Assassin's Creed Unity | Test-Überblick und erste Infos

"Vive la Révolution, vive la Bugs!"

Assassin's Creed Unity | Test-Überblick und erste Infos: "Vive la Révolution, vive la Bugs!" Assassin's Creed Unity | Test-Überblick und erste Infos: "Vive la Révolution, vive la Bugs!"
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Assassin's Creed Unity | Test-Überblick und erste Infos "Vive la Révolution, vive la Bugs!" 7 Fotos

Endlich ist der neueste Spross der Assassin's Creeed Saga im Handel erhältlich, doch anstelle mit stolzer Brust auf dem Podest zu stehen, hagelt es faules Obst und Kritik. Wir fassen zusammen, warum Assassin's Creed Unity in das Shitstorm-Visier der Fans geraten ist.

Nebenbei findet Ihr an dieser Stelle einen ersten Überblick über die bisherigen Tests. Wir selbst wollen uns noch etwas Zeit mit dem Test lassen, um Euch ein vernünftiges Urteil zu dem Titel bieten zu können. Doch eine Sache voraus: Vor allem technisch scheint der Next-Gen-Assassine sowohl auf PlayStation 4, als auch auf Xbox One und PC gehörig ins Straucheln zu kommen. 

Bereits bei der großen, von Ubisoft selbst angestoßenen Diskussion um die ewige "30 vs 60 Frames"-Thematik (Bilder pro Sekunde) kam es zum ersten Shitstorm - auch wir berichteten darüber.

Die Meinung vieler Fans: Es könne nicht sein, dass ein Triple A Titel wie Assassin's Creed Unity auf der neuen Hardware so langsam laufe. In der Vollversion offenbart sich, dass selbst die 30 Frames pro Sekunde nicht sauber eingehalten werden - ein besonderes Video zeigt einen Frames-Absturz bis hinab auf 5 bis 6 Bilder pro Sekunde:

Noch kurioser: Selbst die PC-Version ist - beinahe Ubisoft-typisch - nicht gefeilt vor der unsauberen Bildrate und bringt selbst gut ausgestattete PCs zum Verzweifeln. Abgesehen von einer Miriaden an Bugs, welche mit dem ehrgeizigen Open-World-Setting in Paris nunmal Hand in Hand gehen, liegt das wahre Problem des Titels scheinbar in der Grafik-Engine verborgen. 

Um es nochmal klar zu machen: Assassin's Creed Unity ist kein Projekt, an dem nur 10 Entwickler saßen. Neben dem riesigen Team von Ubisoft Montreal als leitende Entwickler, erhielt der ehrgeizige Titel weitere Unterstützung von 9 (!) weiteren Studios in Toronto, Kiew, Singapur, Shanghai, Annecy, Montpellier, Bukarest, Quebec und Chengdu. Ob hier das Sprichwort "Viele Köche verderben den Brei" passt, vermögen wir von hier aus nicht zu sagen, doch der Eindruck drängt sich auf. 

Überraschend ist die große Differenz zwischen den offiziellen Wertungen und den Bewertungen seitens der Spieler: Auf Steam etwa wird Assassin's Creed Unity aktuell mit stolzen 62 Prozent negativen Reviews abgestraft, auf Metacritic erhält die PlayStation 4 Version einen User-Score von 5,4 bei 313 Bewertungen und die Xbox One einen User-Score von mauen 3,8 bei 217 Bewertungen. 

Die PC-Version wird in den wenigsten offiziellen Tests gecovered, wobei das bereits angesprochene Kurzfazit "Selbst gut ausgestattete PCs verdauen Unity eher schlecht" beinahe überall wiederzufinden ist. Auf Metacritic gibt es dafür einen User-Score von 2,8 bei 199 Ratings. Hier noch einige Kommentare zur PC-Version:

"24 Fps on medium settings with a GTX 770 and an I7 3770k? I could run watchdogs on ultra 60 Fps and everyone knows what a mess that was. I can't even get 30 fps on medium settings." chakracat

"OK this is has got to be one of ubisofts worst optimized games to date, The game has some game breaking glitches, for example you will fall through the ground/graphics alot. On top of that the games is so broke that you will see regular people walking up walls and sitting on the roof in mid air. how the hell can a game be so broken on launch as this? [...]" mastarx1234

"The game isn't poorly optimized for PCs, it's just poorly optimized in general. The console ports are much worse--FPS in the 20s with worse graphics. With a GTX 970 and I7 920 (which is 5 years old at this point but still very capable), I get anywhere from 30-55 FPS with "very high" settings. Lowering the settings does little to improve framerate, which is a big sign of a poorly optimized game. My CPU usage is also bizarrely low. [...]" billobob

Wie schlimm die Anpassung für PC ist, werden wir wohl erst in den nächsten Tagen wirklich nachvollziehen können. Generell raten wir Euch erstmal zum Abwarten, wenn Ihr Assassin's Creed Unity auf PC zocken wollt.

Eine erste Performance-Analyse der Konsolenfassung findet Ihr auf Eurogamer / Digital Foundry und im nachfolgenden Video:

 

Natürlich besteht ein Videospiel nicht "nur" aus Technik - lasst Euch also nicht allzu sehr von dem riesigen Shitstorm beeinflussen, der aktuell durch's Internet weht. Doch leider sieht es so aus, als hätte Assassin's Creed Unity noch andere Schwächen, durchaus auch in der Geschichte rund um den neuen Assassinen Arno, sowie das ewig leidige Thema "Microtransactions". 

Ja, richtig gelesen: Auch in Assassin's Creed Unity dürft Ihr in Eure ganz reale Geldbörse greifen, um Euch die sogenannte "Hacker-Währung" im Spiel in verschiedenen Paketen zu kaufen. Von 19 bis 99 Dollar ist scheinbar alles dabei. 

Hier die erste Wertungsübersicht der englisch-sprachigen Kollegen:

Destructoid – 7
Kotaku – No
Game Informer – 8 
Eurogamer – 7
Gamespot – 7
Joystiq – 2.5/5
IGN – 7.8
Polygon 6.5
CVG – 8
Cheat Code Central – 4.4/5
Shacknews – 7
Digital Spy – 4/5
GodisaGeek – 8
Time – 3/5
Total Xbox – 8
TechCrunch – No Score 
VentureBeat – 91/100
The Digital Fix – 8
US Gamer – 3.5/5
Power Unlimited -85/100 
GamesRadar – 4/5
Post Arcade – 8 
Gaming Age – Grade C
Trusted Reviews – 9/10
Videogamer – 8
Softpedia – 7.5
ThisGenGaming – 8.5

Unser Test zu Assassin's Creed Unity folgt so fix wie möglich, mit etwas Glück noch zum Ende dieser Woche. Von einem blinden Spontankauf würden wir unter den aktuellen Bedingungen jedoch abraten, bis sich die Shitstorm-Wolken gelegt haben und etwas mehr Objektivität an die Oberfläche gelangt.

Nebenbei drücken wir die Daumen, dass Ubisoft zumindest die gröbsten Fehler per zukünftiger Patches schnell beseitigen kann. 

Assassin's Creed Unity ist ab sofort für Xbox One, PlayStation 4 und PC erhältlich.