Willkommen in der Virtuellen Realität

Playstation VR im großen Tonight-Check

Willkommen in der Virtuellen Realität: Playstation VR im großen Tonight-Check Willkommen in der Virtuellen Realität: Playstation VR im großen Tonight-Check Foto: Sony Interactive Entertainment
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Seit dem 13. Oktober ist eine der größten Gaming-Revolutionen der letzten Jahre im Handel erhältlich. Playstation VR ist, im Vergleich zur Konkurrenz, erschwinglich und komfortabel. Mit einer Nutzerbasis von über 40 Millionen verkauften Konsolen, scheint die Technik der Japaner zudem die für den Massenmarkt einfachste Möglichkeit, virtuelle Welten Zuhause erleben zu können.

Zugegeben, auch ich habe mich seit langer Zeit nicht mehr so sehr auf ein neues Stück Hardware gefreut. Denn diese Brille könnte der Anfang einer neuen Zeit, vielleicht schon eine Revolution für die Gaming-Industrie bringen. Obwohl ich bereits auf diversen Messen und Events die unterschiedlichen Brillen testen konnte, ist es immer noch etwas anderes, das Gerät im privaten und alltäglichen Gebraucht zu nutzen. Nun, nach vielen Stunden in der virtuellen Welt sehe ich mich in der Lage, eine persönliche Einschätzung geben zu können.

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Die Hardware

Eines vorweg: PS VR bietet nicht die visuelle Qualität des TV-Bildschirms. Die Auflösung für die beiden Augen beträgt keine 1080p, dennoch gibt es Spiele, die optisch einen starken Eindruck machen. Dazu aber später mehr.

Hat man das Gerät einmal an der Konsole angeschlossen kann es schon losgehen. Schnell fällt auf, dass die Brille auch nach längeren Sessions bequem sitzt. Mit der Zeit geht das Auf- und Abziehen immer schneller und unproblematischer. Einzig der Kabelsalat ist zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig.

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Was mir besonders gut gefällt ist der Cinematic-Mode. Das heißt, dass die Inhalte der Playstation komplett in der Brille sichtbar sind. So kann ich bequem das neue Battlefield in der VR-Brille spielen während meine Freundin gleichzeitig ihre Lieblingsserie auf dem TV sieht.

Persönlich kann ich jedem Nutzer von PS VR die PlayStation Move Motion Controller ans Herz legen. Besonders bei Shootern oder dem Spiel Tumble VR macht sich das bezahlt. Bis auf wenige Ausnahmen hat man stets das Gefühl, dass die Brille in Kombination mit der Playstation Kamera die Bewegungen sehr präzise nachvollziehen kann. Ändert man die Sitz- oder Stehposition könnt ihr das Gerät ganz einfach durch längeres Drücken der Options-Taste neu kalibrieren – sehr benutzerfreundlich.

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Doch wie es immer ist, steht und fällt der Erfolg neuer Hardware mit dem Angebot an Software. Sony hat dafür gesorgt, dass zum Launch der neuen Brille bereits viele Spiele erhältlich sind. Einige davon sind echte Perlen, andere gehören eher in die Kategorie "Experimentell, mit guten Ideen".

Viele der Titel kann ich persönlich nur als Erfahrungen beschreiben, da sie, mit wenigen Ausnahmen, noch nicht den Umfang eines kompletten Spiels haben. Spiele wie Batman VR oder Here They Lie zum Beispiel bieten eine Spielzeit von 2-5 Stunden, je nachdem wie neugierig oder schnell man ist.

Eine Warnung vorweg: Selbst geübte und erfahrene Spieler leiden in den ersten Sessions unter Motion-Sickness. So musste ich Driveclub VR und besonders RIGS erst in kleinen Häppchen genießen, bevor längere Spielsessions von 30 Minuten möglich waren.

Zudem noch ein weiterer Hinweis: Alle Spiele können sowohl im Stehen als auch im Sitzen gespielt werden. Doch bei vielen Spielen ist es von vorne herein klar, welche der beiden Optionen besser ist. Eine 180° Drehung ist natürlich einfacher, wenn ihr auf euren Beinen steht ;-)

Playstation Worlds VR

Die Spielesammlung ist aus meiner Sicht ein Must-Have für jeden Besitzer der VR-Brille. Tiefseetauchen mit Haien, rasante Verfolgungsjagden und ein Spiel, das dem guten alten Pong nachempfunden wurde sind die Highlights. Besonders die Shooting Range von "The London Heist" oder das Tiefseetauchen sind sehr coole Ideen.

Auch hiermit kann ich jedem empfehlen seine ersten Erfahrungen in der virtuellen Welt zu machen. Doch auch die eine Stunden, die ich mit der Story von The London Heist verbracht habe, kann ich jedem ans Herz legen.

Schwindel-Faktor: Mittel bis Hoch
Preis: ca. 45 Euro
Note: 4 von 5 VR-Sternen

RIGS

Oh Mann was war das für ein Ritt… Leider habe ich wie eingangs erwähnt eine ganze Zeit gebraucht das Spiel in vollen Zügen genießen zu können. Die rasante Action und der Mix aus Laufen, Springen und schnellem Umdrehen waren für mein Gehirn anfangs wohl etwas zu viel.

Doch tastet man sich vorsichtig an Spiele dieser Art an, gewöhnt sich der Körper an die virtuellen Welten. Hat man diese Probleme überwunden ist RIGS wohl das beeindruckteste Spiel, da es einen umfangreichen Multiplay-Modus bietet.

Mit steigendem Können, nimmt auch der Spaß am Spiel sehr schnell zu. Der Mix aus Sport und Shooter ist erfrischend und wohl die erste wirklich große Neuerung die Playstation VR zu bieten hat. Auch optisch ist RIGS sicherlich einer der hübschesten bisher erhältlichen VR-Titel.

Schwindel-Faktor: Hoch
Preis: ca. 70 Euro
Note: 4 von 5 VR-Sternen

Eve: Valkyrie

Wer wollte nicht schon einmal Pilot eines Raumschiffes sein? Eve: Valkyrie bietet genau das. Actionreiche Dogfights im All und coole Flugmanöver, wie man sie früher nur vom Joystick kennt, sind bei dem Titel an der Tagesordnung.

Doch auch hier empfehle ich jedem Spieler es ruhig angehen zu lassen. Die vielen Richtungswechsel und die Flugmanöver werden den einen oder anderen Magen an seine Grenzen kommen lassen. Wer kein Problem damit hat, oder bereits ein geübter Flieger ist, der wird an dem Titel seine Freude haben.

Schwindel-Faktor: Mittel bis Hoch
Preis: ca. 70 Euro
Note: 3 von 5 VR-Sternen

Batman: Arkham VR

Mein persönliches Highlight zum Launch ist Batman VR. Als Fan des Comic-Helden ist es vielleicht auch die kindliche Freude, einmal selbst in den Batsuit steigen zu können.

Es geht im groben darum, einen Mordfall in Gotham zu lösen. Dafür setzt ihr Gadgets ein, werft Batarangs und durchforstet euer Rechenzentrum in der Bathöhle. Optisch ist das Rocksteady-Spiel das bisher beeindruckteste. Die Charaktere sind mit viel Liebe zum Detail modelliert und sehen ihren Vorbildern täuschend echt.

Cooles Feature: Habt ihr alle Charaktermodelle und Vehikel freigespielt, könnt ihr euch diese en Detail in der Bathöhle ganz genau anschauen. Besonders Fans des dunklen Ritters wird das besonders Spaß machen.

Schwindel-Faktor: Mittel
Preis: ca. 20 Euro
Note: 5 von 5 VR-Sternen

Rez: Inifinite

Von der internationalen Fachpresse wurde Rez: Inifinite als der große Launch-Hit für Playstation VR angepriesen. Zu Recht wie ich finde. Denn der Titel macht eine Menge Spaß. Die peitschenden Beats und die intuitive Steuerung lassen euch schnell in die virtuelle Welt eintauchen.

Rez ist ein klassisches Arcade-Spiel mit coolem Techno-Flair. Persönlich empfehle ich jedem, der Rez ausprobieren möchte, von seinen besten Kopfhörern gebraucht zu machen. Denn erst dann entfaltet das Spiel seinen kompletten Charme.

Schwindel-Faktor: Mittel
Preis: ca. 30 Euro
Note: 5 von 5 VR-Sternen

Until Dawn: Rush of Blood

Als klassischer Railshooter präsentiert sich Until Dawn: Rush of Blood. Die wilde Achterbahnfahrt durch die Horror-Welt des Originalspiels macht großen Spaß. Habt ihr euer Unwohlsein in der Magengegend bei der rasanten Fahrt einmal abgelegt, könnt ihr euch voll aufs Ballern konzentrieren.

Das funktioniert besonders mit den Move Motion Controllern gut und sorgt hier und da auch für den einen oder anderen Schock-Moment.

Schwindel-Faktor: Mittel
Preis: ca. 20 Euro
Note: 4 von 5 VR-Sternen

Driveclub VR

Als Besitzer eines Playseats inklusive Lenkrad habe ich mich besonders auf Driveclub VR gefreut. Zurecht: denn das Fahren im virtuellen Auto war noch nie so nah an der Realität. Zwar muss sich der Körper an die nicht vorhandenen G-Kräfte gewöhnen, doch ist das geschehen, geht es erst richtig los.

Intuitive Blicke in den Rückspiegel, präziseres Driften und schnellere Rundenzeiten sind das Ergebnis. Das Rennspiel fühlt sich nun wirklich so an, als würde man am Steuer des jeweiligen Fahrzeuges sitzen. Auto-Freaks werden zudem frohlocken, denn die Innenräume der Autos sind sehr detailgenau und mit Liebe zum Detail umgesetzt.

Schwindel-Faktor: Hoch
Preis: ca. 40 Euro
Note: 4 von 5 VR-Sternen

Tumble VR

Das Geschicklichkeitsspiel Tumble VR ist einer meiner Geheimfavoriten. Mit Hilfe des Move Controllers baut ihr Türme oder müsst andere diverse Herausforderungen meistern. Die unterschiedlichen Spielmodi sind dabei sehr abwechslungsreich und verlangen euch einiges ab. Besonders die späteren Level sind knifflig, sodass die grauen Zellen richtig in Schwung kommen müssen.

Wer das PS Plus Spiel Tricky Towers vor einigen Monaten genossen hat, der wird Tumble VR lieben.

Schwindel-Faktor: Gering
Preis: ca. 10 Euro
Note: 5 von 5 VR-Sternen

Hustle Kings VR

Pure Entspannung findet ihr bei Hustle Kings VR. Das Billiardspiel funktioniert auch in der virtuellen Welt genau wie das Original. Dadurch, dass ihr euch frei am Tisch bewegen könnt, fällt der eine oder andere Schlag nun ein bisschen einfacher.

Hustle Kings VR ist sicherlich kein Spiel, dass den Kauf der Hardware rechtfertigt, dennoch ist es immer gut für eine entspannte Partie 8-Ball für zwischendurch.

Schwindel-Faktor: Gering
Preis: ca. 20 Euro
Note: 3 von 5 VR-Sternen

Headmaster

Fußballfreunde werden hier hellhörig: Ein Kopfball-Simulator. In Headmaster müsst ihr unterschiedliche Level meistern und eure Score aufpolieren. Das Ganze ist unterhaltsam inszeniert und funktioniert wirklich sehr gut. Wer selbst schon einmal Kopfbälle geübt hat, wird daher einen Vorteil haben.

Was natürlich fehlt ist das körperliche Feedback beim Treffen des Balles. Headmaster ist ebenfalls ein ideales Spiel, um sich in der virtuellen Welt zu orientieren. Ich persönlich finde immer wieder ein paar Minuten, in denen ich das Spiel anwerfe und mein Kopfball-Spiel verbessern möchte.

Schwindel-Faktor: Gering
Preis: ca. 20 Euro
Note: 4 von 5 VR-Sternen

Here They Lie

Das erste wirkliche Horror-Adventure für PS VR bekommt ihr mit Here They Lie. Die rätselhafte Stadt die ihr erkundet hält einige Schreck-Momente für euch parat.

Dennoch will das Spiel schockierender wirken, als es in Wirklichkeit ist. Grafisch macht das Spiel einen ordentlichen Eindruck, es fehlt aber leider an Möglichkeiten, mit der Umwelt zu interagieren. Eigentlich handelt es sich bei dem Titel um eine Geh-Simulation in sehr ungemütlicher Atmosphäre. Und ehrlich gesagt: Ich bin kein Fan des Horror-Genres - und "Here They Lie" konnte mich nicht vom Gegenteil überzeugen.

Schwindel-Faktor: Mittel
Preis: ca. 20 Euro
Note: 2 von 5 VR-Sternen

The Playroom VR

Die kostenlose App "The Playroom VR" führt euch auf einfachste Weise in die virtuellen Welten ein. Das interessante daran: Mit Hilfe eines weiteren Spielers ist asymmetrischer Multiplayer-Spaß an einer Konsole möglich.

Ein besonderes Schmankerl: Das Jump’n Run indem ihr einen der putzigen VR-Roboter dabei helfen müsst, seine Freund zu finden. Obwohl das Spiel nur eine kostenlose Dreingabe ist, kann man viele Stunden Spaß im Playroom haben. Ebenfalls ein super Spiel um die Wirkung von Playstation VR seinen Freunden zu demonstrieren.

Schwindel-Faktor: Gering
Preis: kostenlos
Note: 3 von 5 VR-Sternen

Super Stardust Ultra VR

Im Vergleich zum Originalspiel bietet Super Stardust Ultra VR einen neuen Spielmodus, indem ihr einen Planeten von endlosen Wellen von Gegnern säubern müsst. Der klassische Spielmodus ist aber obendrein ebenfalls für die virtuelle Welt optimiert. So könnt ihr euch mit Hilfe des Headsets umschauen und euer Spiel noch näher miterleben.

Fans der Serie sollten sich den Titel daher nicht entgehen lassen.

Schwindel-Faktor: Hoch
Preis: ca. 20 Euro
Note: 4 von 5 VR-Sternen

Kitchen

Horror ist in Sachen VR sehr beliebt. In vielen YouTube-Videos könnt ihr euch anschauen, wie, vornehmlich ältere Menschen, erschreckt werden. Was ihr aber im Video seht, hat wenig mit dem zu tun, was ihr letztlich empfindet, wenn ihr selbst in dieser Welt seid.

Genau so ein Beispiel ist "Kitchen" – eigentlich als Demo für Resident Evil gedacht ist diese leider sehr kurze Erfahrung nur ein kleiner Horrortrip in die virtuelle Realität. Ideal, um ein Gefühl für VR-Horror zu bekommen.

Schwindel-Faktor: Gering
Preis: kostenlos
Note: 3 von 5 VR-Sternen

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Ein erstes Fazit zur PlayStation VR

Abschließend muss gesagt werden, dass viele der Spiele bereits auf der mit dem Headset mitgelieferten Demo-Disc angespielt werden können. Dort bekommt ihr als VR-Neulinge einen ersten Eindruck der bisher verfügbaren Titel.

Insgesamt ist Playstation-VR aus meiner Sicht durchaus gelungen. Die Spiele sind intuitiv, machen Spaß und vermitteln einen guten Eindruck der virtuellen Welt. In Zukunft wird es mit Sicherheit weitere Spiele geben, die das volle Potenzial der Brille ausnutzen werden.

Spiele wie RIGS und Eve: Valkyrie zeigen aber bereits jetzt, dass auch Vollpreisspiele durchaus funktionieren. Technik-Fans, die bisher keine 400 Euro investieren möchten, sollten auf jeden Fall mindestens ein Auge auf die Entwicklung der Brille werfen. Denn schon jetzt ist Playstation VR deutlich mehr als ein Gimmick.

Wer die Möglichkeit hat, der sollte schauen, dass er Playstation VR mindestens einmal ausprobiert, um sich eine Meinung zu bilden. Ich persönlich bin überzeugt und denke, dass Sony ein enormes Potenzial geschaffen hat.

Klar, es gibt Tage an denen ich keine Lust habe die Brille aufzusetzen und mich vor den Fernseher zu setzen. Doch ebenso wenig habe ich jeden Tag Lust FIFA oder NBA in die Konsole einzulegen. Dennoch freue ich mich regelmäßig darauf, wieder in die virtuellen Welten von PS VR eintauchen zu können.

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