Dying Light wird "vorläufig" indiziert

BPjM reagiert auf Zombiegemetzel

Dying Light wird "vorläufig" indiziert: BPjM reagiert auf Zombiegemetzel Dying Light wird "vorläufig" indiziert: BPjM reagiert auf Zombiegemetzel
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Dass es die polnischen Entwickler Techland und Publisher Warner Bros. Interactive hierzulande mit dem neuesten Zombiespross "Dying Light" nicht leicht haben würden, war bereits abzusehen. Jetzt setzte die BPjM das Spiel kurzfristig auf die Liste A.

Und um hier gleich nochmal mit den ewigen "Was bedeutet eigentlich 'indiziert'?"-Fragen aufzuräumen: Die Indizierung von Dying Light bedeutet lediglich, dass der Titel hierzulande nicht beworben werden darf und nicht in die Hände von unter 18-Jährigen gehört. Hinzukommt noch ein Auslieferungsverbot für den Versandhandel: Amazon und Co. sind hier die Hände gebunden. 

"Strafbar" macht Ihr Euch jedoch definitiv nicht, wenn Ihr den Titel aus dem EU-Ausland importiert oder selbst hierzulande bei einigen Händlern "unterm Tisch" kauft - einzig der Aufwand an Eurer Seite steigt. Dass große Elektronikketten den Titel nicht führen, ist tatsächlich auf deren eigenen Mist gewachsen - zum Glück gibt es Alternativen. Und dass Ihr die 18 Lenze überschritten haben solltet, ist wohl eine Selbstverständlichkeit. 

Insbesondere PC-Zocker weichen am besten auf den Key-Handler ihres Vertrauens zurück. Hier noch schnell eine Warnung: Passt bloß auf, wo Ihr Eure Keys bestellt, denn nicht jeder "He, wir sind 1 Euro günstiger!"-Händler erhält seine Keys auf legalem Weg. Erst kürzlich wurden zahlreiche Far Cry 4 Titel von Ubisoft "einkassiert", welche auf unauthorisierten Keys basierten.

Also: Augen auf beim Key-Kauf! Informiert Euch besser vorher, ob der gewählte Händler auch vertrauenswürdig ist und rennt nicht jedem ominösen Key aus Russland hinterher, nur weil er einen Euro fuffzich billiger ist. 

Zurück zu Dying Light: Mit der kurzfristigen Indizierung und der Platzierung auf "Liste A" dürfte es nicht lange dauern, bis Dying Light endgültig auf dem Index landet. Wirklich strafrechtlich problematisch wäre jedoch erst eine Einordnung in die "Liste B" - hier landen Medien, welche nach Meinung der BPjS beschlagnahmt werden sollten.