wurden sogar eine Replay-Funktion und ein Zuschauermodus integriert - von Ersterer träumen League of Legends Spieler noch heute. 

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Grafik, Sound, Helden-Anpassungen, neue Reittiere und zig neue Skins: Die kompletten Patchnotes findet Ihr hinter diesem Link auf der offiziellen Seite von Heroes of the Storm.

Jetzt ist natürlich die große Frage: Wie geht's weiter? Auch Heroes of the Storm soll kostenlos bleiben und sich alleine über den Echtgeld-Shop finanzieren, indem Ihr neue Skins und Helden freischaltet. Der Zugang zur Alpha ist noch immer begrenzt, aber erst kürzlich versicherte Blizzard bald neue Einladungen an alle Battle.net-Spieler zu versenden. Behaltet also Euren Battle.net-Launcher im Auge! 

Noch besser: Meldet Euch gleich freiwillig für alle zukünftigen Blizzard-Betas!

Spätestens auf der Blizzcon 2014 vom 7. bis zum 8. November wird es auch zu Heroes of the Storm handfeste, neue Infos geben. Wir gehen aber stark von einem Start der Beta in den kommenden Monaten aus - mit ein wenig Glück fallen die Mauern noch vor Weihnachten und "jeder darf rein!". 

Soviel steht fest: Mit Heroes of the Storm hat Blizzard ein heißes Eisen im Feuer!